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Autor Thema: Otfried Preußler - Krabat  (Gelesen 15680 mal)

chil

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Re: Otfried Preußler - Krabat
« Antwort #45 am: 16. Oktober 2008, 09:41:55 »

Naja, sie kommen halt vor, richtig viel über sie erfahren tut man aber auch nicht - außer, dass sich Krabat schwer damit tut, deutsch oder gar hochdeutsch statt wendisch zu sprechen. Und ein bisschen was über ihre Osterbräuche erfährt man auch.
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finsbury

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Re: Otfried Preußler - Krabat
« Antwort #46 am: 16. Oktober 2008, 17:44:39 »

Hallo,

Dienstag nun also war ich im Film "Krabat" und ... nicht besonders begeistert.
Dis Schauspieler waren zwar gut, aber es ist ein typisch deutscher Film. Man will ja nicht so ein glattes Epos drehen, wie es vielleicht in Hollywood passiert wäre, also taucht man alles in düstere Farben und  lässt die armen Müllersburschen ohne Ende im Dreck wühlen. Im Film bekam man den Eindruck, dass es dort kein Wasser gab, um sich zu waschen, trotz des ganzen Schnees und Regens.
Das fand ich sehr übertrieben, und auch die Figuren waren zum Teil ziemlich reduziert. Die Liebesgescichte zwischen Krabat und der Kantorka wirkt recht aufgesetzt und auch die Rettung am Ende ist im Buch viel differenzierter anzuschauen.
Außerdem glaube ich nicht, dass dieser Film bei der breiten Masse der Jugendlichen  ankommt, da hätte ein wenig mehr Hollywood mehr bewirken können.

HG
finsbury
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Aldawen

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Re: Otfried Preußler - Krabat
« Antwort #47 am: 16. Oktober 2008, 19:54:39 »

@finsbury: Schade! Was Du da über den Film sagst, klingt für mich nicht gerade nach Anreiz, dabei hatte ich auch ernsthaft erwogen, mal wieder ins Kino zu gehen. Aber so muß ich ja fürchten, mir das schöne Buch im Nachhinein noch zu „versauen“. Dann lese ich es lieber noch mal statt mir den Film anzusehen.

Schönen Gruß,
Aldawen
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Kinywa ni jumba la maneno.
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RStehn

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Re: Otfried Preußler - Krabat
« Antwort #48 am: 17. Oktober 2008, 08:07:00 »

Moin moin!

Dis Schauspieler waren zwar gut, aber es ist ein typisch deutscher Film. Man will ja nicht so ein glattes Epos drehen, wie es vielleicht in Hollywood passiert wäre, also taucht man alles in düstere Farben und  lässt die armen Müllersburschen ohne Ende im Dreck wühlen. Im Film bekam man den Eindruck, dass es dort kein Wasser gab, um sich zu waschen, trotz des ganzen Schnees und Regens.
Stimmt, aber im Gegensatz zu Dir, finsbury, habe ich das nicht als etwas negatives empfunden, sondern als passend zu der Geschichte, wie sie im Film erzählt wurde.
Ich finde den Film gut, wenn er auch sicherlich nicht zu meinen immerwährenden Lieblingsfilmen zählen wird.

Außerdem glaube ich nicht, dass dieser Film bei der breiten Masse der Jugendlichen  ankommt, ...
Da stimme ich Dir zu und es entspricht auch meiner Erwartung. Dennoch hatten wir uns entschlossen, bei unserem Herbstferienkinoausflug diesen Film anzubieten. Entsprechend gering war die Resonanz: nur fünf Jungs zwischen 10 und knappen 14 Jahren kamen mit (den zehnjährigen haben ich aufgrund seiner ausgeprägten Medien"erfahrung" mitgenommen, sprich: der hat sich schon ganz andere Filme angesehen, die sicherlich weit weniger für sein Alter geeignet sind). Die beiden ältesten haben sich gelangweilt (zu wenig Action), bei dem zehnjährigen und einem weiteren 13jährigen war das Urteil durchwachsen (wünschten sich auch mehr Action, fanden es aber doch auch gruselig und deshalb ganz okay) und einem gefiel der Film richtig, so das er ihn gerne nochmal sehen würde (nicht zu gruselig, wie er meinte).

...da hätte ein wenig mehr Hollywood mehr bewirken können..
Bewirken soll heissen: Interesse am Lesen des Buches wecken?
Wenn ja, glaube ich, das eine "hollywoodmäßige Verfilmung" (das heißt für mich: mehr special effects und vor allem: mehr Action entsprechend den Wünschen eines jugendlichen Publikums) falsche Erwartungen an das Buch wecken würde und es bald wieder in der Ecke liegt, weil es eben weniger Action als z.B. ein Harry Potter enthält. Und damit wären Vorurteile wie: Filme sind besser als Bücher bei den nicht- oder weniglesenden Jugendlichen wieder bestätigt worden.

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Tschüss und liebe Grüße
Rüdiger

finsbury

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Re: Otfried Preußler - Krabat
« Antwort #49 am: 17. Oktober 2008, 15:27:06 »

Hallo Rüdiger,

danke für die ausführliche Stellungnahme.

Zitat von: RStehn
Bewirken soll heissen: Interesse am Lesen des Buches wecken?
Wenn ja, glaube ich, das eine "hollywoodmäßige Verfilmung" (das heißt für mich: mehr special effects und vor allem: mehr Action entsprechend den Wünschen eines jugendlichen Publikums) falsche Erwartungen an das Buch wecken würde und es bald wieder in der Ecke liegt, weil es eben weniger Action als z.B. ein Harry Potter enthält. Und damit wären Vorurteile wie: Filme sind besser als Bücher bei den nicht- oder weniglesenden Jugendlichen wieder bestätigt worden.

Genau,  das hast du schon richtig verstanden und siehst es nur anders. Ich hätte aber eher gern gesehen,  dass der Film neben dem Spaß am Buch auch Interesse am Thema weckt:
Meinem Verständnis nach  geht es im Roman um den Widerstand gegen Diktatur durch gemeinsames Handeln. Erst als die Müllersburschen nicht mehr nur jeder für sich handeln, sondern der scheinbar debile Janko mit Krabat zusammen den Widerstand gegen den Müller trainiert, bröckelt dessen Macht. Die Erlösung durch die Liebe ist dann nur ein schönes Obenauf, das ja seine Tiefe auch erst dadurch erhält, dass die Kantorka Krabat an seiner Angst, also durch ihre Empathie erkennt.

Diese Aussage kommt im Film zu wenig 'rüber, hätte aber, wenn sie mehr herausgearbeitet worden wäre, durchaus auch eine etwas gängigere Verpackung  verdient. Das heißt ja nicht gleich, dass man hier einen Harry Potter daraus hätte machen sollen, aber diese Schlammverpackung halte ich doch für übertrieben.
Außerdem sind sehr wirksame Buchszenen wie der Ausflug an den sächsischen Hof weggelassen worden, obwohl dieser dem Thema eine weitere Dimension zugefügt hätte und sowohl die Gestalt des Müllers als auch seines Verhältnisses zu Krabat und zur Macht verdeutlicht hätte.

Du hast dir mit Jugendlichen den Film angesehen, das Urteil war durchwachsen. Ich bin sicher, für die Jugendlichen, mit denen ich den Film hatte ansehen wollen, wäre er aus den oben genannten Gründen nicht geeignet.

HG
finsbury
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Tolpan

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Re: Otfried Preußler - Krabat
« Antwort #50 am: 18. Oktober 2008, 09:58:36 »

Was mich persönlich so kirre macht ... ich war überzeugt davon, dass ich dieses Buch nie gelesen habe.
Aber schon im Kinotrailer kam mir etwas bekannt vor ... und als ich das Buch dann las, hatte ich so gewisse Ahnungen von dessen weiterem Inhalt.
Nur ich kann mich absolut nicht erinnern wann und ob überhaupt ich Krabat gelesen haben sollte, oder ob es ein Hörspiel war oder eine andere Fassung.
*haare rauf*

Mir hat das Buch übrigens gut gefallen. Es war sehr atmosphärisch.  :smile:
Nur das Ende war etwas Ruck-zuck ...
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Tolpan

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Re: Otfried Preußler - Krabat
« Antwort #51 am: 20. Oktober 2008, 07:13:23 »

PS: Der Film hat MIR übrigens gefallen. Klar fehlte einiges, aber das war zu erwarten. Das was da war, wurde sehr atmosphärisch umgesetzt. Nur beim Lied am Ende fiel ich vor Lachen beinahe vom Kinosessel. Nach einem düsteren Film kommt so ein Disco-Pop. *an den Kopf tipp*
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Annabas

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Re: Otfried Preußler - Krabat
« Antwort #52 am: 21. Oktober 2008, 19:57:04 »

Hallo miteinander,

ich war gestern im Film und er hat mir sehr gut gefallen.

Die Figuren waren alle sehr gut besetzt, die Mühle (und auch das Dorf) beeindruckend nachgebaut und die Landschaftsbilder umwerfend. Besonders schön fand ich die "Rabenflüge" - hier hatte ich wirklich das Gefühl, mitzufliegen. Auch die Tricks, insbesondere die Verwandlung der Gesellen in Raben und die Rückverwandlung in Menschen, waren toll umgesetzt. Dass viel in düsteren Farben gehalten ist, finde ich passend. Umso stärker fällt der leuchtende Sommer bzw. fallen die wenigen Szenen im Sonnenschein auf.

Die Handlung konzentriert sich auf das Geschehen in der Mühle. Die Reisen, die Krabat im Buch unternimmt, entfallen im Film. Aber das hat mich weniger gestört als ich dachte, nur am Ende des Films dachte ich: Da war doch noch was ...? Wie gesagt, während des Films selbst habe ich nichts vermisst. Es ist auch klar, dass die Dramaturgie des Films andere Regeln hat als die eines Buches, also kann ich durchaus damit leben, dass Bücher und Filme nicht immer 1:1 umgesetzt werden (können).

Ich denke schon, dass der Film Interesse am Buch weckt.

Meinem Verständnis nach  geht es im Roman um den Widerstand gegen Diktatur durch gemeinsames Handeln.
Ich würde es anders ausdrücken, auch wenn wir (fast) der gleichen Meinung sind. Für mein Gefühl geht es in dem Buch darum, vom Kind zum Erwachsenen zu werden und zwischen "richtig" und "falsch" unterscheiden zu lernen, und den Mut zu haben, etwas ändern zu wollen. Und das wurde im Film auch deutlich.

Viele Grüße von Annabas  :winken:
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RStehn

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Re: Otfried Preußler - Krabat
« Antwort #53 am: 22. Oktober 2008, 08:18:51 »

Moin moin!

Du hast dir mit Jugendlichen den Film angesehen, das Urteil war durchwachsen. Ich bin sicher, für die Jugendlichen, mit denen ich den Film hatte ansehen wollen, wäre er aus den oben genannten Gründen nicht geeignet.
Naja, es haben sich ja auch nicht viele Jugendliche gefunden, die den Film ansehen wollten. Die Nachfrage nach "Ögel Ei" war erheblich größer. :zwinker:
Immerhin aber sorgt der Film auch nach einer Woche noch für Gesprächsstoff und das ist sehr viel wert.

Meinem Verständnis nach  geht es im Roman um den Widerstand gegen Diktatur durch gemeinsames Handeln.
Ich würde es anders ausdrücken, auch wenn wir (fast) der gleichen Meinung sind. Für mein Gefühl geht es in dem Buch darum, vom Kind zum Erwachsenen zu werden und zwischen "richtig" und "falsch" unterscheiden zu lernen, und den Mut zu haben, etwas ändern zu wollen. Und das wurde im Film auch deutlich.

Für mich zeigt sich darin, dass Krabat mehr ist als ein einfaches unterhaltendes (Jugend-)Buch, denn es erlaubt unterschiedliche Interpretationsansätze, die auch plausibel aus dem Buch heraus zu begründen sind - und welche dann ein einzelner Leser als "richtiger" ansieht, hängt von ihm selbst und seiner Geschichte ab.
Ein Film kann das zwar auch leisten, es ist allerdings seltener, meiner Meinung auch schwieriger und nicht selten leidet dann (oft im Gegensatz zu Büchern) der Unterhaltungswert.

P.S. Übrigens wollte ich zuerst schreiben, das Krabat ("gute") Literatur" ist, weil Vielschichtigkeit und die sich daraus ergebende Möglichkeit unterschiedlicher Interpretationsanssätze für mich ein Unterscheidungsmerkmal zwischen reiner Belletristik (die ich im übrigen auch gerne lese) und "Literatur" ist,  zumindest aber Voraussetzung für ein Buch, zu einem "Klassiker" zu werden in dem Sinne, dass es über Jahre und Generationen hinweg immer wieder gelesen wird.
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Tschüss und liebe Grüße
Rüdiger

finsbury

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Re: Otfried Preußler - Krabat
« Antwort #54 am: 22. Oktober 2008, 17:38:30 »

Hallo zusammen,
P.S. Übrigens wollte ich zuerst schreiben, das Krabat ("gute") Literatur" ist, weil Vielschichtigkeit und die sich daraus ergebende Möglichkeit unterschiedlicher Interpretationsanssätze für st,  zumindest aber Voraussetzu
ng für ein Buch, zu einem "Klassiker" zu werden in dem Sinne, dass es über Jahre und Generationen hinweg immer wieder gelesen wird.
Ja, und anscheinend genau diese Qualität hat das Buch inzwischen bewiesen und - gerade durch seine - egal ob nun mehr oder weniger missglückte Verfilmung: Es regt zum Nachdenken an, weist über sich hinaus .... .

HG

finsbury
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mombour

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Re: Otfried Preußler - Krabat
« Antwort #55 am: 22. Oktober 2008, 18:42:40 »

Hallo,

heute war ich mit einem Freund Kaffeetrinken. Er sagte mir, ich müsse unbedingt Krabat lesen. Er habe das auch erst zum ersten Mal gelesen. Nun denn, ich mach's.

Liebe Grüße
mombour
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chil

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Re: Otfried Preußler - Krabat
« Antwort #56 am: 27. Oktober 2008, 22:16:22 »

Ja, machs! Du wirst es nicht bereuen!
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Miramis

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Re: Otfried Preußler - Krabat
« Antwort #57 am: 01. November 2008, 22:28:07 »

So, nun habe ich wieder eine Leselücke geschlossen und "Krabat" von Otfried Preußler gelesen - in dieser Ausgabe:



Otfried Preußler - Krabat

Kurzbeschreibung:

"Bald wirst du erfahren, welche Bewandtnis es mit dem Meister und dieser Mühle hat. Der Tag und die Stunde sind näher, als du vermutest". Neugier lockt Krabat zur Mühle am Koselbruch, vor der alle warnen, weil es dort nicht ganz geheuer ist. Ein leichtes und schönes Leben wird Krabat hier versprochen. Doch der Preis dafür ist hoch. Und aus der Verstrickung mit dem Bösen kann ihn nur die bedingungslose Liebe eines Mädchens retten.

Meine Meinung:

Ich fand "Krabat" großartig! Die düster-melancholische Atmosphäre des Romans hat mich von Anfang an in seinen Bann gezogen. Die Erzählweise des Autors ist sehr märchenhaft und das Buch strotzt auch nur so vor märchenhaften und magischen Elementen. Der Meister und seine zwölf Raben, die Zahl drei, die eine große Rolle spielt, denn alles passiert dreimal, die zyklische Abfolge der Geschehnisse mit den wichtigen Feiertagen Dreikönig, Ostersamstag und Silvester, das alles gab mir ein Gefühl wie im Märchen. Die zeitliche Ansiedlung der Geschichte im Dreißigjährigen Krieg bewirkt ebenfalls eine ganze eigene, düstere Stimmung.

Die Figuren sind größtenteils sehr eindeutig gezeichnet und leicht als Vertreter des Guten oder Bösen zuzuordnen. Krabat als cleverer Zauberlehrling, der aber von Anfang an den Aufstand probt und trotz der Schwarzen Kunst ein reines Herz behält, im Gegensatz dazu der Müller, der das Böse schlechthin verkörpert und nur von einem gewissen "Gevatter" noch an böser Ausstrahlung übertroffen wird, und schliesslich die mutige Kantorka, deren Namen wir nie erfahren und die durch ihren mutigen Einsatz alles zum Guten wendet. Einzig in Juro hatte ich mich getäuscht - das war aber sicher so vom Autor beabsichtigt, der damit auch einen wandelbaren Charakter in die Geschichte eingeführt hat.

In die stets wiederkehrenden Rituale des Lebens auf der Mühle im Koselbruch habe ich mich sehr schnell eingefunden und spätestens in Krabats drittem Lehrjahr konnte ich mich schon darauf einstellen, was nun als nächstes passieren würde. Das Müllersleben ist recht anschaulich geschildert und wird durch zahlreiche Anekdoten untermauert, die teils recht lustig zu lesen waren. Kombiniert mit der Vermittlung der Schwarzen Künste kam dann immer eher ein unheimlicher Klang in die Handlung und ich konnte mich an manchen Stellen auch leidlich gruseln.  Die Figuren werden gezwungen, Stellung zu beziehen, Entscheidungen zu treffen, Risiken auf sich zu nehmen und letztendlich den Weg zu Ende zu gehen, den sie begonnen haben. Der Schluß hat es in sich und ich musste doch gehörig mit meinen Lieblingsfiguren zittern, bevor das Buch zu Ende war.

Alles in allem ein wunderbares Buch für junge und junggebliebene Leser,  das sich aufgrund des unkomplizierten Schreibstils munter weglesen lässt und den Kampf zwischen Gut und Böse in einer eindrucksvollen Weise wiederspiegelt.

 5ratten

Viele liebe Grüße  :winken:
Miramis


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:lesen: Kai Meyer - Die Gebannte

aichi101

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Re: Otfried Preußler - Krabat
« Antwort #58 am: 05. November 2008, 12:44:41 »

Habe mir das Buch vor zwei Wochen gekauft. Nach dem Mittagessen dachte ich mir, fängst du halt mal an. Und dann hab ich aber erst wieder aufgehört als ich das Buch fertig gelesen hatte. Hatte mich echt gepackt. So was hatte ich schon lange nicht mehr. (Außer diese Woche, da habe ich mit Eragon begonnen).
Das Buch bekommt von mir 5 von 5 Mäuschen.  pchallo

 5ratten
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KillerKiwi

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Re: Otfried Preußler - Krabat
« Antwort #59 am: 06. November 2008, 19:28:41 »

Ich bin schon sehr gespannt. Es ist ja auch meiner Weihnachtswichtel-Liste...Wenn ich es nicht bekommen sollte, werde ich es mir aber auf jeden Fall trotzdem holen. Ich bin so neugierig uaf dieses Buch. Kanns kaum noch erwarten, es endlich zu lesen.

LG
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(André Gide)
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