Interessant dazu finde ich:
Die Anzahl der deutschen Veröffentlichungen ist gemessen an der Gesamtzahl Rejtős Bücher überschaubar. Die Tatsache, dass Piszkos Fred, a kapitány dafür sogar in zweifacher Übersetzung erschien, mag die Problematik veranschaulichen: der Humor Rejtős Bücher beruht zu weiten Teilen auf Wortwitz, dessen Übertragung in fremde Sprachen schwierig ist: "Bis-zu-den-Ohren-Jimmy" heißt im Original ("Fülig Jimmy") so, weil sein Grinsen ein Ohr mit dem anderen verbindet. "Bis-zu-den-Ohren-Jimmy" hört sich im Deutschen wenig griffig und teilweise sogar lächerlich an. Die neuere Übersetzung "Jimmy Reeperbahn" entfernt sich vom ungarischen Namen der Hauptperson, um den Geist der Geschichte besser zu treffen.
Es gibt also von dem Buch zwei deutsche Übersetzungen (Nicolas Pataky und Anna von Lindt), wobei Aldawen anscheinend die neuere (Anna von Lindt) liest. Das von Breña erwähnte
Ein Seemann und ein Gentleman hat wiederum jemand anderes (Vilmos Csernohorszky jr.) übersetzt. Interessant ist überdies, dass die beiden Übersetzungen von von Lindt und Csernohorszky mit einem Abstand von nur 4 Jahren im selben Verlag erschienen sind. Warum also wurde der Übersetzer gewechselt?
Außerdem gibt es, so weit sich mir die ungarische Wikipedia erschließt, noch mehr Teile, insgesamt vier:
* Az elveszett cirkáló ("Ein Seemann und ein Gentleman")
* Piszkos Fred, a kapitány ("Ein Seemann von Welt")
* Piszkos Fred közbelép
* A megkerült cirkáló
PS: Laut meinem Wörterbuch haben die Ungarn sogar
zwei Wörter, die ins Deutsche übersetzt "bis über die Ohren" bedeuten.