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Autor Thema: Dorothy L. Sayers - Keines natürlichen Todes  (Gelesen 127 mal)

mondy

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Dorothy L. Sayers - Keines natürlichen Todes
« am: 24. Januar 2011, 11:01:38 »


Band 3 der Krimireihe um Lord Peter Wimsey

Band 1: "Ein Toter zu wenig" (auch: "Ein Toter in der Badewanne")
Band 2: "Lord Peters schwerster Fall" (auch: "Diskrete Zeugen")

Inhalt
Eher zufällig stößt Lord Peter Wimsey auf seinen neuen Fall. Eine alte Dame stirbt. Zwar etwas unerwartet, aber dennoch diagnostiziert der Arzt einen natürlichen Tod. Da kein Testament vorliegt, erbt die nächste und einzige Verwandte, Mary Whittaker, alles. Sie hatte ihre Tante in den letzten Jahren gepflegt und genießt nun das große Erbe.
Auf den ersten und auch auf den zweiten Blick scheint an diesem Szenario nichts verdächtig zu sein, aber Lord Peter lässt sich von seinem Gefühl, dass an der Geschichte etwas nicht stimmt, nicht abbringen. Zusammen mit seinem Freund Parker begibt er sich auf Spurensuche.

Erster Satz
"Aber wenn er meinte, die Frau sei ermordet worden ..."

Meine Meinung
Die Krimis von Dorothy Sayers sind altmodisch und wenig blutrünstig, in diesem Band gibt es kaum Action und die Leute haben komische Ansichten. Das sollte jedem klar sein, der zu diesem Buch greift. Aber mal ehrlich: Wer will bei einem Krimi aus den 20er Jahren Blut spritzen sehen oder einen rambomäßigen Detektiven haben? Ich nicht und deswegen hat mich die Geschichte auch gut unterhalten.

Der Fall, dem Lord Peter und Parker nachgehen, versprüht diesen typischen englischen Krimicharme, den man auch bei Agatha Christie findet. Man geht möglichst unauffällig verschiedenen Indizien nach, sammelt Stück für Stück neue Informationen und kommt am Schluss durch einen Geistesblitz auf die richtige Lösung. Dabei ist der Fall natürlich möglichst verzwickt, so dass man nicht sofort weiß, worum es geht. In diesem Fall weiß man zwar ziemlich schnell, wer der Mörder ist, aber von einem Motiv bzw. einer Mordwaffe fehlt jede Spur. Die Spannung bleibt durchgehend erhalten, vor allem, da Lord Peter auch einige falsche Fährten verfolgt, die irgendwann in sich zusammenbrechen, weil wieder eine neue Information auftaucht.

Etwas schade fand ich, dass man an manchen Stellen als Leser nicht wirklich miträtseln konnte, da Wimsey insgeheim schon etwas wusste, was man als Leser noch nicht erfahren hatte. Auch hatte ich etwas Probleme damit, den Hauptfiguren nahe zu kommen. Es geht tatsächlich nur um den Fall, was Lord Peter oder Parker bewegt oder was sie privat so treiben, kommt gar nicht zur Sprache. Deswegen blieben mir die Figuren immer etwas fremd.

Dennoch hat mir das Buch gut gefallen und einem weiteren Ausflug in das London der 20er Jahre steht eigentlich nichts im Wege.
 3ratten       
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Annabas

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Re: Dorothy L. Sayers - Keines natürlichen Todes
« Antwort #1 am: 22. November 2011, 20:40:10 »

Hallo miteinander,
die Reihe um Lord Peter Wimsey liebe ich!   :klatschen:

Auch hatte ich etwas Probleme damit, den Hauptfiguren nahe zu kommen. Es geht tatsächlich nur um den Fall, was Lord Peter oder Parker bewegt oder was sie privat so treiben, kommt gar nicht zur Sprache. Deswegen blieben mir die Figuren immer etwas fremd.

Es werden schon private Dinge erwähnt oder Ereignisse aus der Vergangenheit, aber pro Buch eben immer nur sehr wenige. Das Bild setzt sich erst so richtig zusammen, wenn man mehrere der Bücher gelesen hat. In den späteren Büchern (denen mit Harriet Vane) ändert sich das aber - da spielt Wimseys Privatleben eine wesentlich größere Rolle.

Was ich bei der Reihe immer etwas erschreckend fand war, wenn am Ende darüber geredet wurde, dass der Täter gehängt worden war.   :entsetzt:   Da war ich immer froh, dass es inzwischen keine Todesstrafe mehr gibt.

Grüße von Annabas  :winken:
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