Johns Jugend habe ich nun hinter mir.
Sehr interessant zu lesen, wie John sich seiner "Behinderung" gewusst ist. Wie er sich selbst analysiert, nach Abhilfe sucht. Ob es nun um fehlende Nahrungsbestandteile oder "blindes" Handeln geht.
Ein Junge, der nicht aufgibt, stets sein Ziel im Auge hat und dieses verfolgt, wenn auch manchmal über Umweg. Ein Junge, der kein Selbstmitleid zeigt, der versteht seine Gefühle, die er durchaus hat, für sich zu nutzen.
Es war schon fast unheimlich. Diese Geduld, die nie in Wut umschlug, egal was mit ihm angestellt wurde.
Doch dann kam es zu einem Ereignis, das John so aufwühlte, das selbst er damit nicht zurecht kam.
Wie er mit eiserner Disziplin die Schule und später auch das Leben auf Schiffen für sich regelte. Feste Regeln ermöglichen ihm das. Diese Regeln brauchen auch andere Menschen mit unterschiedlichen Erkrankungen. Allerdings ist es da eher so, dass sie ihnen aufgedrängt werden, während John sie selbst für sich entdeckt.
Aber auch John braucht einen Anker. Das ist für ihn, bis er zur Schule kommt, Matthew. Da er dort keine Bezugsperson findet, wendet er sich Sagal zu. Sogar Dr. Orme hat sich nach ihm erkundigt.

Mit Burnaby hoffte ich auf neue Zeiten. Leider nur ein kurzer Hoffnungsstrahl. Und doch scheint er etwas ausgelöst zu haben, zumindest bei Orme. Man kann es Orme nicht verdenken, dass er John nur für eine Auswendiglerner hielt. Denn in großen Teil tat er das ja auch, aber nicht weil er es sich selbst nicht erarbeiten konnte, sondern weil er die Fragen zuerst kennen musste. Er braucht halt Zeit und so lernt er Antworten auf Frage, die man ihm stellen könnte, auswendig. Erarbeitet hat er sie aber selbst. Verzögerte Anworten hatten eben den Anschein, als hätte er sich anderswo die Informationen geholt.
Dass die Menschen ihn ungeduldig abfertigten, kann ich teilweise sogar nachvollziehen. Ich kenne einen Jugen, der John sehr gleicht. Auch er ist sehr intelligent, aber extrem langsam. Er starrt oft minutenlang auf einen Fleck bis er ein Wort herausbringt. Man muss ihm die Zeit geben, wenn man erfahren möchte, was er zu sagen hat. Unter Zeitdruck nervenaufreibend. Aber genau so muss er sich fühlen, wenn er merkt, dass er unter Druck gesetzt wird.
Die Reise nach Lissabon brachte mich sehr zum Schmunzeln.

Immer den gerade Weg - auch bei Gwendoly. Wie er sich da am Grab dieses Dichters hinstellt und ihr seine Frage präsentiert. Gerade so, als ob er sie danach frage, ob sie ihm mehr über diesen Mann erzählen könnte. Eines seiner Gedichte vielleicht?

Da kam er noch glimpflich davon.

Warum sein Vater wohl seine Meinung bezüglich Johns maritimer Leidenschaft änderte?
Dr. Orme hat John einiges zu verdanken. Der Mann setzt sich für ihn ein. Und versucht ihn auch anderweitig zu unterstützen. Als John von Kopenhagen zurück kommt, hilft er ihm zu erkennen, wo das Probem ist.
Worüber ich nachdenken musste, war Johns Bemerkung zum Ballspiel. Er sagt, dass er den Ball nicht fängt, wenn er ihn mit den Augen verfolgt und daher seinen Blick auf nichts richtet, ins Leere eben. Ich habe auch schon festgestellt, dass man dann teilweise reaktionsschneller ist. Ist euch das auch schon mal aufgefallen?