Nanu! Ein Thread über ein Buch, aber immer noch ohne Inhaltsangabe
Das holen wir nach:


Wir schreiben das Jahr 2297. Die Erde befindet sich im interstellaren Kriegszustand mit den Tauriern (auf amazon.de werden sie Tauraner genannt, im (deutschen) Buch Taurier), einer Spezies aus einer anderen Galaxis. Die Armee der Erde greift an, um die Expansion des Feindes zu verhindern und so das Überleben der Menschheit zu sichern.
Doch durch die Geschwindigkeit, mit der die Soldaten durch den Weltraum befördert werden, vergehen für diese subjektiv nur wenige Monate oder Jahre während auf der Erde Jahrzehnte vergehen. Als William Mandello, der als Physikstudent eingezogen worden ist, nach einem Jahr als Feldwebel aus der Armee entlassen wird, findet er eine völlig veränderte und ihm unverständliche Welt vor.
Somit meldet er sich freiwillig, wieder in den Krieg zu ziehen, der für ihn endlose Züge annimmt.
Ich muss sagen, ich habe dieses Buch regelrecht verschlungen. Es ist so spannend, dass ich es gar nicht mehr aus der Hand legen konnte

Es berichtet über einen Krieg, der keinen Grund hat, da niemand wirklich weiß, wer die Taurier sind, wie sie aussehen - und warum man überhaupt Krieg gegen sie führt. Mandella wird zuerst als Soldat, dann als Feldwebel, Leutnant und schließlich als Major von Gefecht zu Gefecht geschickt. Seine Chance zu überleben ist stets verschwindend gering, aber den Nachschub gibt es ja von der Erde...
Das Buch ist spannend und traurig zugleich und regt sehr zum Nachdenken an. Der Autor war selbst im Vietnamkrieg und beschreibt mit diesem Buch diesen „endlosen Krieg“ auf Science-Fiction-Basis. Viele Aspekte, wie bespielsweise das sinnlose Abschlachten von wehrlosen „Feinden“, erkennt man wieder. Damit ist es zu einem Antikriegsroman avanciert.
Das Ende fand ich sehr befriedigend und das ist (für mich) sehr wichtig bei einem Buch

Von mir klare

und absoluter

P.S. Das Einzige, was mich gestört hat, lag nicht am Autor, sondern an diesem ... Herausgeber

Das Buch erschien 1988 in seiner (neu bearbeiteten) Form und spielt eigentlich im Jahr 1997. Der Hintergedanke Haldemans: Einige Führungskräfte in der Armee sind Kriegsveteranen aus dem „Asienkrieg“ (sprich Vietnamkrieg), die Eltern von Mandella waren in jüngeren Jahren sogar Hippies. Und der Herausgeber schreibt am Anfang des Buches einfach: „Entgegen dem Original verlegen wir die ganze Story einfach mal 300 Jahre nach hinten, damit man sich das alles besser vorstellen kann.“
Damit hat er mir bewiesen, dass er das Buch
NICHT verstanden hat....
Hoffen wir, dass diesem neunmalklugen Herausgeber nicht irgendwann Orwells "1984" in die Finger gerät!