
Richard Bachman – RegulatorAmazon-KurzbeschreibungEs ist ein ruhiger Sommernachmittag in der verschlafenen Kleinstadt Wentworth, Ohio, als über die scheinbare Idylle schlagartig das Grauen hereinbricht. Futuristisch anmutende Lieferwagen durchkreuzen die Stadt und richten ein schreckliches Blutbad an. Panik macht sich unter den Bewohnern breit, denn niemand kann sich die mysteriösen Vorgänge erklären. Nur Audrey Wyler ahnt die Ursache des grauenerregenden Spektakels: Ihr autistischer Neffe Seth hatte mit seinen Eltern ein Bergwerk in dem Minenstädtchen Desperation besucht und war dort in Kontakt mit einem Monster namens TAK gekommen ...
Regulator wurde unter Stephen Kings Pseudonym Richard Bachman veröffentlicht. Dem Buch geht eigentlich der Roman „Desperation“ von Stephen King voraus. Denn in Desperation nehmen die Dinge ihren Lauf und TAK wird quasi freigelassen. Desperation ist sicher einer der gruseligsten Kings und ich war mir nicht sicher, ob ich überhaupt eine „Fortsetzung“ zu dem Buch lesen wollte.
Regulator steht dem Buch in Brutalität und Horror um nichts nach, ich finde es sogar einen Tick schlimmer, weil in diesem Buch die Geschichte nicht langsam aufgebaut wird, sondern es von Beginn an zur Sache geht. Im Prinzip handelt es sich bei Regulator auch um eine Art „Inselsituation“, denn die Geschichte spielt in einer ganz normalen Straße auf der links und rechts Wohnhäuser stehen, in denen die unterschiedlichsten Charaktere wohnen. Einzelgänger, Familien, ein ehemaliger Cop, … und alle die, gerade als das Grauen losging, zufällig in der Straße waren, sind in dem Szenario „gefangen“. Trotzdem ist Regulator um einiges schwächer als sein Vorgänger, oder liegt es daran, dass ich gut 10 Jahre jünger war bei Desperation? Ich weiß es nicht, mir viel auch der Bezug zu den einzelnen Charakteren schwerer, die großen Sympathieträger fehlten, denn gerade Audrey Wyler hat sehr viel Anteil an der ganzen Geschichte und die war so gar nicht mein Fall. Durch den großen Personenkreis wird auch nicht recht zimperlich umgegangen mit den einzelnen Charakteren und nur wenige kommen halbwegs heil aus der Misere.
Ingesamt war mir Regulator einen großen Tick zu abgefahren und unrealistisch, vor allem durch diese futuristischen Figuren und Lieferwägen. Sicher kein Meisterwerk und eigentlich ein typisch schwacher 2. Teil, nur ohne eine weitere Fortsetzung.
