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Autor Thema: Ralph Ellison - Unsichtbar  (Gelesen 188 mal)

illy

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Ralph Ellison - Unsichtbar
« am: 29. Dezember 2010, 17:07:59 »

(meine Ausgabe ist die ohne Bild)
Originaltitel: Invisible Man

Ralph Waldo Ellison hat mit „Unsichtbar“ bzw. „Der unsichtbare Mann“ einen hochgerühmten Roman geschrieben. Die Hauptfigur sitzt zu Beginn in einem hell erleuchteten Keller und lässt sein bisheriges Leben Revue passieren.

Hätte ich das Buch zu einem anderen Zeitpunkt angefangen, hätte ich mich möglicherweise über Wochen hindurchgequält. Dadurch, dass ich es aber eigentlich für den diesjährigen SUBLW innerhalb der nächsten Tage beenden müsste, treffe ich mal die Entscheidung, dass ich dieses Buch nicht gelesen haben muss, so interessant es auch ursprünglich für mich klang.

Die Hauptfigur ist leider keine echte Person, sondern nur ein Symbol. Sein aktuelles Ich erscheint mir dabei zu seltsam und der Rückblick in seiner Vergangenheit zeigt er so viel Duldsamkeit, dass es, bei allem durchaus möglichen Realismus, ziemlich unerträglich wirkt. Zu der eher unsympathischen Hauptfigur gesellt sich dann  noch das Gefühl, dass der Autor sein Buch mit Bedeutung überfrachtet hat. In Bezug auf Rassismus und die Rolle, die die Diskriminierten dabei einnehmen und wie sehr das auch ihre Eigenwahrnehmung beeinflusst, hat der Autor vermutlich ein ziemlich wichtiges Buch geschrieben. Ich kann die Bedeutung des Romans zu seiner Entstehungszeit durchaus nachvollziehen, aber ich empfinde es, obwohl es sicherlich irgendwo in der Welt ähnlich gelagerte rassistische Lebenswelten gibt, als überholt. Aber vor allem ist es kein Buch, das mir gefällt.

Abgebrochen nach rund 150 Seiten, deswegen ohne Ratten
Gespeichert
Ein Buch, das man liebt, darf man nicht leihen, sondern muss es besitzen.  (Friedrich Nietzsche)