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Autor Thema: Tracy Cozzens - Küsse unterm Weihnachtsbaum  (Gelesen 240 mal)

Miramis

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Tracy Cozzens - Küsse unterm Weihnachtsbaum
« am: 28. Dezember 2010, 11:50:06 »



Tracy Cozzens - Küsse unterm Weihnachtsbaum

Inhalt:

Connecticut im Jahre 1897: Die wohlhabende Familie Carrington hat fünf Töchter - und ein schwarzes Schaf in der Familie: Meryl, die Jüngste, zeigt keine Ambitionen, sich einen charmanten Ehemann zu suchen. Stattdessen will sie das Familienimperium leiten. Ein ungeheuerlicher Plan, dem zwei Männer im Wege stehen: Meryls Vater und sein designierter Nachfolger, der ruppige Joe Hammond. Ausgerechnet derjenige, der Meryl vor vielen Jahren unter einem Mistelzweig den ersten Kuss raubte. Doch Meryl ist nicht bereit, aufzugeben...

Meine Meinung:

Hui, hinter diesem doch eher harmlosen Cover verbirgt sich ein waschechter Nackenbeißer! Meryl Carrington und Joe Hammond auf der Reise von New York nach San Francisco - nach außen hin ein Team, aber in Wahrheit erbitterte Konkurrenten um Platz 1 in der Firma, das verspricht eine knisternde Stimmung und kuriose Verwicklungen. So sehr sich die beiden gegenseitig das Leben zur Hölle machen, der Leser ahnt schon nach wenigen Kapiteln, dass da mehr ist als nur die geschäftliche Verbindung und dass es früher oder später romantisch wird. Was als witziger Schlagabtausch beginnt, führt bald zu einer ernsthaften Situation, in der die beiden Protagonisten ihren Mann bzw. ihre Frau stehen müssen... dass das Ganze mit einem Happy End abschliesst, ist nicht zuviel verraten, noch dazu bei diesem Titel.

Zugegeben, die Handlung ist eher schlicht und vorhersehbar; vor allem die erotischen Szenen und Gedanken der Protagonisten stehen im Vordergrund, aber unterhaltsam ist es allemal, Meryl und Joe auf ihrem Trip zu begleiten. Meryl konnte ich nicht so richtig ernst nehmen, hier paaren sich Naivität und weibliche Raffinesse auf eine Art und Weise, wie sie in der Natur wohl nicht vorkommen würde. Ebenso ist auch Joe nicht konsequent in seinen Charakterzügen gezeichnet; mal der Beschützer, mal der böse Bube, mal der Verführer, wie es Frau Autorin gerade in den Kram passt. Aber das machte mir nicht, denn gegen Ende kommt sogar ein echt Western-Feeling auf und ich habe mich prächtig dabei amüsiert. Was allerdings weitestgehend fehlt, ist die Weihnachtsstimmung - hier verleiten Titel und Cover zu einer ganz anderen Erwartungshaltung. Mit Mühe und Not gelingt es der Autorin, wenigstens einen Hauch von Weihnachten einzubauen.

Daher empfehle ich das Buch allen Weihnachtsnackenbeißerlesefreunden und -freundinnen, die neben den ganzen Feierlichkeiten auch noch ein bisschen unkomplizierten Lesespaß haben wollen.  :breitgrins:

 3ratten

Viele liebe Grüße
Miramis
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:lesen: Kai Meyer - Die Gebannte

Heimfinderin

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Re: Tracy Cozzens - Küsse unterm Weihnachtsbaum
« Antwort #1 am: 28. Dezember 2010, 16:31:10 »

Hui, hinter diesem doch eher harmlosen Cover verbirgt sich ein waschechter Nackenbeißer!

Hihi, ich habe das Buch ja auch noch auf dem SUB und habe aufgrund des Covers tatsächlich eher eine historische brave Liebesgeschichte vermutet. Aber das macht ja gar nichts, denn so weiß ich jetzt wenigstens, was mich erwartet und kann dann ganz bewusst danach greifen, wenn mir mal wieder nach einem Nackenbeißer ist.  :breitgrins:
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LIEBE GRÜßE
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bibse

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Re: Tracy Cozzens - Küsse unterm Weihnachtsbaum
« Antwort #2 am: 28. Dezember 2010, 16:57:10 »

Dann guckt euch mal dieses Cover an
. Braver gehts ja wohl nicht. Der Stoff, der für dieses Kleid verbraucht wurde, reicht bei Nackenbeißern ja sonst für mindestens 2 Kleider :zwinker:
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Re: Tracy Cozzens - Küsse unterm Weihnachtsbaum
« Antwort #3 am: 28. Dezember 2010, 17:02:19 »

Braver gehts ja wohl nicht. Der Stoff, der für dieses Kleid verbraucht wurde, reicht bei Nackenbeißern ja sonst für mindestens 2 Kleider :zwinker:
:lachen:
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Annabas

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Re: Tracy Cozzens - Küsse unterm Weihnachtsbaum
« Antwort #4 am: 31. Dezember 2010, 16:30:33 »

Ich habe das Buch nun auch gelesen (bevor ich ein Jahr warten muss, bis es wieder in die Jahreszeit passt  :zwinker: ).

Miramis Rezi kann ich kaum noch etwas hinzufügen - die Geschichte ist ein harmloser Spaß, der sich ganz hervorragend dazu eignet, sich mal ein bisschen von dem schmutzigen Alltag und dem Weihnachtsstress abzulenken. Der Schlagabtausch zwischen Meryl und Joe war witzig zu lesen und brachte mich öfter zum Lachen. Hinwegsehen muss man natürlich über die genrebedingten Klischees, die die Autorin bedient - Meryl wird von ihr manchmal sehr "chick-lit-mäßig" beschrieben und die Witze über Frauen, die natürlich grundsätzlich und immer mit zuviel Gepäck verreisen, haben leider einen ziemlich langen Bart. Aber wenn man die Ansprüche nicht zu hoch schraubt, kann man sich mit diesem Buch prächtig amüsieren - und es passt ganz wunderbar als Winterlektüre in die Jahreszeit.

Ich gebe 3ratten

Grüße von Annabas  :winken:
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Heimfinderin

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Re: Tracy Cozzens - Küsse unterm Weihnachtsbaum
« Antwort #5 am: 23. Dezember 2011, 12:10:06 »

Das Buch ist eine leichte romantische Lektüre, die sich sehr gut mal zwischendurch zur Entspannung lesen lässt. Von Anfang an ist klar, wie es enden wird, aber das ist ja für ein Wohlfühlbuch auch richtig passend.

Die Handlung ist typisch: ein junges Mädchen, das entsprechende Kenntnisse erworben hat, möchte die gleiche berufliche Anerkennung erhalten, wie die Männer und natürlich ist ihr direkter Konkurrent der geliebt-hasste Jugendfreund, mit dem sie nun in einen Wettlauf geht. Dass sie dabei Hass mit Liebe verwechselt und völlig naiv auf die Reise geht, ist ebenso klar. Aber das will man in dem Fall ja auch lesen und deshalb kommt man auch auf seine Kosten.

Man beobachten die beiden kopfschüttelnd, wie sie umeinander lauern, sich anzoffen, gegenseitig hintergehen und sich im nächsten Moment wieder vor Sehnsucht und Verlangen nach dem anderen sehnen. Das liest sich soweit ganz nett, aber mir ging eines irgendwann gehörig auf die Nerven, nämlich das ständige Springen zwischen Abneigung und Liebe. Das war mir teilweise zu dick aufgetragen, denn es wirkte mit der Zeit einfach nur noch unglaubwürdig, wie sehr die Gefühle angeblich umsprangen. So ein bisschen Hin und Her kann man nachvollziehen, aber offensichtlich beschriebene Abneigung, die im nächsten Satz zu Überlegungen darüber führte, ob der andere vielleicht doch bitte Gefühle für einen haben könnte, wirkten einfach nur absurd. Es ist klar, was die Autorin bezweckte, aber das Gefühlschaos hat sie hier nach meinem Empfinden übertrieben und damit nicht glaubwürdig beschrieben.

Aber auch, wenn  mich das zunehmend nervte, hat die Geschichte trotzdem auch Spaß gemacht und ein paar vergnügliche Lesestunden beschert.

 2ratten :marypipeshalbeprivatmaus:
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LIEBE GRÜßE
HEIMFINDERIN