Ich habe
Als die Uhr dreizehn schlug inzwischen zuende gelesen und kann nur sagen:
Wow! Ein tolles Buch.
Es entwickelt sich zunehmend eine Freundschaft zwischen Tom und Hatty. Tom ist in der Welt seines nächtlichen Gartens für die meisten Menschen unsichtbar und kann leider keine Dinge bewegen: also eine Tür kann er nicht öffnen - aber er stellt fest, daß er durch Türen gehen kann. Tom erklärt Hatty zum Beispiel, wie man ein Baumhaus baut. Und sie baut es dann, er kann ja leider nicht helfen. Die beiden führen Gespräche darüber, wer von ihnen ein Geist ist. Hatty meint: Tom, weil er durch Türen und Wände gehen kann und ein bißchen durchsichtig aussieht. Tom dagegen weiß ganz genau, daß er ein lebendiger Junge und kein Geist ist. Aber in seiner Welt sind weder der Garten noch Hatty Wirklichkeit. (Der Leser bekommt mittlerweile allerdings schon einen starken Verdacht, wer Hatty ist.)
Allmählich stellt Tom fest, daß Hatty offenbar in einer anderen Zeit lebt als er (es ist die Rede von Königin Victoria), die über den Garten mit seiner eigenen Zeit auf geheimnisvolle Weise verbunden ist. Für Hatty vergeht die Zeit schneller, denn sie wird um Jahre älter, während für Tom nur ein paar Wochen vergehen.
Hinter all diese Zusammenhänge kommt Tom nur nach und nach. Plötzlich beordert seine Mutter ihn heim, damit naht das Ende seines Aufenthaltes bei Onkel und Tante und seine Besuche im Garten sind gezählt. Außerdem ist Hatty inzwischen fast erwachsen und kann Tom kaum noch sehen.
Eines der schönsten Kapitel des Buches ist das, in dem eine Schlittschuhfahrt von Tom und Hatty auf dem zugefrorenen Fluß beschrieben wird - der Fluß, der in Toms Zeit stinkend und schmutzig und teilweise von Fabriken zugebaut ist, während er in Hattys Zeit noch sauber und idyllisch durch Wiesen fließt. Doch dieses Kapitel ist bereits überschattet vom drohenden Abschied zwischen Tom und Hatty.
Welche Wendung sich auf den letzten Seiten ergibt und wie Tom getröstet wird, werde ich hier nicht verraten. Die Erklärung für alle Ereignisse rund um den Garten hat etwas mit Träumen zu tun und damit, daß in jedem Menschen, egal wie alt er ist, immer noch das Kind steckt, das er einst gewesen ist.
Ähm ja, sagen wir bis Ende des Jahres 2011?
Also, reicht ruhig nach, was das Zeug hält. 
Na, bis dahin habe ich es hoffentlich dann auch geschafft, die beiden restlichen Rezis zu basteln.

Grüße, kaluma