Huhu

Ich bin nun auch endlich da, das Wochenende war doch stressiger als gedacht

Momentan bin ich auf
Seite 152 Kapitel Dunkle Begegnungen (HC) und mir gefällt es bisher eigentlich gut.
Der kurze Prolog hat mir sehr gefallen, auch wenn er bisher noch sehr geheimnisvoll ist. Ich denke, dass damit
wohl Mion und Lyrian gemeint sein sollen...auch wenn ich hoffe, dass das nicht so ist

und außerdem freu ich mich riesig darüber, endlich mal wieder etwas von Jenny-Mai Nuyen in der Hand zu haben. Ich hab schon etliche Bücher von ihr gelesen, und witzigerweise alle genau zur Weihnachtszeit... 

Das ist ja ein Zufall!
Von der Autorin ist es bisher mein 4. Buch (wenn ich mich jetzt nicht verzählt habe

) und daher bin ich schon sehr gespannt hierdrauf. Und anscheinend haben wir ja wohl die richtige Jahreszeit dafür erwischt

Aber damit enden die Ähnlichkeiten mit der realen Welt auch schon wieder; hier befinden wir uns in einer von Drachen beherrschten Fantasywelt, und auch die Drachen haben so gar nichts mit meinem sonstigen "Drachenbild" zu tun; sie können als Menschen und Tiere auftreten.
Da bin ich ja froh, dass es nicht nur mir so geht. Dabei kenne ich gar nicht so viele Drachen, nur die aus meiner ersten epischen Serie - und natürlich Bernds Kristall- und Glutlanddrachen.
An diese Drachen habe ich mich ja noch nicht so ganz gewöhnt, da hätte ich mir lieber eine andere Bezeichnung gewünscht, denn eigentlich sind sie ja eher Gestaltwandler und Drachen sind ja eigentlich schon recht "vorbelastet"... Ich habe bei dem Wort immer den Drachen aus "Shrek" vor Augen

(Bis auf die Kristalldrachen kenne ich nämlich, glaube ich, noch keine)
Bisher finde ich die Stimmung des Buches ja ziemlich traurig. Mion, das Ruinenmädchen, das ausversehen Lyrian angeschossen hat und von den Sphinxen abgeholt wird

Ein wenig gemein fand ich es ja, dass Saffa sie sozusagen verrät und den Sphinxen (oder Löwen?) bestätigt, dass sie die gesuchte Mion ist. Aber andererseits, stecken ja alle drei dahinter... Dieses Ritus ist ja ein "blödes" Spiel, kein Wunder, dass es verboten ist! Aber anscheinend ist das ja der einzige "Spaß", den sie haben können... Das wirkt alles bisher ziemlich hoffnungslos

Das war ja eine recht überraschende Wendung, dass Mion so mirnichtsdirnichts von einem Künstler aus dem Gefängnis geholt wird. Hm, das ging mir fast ein wenig zu einfach und glatt, aber gut. Ich hatte ja erwartet, dass sie Lyrian und seiner Mutter gegenübergestellt wird... Und er hält sie nun für tot.
Das ging mir genauso. Zumal mir die genauen Beweggründe von Jagus noch nicht ganz klar sind. Hätte er nicht einfach jemand anderes nehmen können als Mion? Wie wurde er so schnell auf sie aufmerksam? Und dann einfach so aus dem Gefängnis holen können, wo sie doch eigentlich zum Tode verurteilt war? Hmm. Ich hoffe, dazu kommt noch was...
Bei Jagus aber hat Mion immerhin eine bessere Zukunft als daheim. Allerdings wundert es mich, dass sich Mion offenbar recht schnell damit abgefunden hat, nicht mehr nach Hause zu können, weder zu ihren Eltern noch zu ihrem Bruder...
Faunia mag ich bisher nicht so, auch wenn ich verstehen kann, warum sie immer so gemein zu Mion ist. Andererseits frage ich mich, was da zwischen ihr und Jagus vorgefallen ist. Und wer Jagus eigentlich ist, er ist mir noch ein großes Rätsel und nicht sonderlich sympathisch.
Lyrian mag ich aber sehr und er tut mir leid. Schön fand ich, dass er sich für die Gestalten Otter, Fuchs und Schwalbe entschieden hat. Also eher friedliche Tiere, die ja nicht zu den anderen Drachen passen.
Überhaupt finde ich diese Drachen furchtbar. Nur sie können denken und die Menschen sind dazu nicht in der Lage und handeln eher nach ihrem Gefühl. Na, da wäre ich freiwillig lieber ein Ruinenmädchen oder ein einfacher Mensch als ein einsamer Drache...

Kein Wunder, dass Lyrian seine Sachen packt und verschwinden will. Aber zusammen mit seiner Menschenfreundin Baltibb. Ob er unterwegs dann wohl auf Mion trifft, von der er eigentlich denkt, dass sie tot ist?
Was mir wieder einmal besonders gut gefällt, ist Jenny-Mais poetischer Sprachstil - der ist für mich jedes Mal ein Genuss. Sätze wie: "Der Wald beobachtete die drei aus gefrorenen Tautropfenaugen." erfreuen mein Leserherz und lassen schöne, mystische Bilder bei mir im Kopf entstehen.
Ja, darüber freue ich mich auch schon sehr und bisher lässt es sich auch schön flüssig lesen.
