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Autor Thema: Titus Müller - Der Kalligraph des Bischofs  (Gelesen 136 mal)

nanu?!

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Titus Müller - Der Kalligraph des Bischofs
« am: 22. Dezember 2010, 14:43:41 »



Das stolze Turin wird von den Sarazenen bedroht. Dort sucht der ausgestoßene Germunt vor seinen Bluträchern Zuflucht, und dahin wird auch der ebenso kämpferische wie gelehrte Westgote Claudius als neuer Bischof entsandt. Claudius, der die ketzerische Lehre vom Bilderverbot vertritt, nimmt Germunt an seinem Hof auf und läßt ihn in den sieben freien Künsten unterrichten. Germunt gerät in den Bann des Schreibens wie der Liebe, dringt tiefer in die Geheimnisse der Kalligraphie ein und muß eines Tages seine Schriftkunst anwenden, um Leben zu retten.  (Histo-Couch)



Von diesem Buch war ich nicht wirklich begeistert, und ich kann noch nicht mal sagen woran es genau liegt. Irgendwie hat die "Magie" gefehlt. Die Geschichte zog sich lang wie Kaugummi. Nie passierte etwas wirklich spannendes, nie konnte ich mit den Protagonisten mitfiebern. Dabei gefiel mir der Anfang des Buches ganz gut.

Die Person von der ich gerne mehr erfahren hätte, war der Bischof von Turin. Er ist sogar eine reale, historische Person gewesen, der für seine Zeit moderne, kirchliche und sehr gefährliche Thesen hatte. Von diesem Claudius hätte ich echt gerne mehr gelesen, aber leider war die Hauptfigur der Flüchtling Germunt. Von seinen Gedanken bekommt der Leser mehr als genug zu lesen, die mir aber meistens auf die Nerven gingen.
Außerdem ist Germunt nicht klein zu kriegen. Er überlebt mehrere, sehr schwere Verletzungen, überquert mit seinem kaputten Bein mehrmals die Alpen, er lernt das lesen und schreiben und das beschriften und kunstvolle ausmalen von Pergamenten in kürzester Zeit. Das alles fand ich ein wenig unrealistisch.

Das einzige was ich ganz hübsch fand, waren die Beschreibungen wenn es um die Kunst des schreibens ging. Titus Müller hat es gut verstanden dem Leser klar zu machen das schreiben und lesen im Mittelalter keine selbstverständlichkeit war und es damals als hohe Kunst angesehen wurde.

Die Sprache in dem Buch ist ganz einfach gehalten, und es liest sich auch ganz flott. Trotzdem musste ich mich immer zwingen weiter zu lesen. Wäre dies nicht mein letztes Buch im SLW gewesen, hätte ich bestimmt aufgegeben. Die Rezensionen bei Amazon sind alle recht gut, vielleicht bin ich ja die einzige die das Buch nicht gemocht hat. Wer weiß das schon.
 2ratten
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