Sorry, ich habe den Leserundenstart total verpeilt! Jetzt heißt's aber schnell aufholen, ihr seid ja schon ganz schön weit ... immerhin habe ich soeben den
1. Akt (im Original) gelesen. Mit dem Englisch komme ich soweit gut zurecht (habe aber auch LEO im Hintergrund offen

).
Gleich am Anfang habe ich mich über Ausdrücke wie
thou hast und
methinks gefreut - das fühlt sich mittlerweile an wie Heimkommen und strahlt so etwas Altmodisch-Gemütliches für mich aus.

ich habe erst die erste Szene des ersten Aktes gelesen und musste schon schmunzeln.
Ich bin einfach immerwieder begeistert von Shakespeares Personen und seinem Humor.
Absolut! Wie sich Gonzalo selbst davon überzeugen will, dass sie schon nicht untergehen werden, weil der eine Typ eher ein Gesicht für den Galgen als fürs Ersaufen hat ...

Und kindisch war ich auch schon wieder - als sich Gonzalo nach
brown furze sehnt, musste ich nach einem ersten Losprusten LEO bemühen, um zu erfahren, dass damit Stechginster gemeint ist ...

Mit Zauberei hatte ich in diesem Stück eigentlich gar nicht gerechnet, der Inhalt liest sich ja eher "normal", also mit einem verbannten König, der sich rächen will etc. Aber dass dieser König ein Zauberer ist, das finde ich jetzt eher überraschend.
Geht mir genauso!
Miranda entwickelt anscheinend gleich Interesse an Ferdinand, aber das ist ja fast normal, wenn man sein ganzes Leben nur mit dem alten Vater verbringt und dann endlich mal einem jungen, ansehnlichen Mann begegnet...
Tja, ich möchte nicht wissen, was ich in der Situation anstellen würde ...
Prospero ist ein Mensch mit zwei Gesichtern. Einerseits knallhart gegenüber Ariel und Caliban, andererseits liebevoll, wenn auch ein wenig berechnend gegenüber seiner Tochter.
Ja, nach der Anfangsszene mit seiner Tochter war ich ganz schön überrascht, wie er mit Ariel und Caliban umspringt. Jedoch übt er auch über seine Tochter ganz schön Macht aus, die es aber in ihrer Naivität gar nicht so recht merkt - schickt er sie nicht durch einen Zauber schlafen? Aber sie führt ihre Müdigkeit nach dem Erwachen auf die aufregende Geschichte zurück ...
Früher war er sicher anders, vor allem vertrauensseliger, sonst hätte er kaum seinem Bruder das Herzogtum übertragen [...]
Da hast du wohl recht, guter Gedanke ... er scheint im Laufe der Jahre (und Ereignisse) verbittert zu sein.
um sich selbst seinen "geheimen" Forschungen zu widmen, was auch immer das war.
Hoppla, gut, dass du das erwähnst, das ist mir entgangen ... die "geheimen Forschungen" könnten aber mit der Zauberei zusammenhängen, oder?
Warum hat er überhaupt so viel Macht über seine beiden Untergebenen? Caliban ist missgestaltet und hat deshalb wenig Möglichkeiten, sich alleine in der Welt zu behaupten, aber Ariel ist ein Geist, und selbst wenn er eine Schuld zu begleichen hat, könnte er sich doch einfach durch sein Verschwinden aus der Affäre ziehen.
Dazu weiß ich zu wenig über den Geisterglauben zu jener Zeit. Aber z.B. Dschinns sind ja auch eine Art von Geistern und normalerweise an ihre Herrscher gebunden, nicht wahr?
"Will das Ei die Henne meistern?"
Steht das tatsächlich so da?

Da ist die Übersetzung ja mal fast cooler als das Original, das da lautet:
My foot my tutor?Super fand ich übrigens auch die Bühnenanweisung:
Re-enter Ariel, invisible 