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Autor Thema: Titus Müller - Die Brillenmacherin  (Gelesen 3587 mal)

Titus Müller

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Eure Fragen
« Antwort #30 am: 22. Juni 2005, 14:23:04 »

Liebe Leserunde,

ihr seid großartig! Ich lerne soviel dazu durch eure Fragen, eure Kommentare - das ist eine Goldgrube für mich als Autor!  :breitgrins:

Entschuldigt, daß ich mich erst jetzt wieder melde. Die Lesungen, ihr wißt ja ...

Zitat von: Horusina
Stimmt es denn auch, das die Leute frueher die Brillen so hergestellt haben, wie es im Buch geschrieben steht?

Zitat von: nimue
Auf Seite 3 gibts ja noch die Zeichnung einer Brille. Sahen die damals tatsächlich so aus?


Zweimal ja. Die Zeichnung hat der Illustrator nach einer authentischen mittelalterlichen Brille gefertigt. Und die Methoden, eine Brille herzustellen, habe ich genau recherchiert. Hab sogar ein bißchen selbst herumexperimentiert, um zu sehen, ob das auch wirklich so funktioniert. ... :smile:

Zitat von: Skywalkerin
Ein bißchen mehr hätte es da aber wenigstens bei Catherine schon sein dürfen -und bei den anderen auch. Irgendwie bekommen sie für mich kein richtiges "Gesicht".


Die Anregung nehme ich für die künftigen Romane mit aus dieser Leserunde. Werde mehr darauf achten, daß ich meine Protagonisten beschreibe. Danke!

Wie ihr erklärt, was euch gefällt (Atmosphäre und Landschaftsbeschreibungen) und was euch nicht gefällt (Protagonisten), hilft mir sehr weiter, wißt ihr das?

Die Szene, in der die Stadt Nottingham hustet, wäre übrigens beinahe rausgeflogen im Lektorat, aber ich habe mich durchgesetzt. :)

Zitat von: Capesider
Aber was bedeutet dieser Name?? Ich hab versucht, das herauszufinden, aber leider war ich erfolglos.


Die Bedeutung von Hawisia kenne ich nicht. Ich wollte neben dem heute noch üblichen Namen Catherine auch einen Namen verwenden, den es nur im Mittelalter gab. Ist nicht so leicht, sich an Hawisia zu gewöhnen, oder?

Zitat von: Skywalkerin
Allerdings wechselten die Szenen manchmal so plötzlich und unvermutet, dass ich oft dachte, ich hätte etwas Wichtiges überlesen. Die Auflösung kam dann erst hinterher und das fand ich etwas gewöhnungsbedürftig.


Darauf wäre ich nicht gekommen. Gut, daß ihr es sagt. Ich passe nun besser auf, daß man sich als Leser gleich zu Kapitelbeginn zurechtfindet.

Zitat von: Horusina
Und ich werde jetzt bestimmt noch ein anderes Buch von Titus Mueller lesen!


Jippieh! Was kann sich ein Autor Schöneres wünschen? :freu:

Zitat von: Nimue
Anfang des 9. Kapitels wird etwas zu Nottinghams Geschichte erwähnt: Die Stadt war aufgeteilt in zwei Bereiche. Der Osten englisch, der Westen normannisch. Und noch gelte im Osten englisches Recht ("Der jüngste Sohn erbt das väterliche Gut") und im Westen normannisches Recht "Der älteste Sohn erbt das väterliche Gut"). War das tatsächlich so?


Ja. Und weil ich es auch spannend fand, habe ich es in den Roman aufgenommen. Das ist das Vergnügen für mich als Autor bei historischen Romanen: Solche Kleinigkeiten auszugraben und dann in die Geschichte einzuweben ...

Liebe Grüße,

Titus
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Kiala

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Titus Müller - Die Brillenmacherin
« Antwort #31 am: 23. Juni 2005, 15:35:21 »

So, nun bin ich auch fertig und habe endlich mal mehr als zwei Minuten um einen Beitrag zu schreiben.

Mit Bianca und Skywalkerin stimme ich weitgehend in der Beurteilung überein.


Zitat von: Bianca

Zitat von: Spoiler bis Ende

 Auch die Beziehung zwischen Catherine und ihm (Latimer) fand ich nicht wirklich schlüssig.

Zitat von: Spoiler
Das ging mir genauso. Das kam mir am Ende viel zu schnell, mit dürftigen Worten erklärt. Aber das ging mir öfter si. Auf die Beweggründe der einzelnen Protagonisten wurde häufig nur sehr oberflächig eingegangen und wirkten (dadurch?) oft wenig logisch.




Zitat von: Skywalkerin
Im Großen und Ganzen hat mir das Buch wirklich gut gefallen. Es ist flüssig und spannend geschrieben. Die "Story" an sich war stellenweise ein klein wenig verwirrend, aber nicht so, dass man nicht mitgekommen wäre.

Was mir besonders gefallen hat, waren die kurzen, aber treffenden Landschafts- und Städtebeschreibungen, die eine schöne Atmosphäre geschaffen haben.

Das kann ich nur unterschreiben.



Zitat von: Skywalkerin

Allerdings wechselten die Szenen manchmal so plötzlich und unvermutet, dass ich oft dachte, ich hätte etwas Wichtiges überlesen. Die Auflösung kam dann erst hinterher und das fand ich etwas gewöhnungsbedürftig.

Zitat von: Spoiler
Ich dachte zwar nicht, dass ich wirklich etwas überlesen hätte, aber die abgehackten Übergange haben mich auch gestört.
Vielleicht macht das auch seinen Teil aus, dass ich Probleme mit den Charakteren habe, denn die Ereignisse zwischen den Kapiteln hätten vermutlich zu einem tieferen Verständnis beigetragen.



Zitat von: Skywalkerin

Zu den Charakteren:
Zitat von: Spoiler
Die kamen für mich etwas zu kurz und deshalb konnte ich mich nur schwer oder gar nicht mit ihnen "anfreunden", nicht mitfiebern.  
Die Beschreibung der Beziehungen der Personen untereinander haben mir ein wenig gefehlt, so dass ich dann von der einen oder anderen Reaktion total verblüfft war.

Zitat von: Spoiler
Genau die gleichen Probleme hatte ich auch mit den Charakteren. Vielleicht noch schlimmer als Skywalkerin.
Manchmal hätte ich mir die Haare raufen können, weil die Personen in meinen Augen so unlogisch handelten.
Hätte ich die Protagonisten durch mehr Erklärung besser kennenlernen dürfen, hätte ich mehr Verständnis aufbringen können, aber so habe ich mich ziemlich über sie geärgert.

Bei Catherine war das schon schlimm genug. Nach der Beendigung des Romans kenne ich sie überhaupt nicht. Ihr Charakter ist einfach nicht einheitlich genug. Manchmal ist geradezu unerträglich naiv/blöd, andereseits schüttelt sie mal einfach so geniale Ideen aus dem Ärmel.
Aber am schlimmsten fand ich Anne. Sie liebt ihren Mann und versucht gleichzeitig alles um ihn zu zerstören, obwohl das das Letzte ist, was sie eigentlich will. :confused: Die Frau war mir einfach zu dämlich. Nur schade dass sie überlebt hat!
Aber vermutlich wird sie noch für die Fortsetzung gebraucht? :zwinker:

Was mich sehr enttäuscht hat, ist Alans sang- und klangloser Tod. Nach dem sein Heiratsantrag erneut abgewisen wurde, haben wir nichts mehr von ihm gehört. Auch das fand ich sehr schade. Gerade weil Alan (neben Cortenay) der Charakter war, den ich am ehesten verstand, weil seine  Motive klar auf der Hand lagen.
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Titus Müller

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Motivation der Figuren
« Antwort #32 am: 23. Juni 2005, 18:31:12 »

Liebe Kiala,

hab vielen Dank für dein Posting. So langsam begreife ich, wie ihr das meint mit den Figuren. Ich muß als Autor klarer sagen, was sie eigentlich wollen, was ihr Ziel ist (wie bei Alan), und sie dann geradlinig darum kämpfen lassen - das Wechselhafte ist für den Leser verwirrend.

Was Alans Schicksal betrifft: In der Fassung, die ich im Verlag zuerst abgegeben habe, sah das gaaanz anders aus. Aber man fand es zu kitschig, dem Schluß fehle die Dramatik. Nunja. Das Ergebnis ist deutlich.

Tut mir leid, wenn der Roman dich streckenweise geärgert hat. Das war natürlich nicht mein Ziel - er sollte Spannung und Lesevergnügen verschaffen. Aber ich freue mich, daß ich hier dazulernen durfte, woran es gelegen hat und wie ich es beim nächsten Roman besser anpacken kann.  :winken:

Herzlich,

Titus
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nimue

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Re: Motivation der Figuren
« Antwort #33 am: 23. Juni 2005, 18:33:30 »

Huhu,

ich bin auch seit gestern Abend durch (konnte nicht mehr aufhören, sondern musste fertig lesen). Die Rezension habe ich auch schon geschrieben.

Morgen gehe ich mal noch auf einzelne Sachen ein, die hier geschrieben wurden - nur jetzt bin ich gerade total k.o. :-)

Liebe Grüße
nimue
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Wenn Du keinen Menschen töten kannst - gut; kannst Du kein Vieh und keine Vögel töten - noch besser; keine Fische und Insekten - noch besser. Bemüh Dich, soweit wie möglich zu kommen. Grüble nicht, was möglich ist und was nicht. Tu, was Du mit Deinen Kräften zustande bringst. Darauf kommt alles an. (Leo Tolstoi)

Horusina

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Re: Eure Fragen
« Antwort #34 am: 23. Juni 2005, 19:18:34 »

Zitat von: Titus Müller
Zitat von: Horusina
Und ich werde jetzt bestimmt noch ein anderes Buch von Titus Mueller lesen!


Jippieh! Was kann sich ein Autor Schöneres wünschen? :freu:


Darauf wuesste ich jetzt sogar eine Antwort!  :breitgrins:  Das das Buch ins englische Uebersetzt wird?  :zwinker:

Darf ich nochmal eine Frage stellen, deren Antwort ich umbedingt wissen will?  pchallo  Also; wird es eine Fortsetzung geben?

@nimue
Deine Rezension finde ich wirklich gut! Du hast es auf den Punkt gebracht mit allen Kriterien, die in der Leserunde angesprochen wurden.  :klatschen:  

Liebe Gruesse,
Horusina
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Skywalkerin

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Titus Müller - Die Brillenmacherin
« Antwort #35 am: 23. Juni 2005, 19:19:10 »

Zitat von: Kiala

Aber am schlimmsten fand ich Anne. Sie liebt ihren Mann und versucht gleichzeitig alles um ihn zu zerstören, obwohl das das Letzte ist, was sie eigentlich will. :confused: Die Frau war mir einfach zu dämlich. Nur schade dass sie überlebt hat!
Aber vermutlich wird sie noch für die Fortsetzung gebraucht? :zwinker:


Harte Worte @Kiala  :zwinker:
Aber im Grunde muss ich Dir ja Recht geben.
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Titus Müller

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Re: Motivation der Figuren
« Antwort #36 am: 23. Juni 2005, 20:01:33 »

Zitat von: nimue
Die Rezension habe ich auch schon geschrieben.


Dankeschön, sie ist ganz wunderbar! Klasse, wie du Stärken und Schwächen verflochten hast. Nur eine kleine Kritik, vielleicht kannst du das noch korrigieren: Die Karte im Buch stellt nicht London dar, sondern England.  :zwinker:

Zitat von: Horusina
Darf ich nochmal eine Frage stellen, deren Antwort ich umbedingt wissen will? Also; wird es eine Fortsetzung geben?


Ich hatte von Anfang an eine Fortsetzung eingeplant. Jetzt geht es ja erst so richtig los: Courtenay versucht, Sir Latimer niederzuwerfen, indem er ihn vor das englische Parlament zitiert und dort beschuldigt ... naja, verraten wir mal nicht zuviel. Sligh fährt die Krallen aus, Repton macht Tolkiens "Gollum" alle Ehre, und Catherine hat eine sehr wichtige Entscheidung zu treffen ...

Ich glaube, ich komme um eine Fortsetzung gar nicht herum, allein schon, weil die historisch bezeugten Ereignisse rings um den wirklichen Sligh, den wirklichen Sir Thomas Latimer und den wirklichen Courtenay bisher allenfalls angetippt wurden. :breitgrins:

Arbeitstitel ist bei mir: "Jagd auf den Kaplan".

Eine Übersetzung ins Englische, Horusina, wäre natürlich die Krönung.  :sonne:

Herzlich,

Titus
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nimue

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Re: Motivation der Figuren
« Antwort #37 am: 24. Juni 2005, 07:08:19 »

Hallihallo Titus,

schön, dass Dir die Leserunde so viel bringt. Es wird zwar nicht ganz so viel hier geschrieben, aber ich vermute das liegt daran, dass sich Dein Buch so schwer unterbrechen lässt und man es fast in einem Rutsch durchliest :breitgrins:

Zitat von: Titus Müller
Nur eine kleine Kritik, vielleicht kannst du das noch korrigieren: Die Karte im Buch stellt nicht London dar, sondern England.  :zwinker:


Huch...wie peinlich! Ich hatte die ganze Zeit einfach dieses London im Kopf. Habs korrigiert!

Schön, dass es noch eine Fortsetzung geben wird :freu:

Zitat von: Titus
Repton macht Tolkiens "Gollum" alle Ehre,


Wirklich? Ich hatte von Repton am Ende eigentlich gar keine so negative Meinung mehr. Für mich hat der Charakter eindeutig Potential.

Übrigens: Ich habe seit einigen Tagen zwei neue Ratten und eine davon nenne ich Hawisia :breitgrins:

Liebe Grüße
nimue
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Wenn Du keinen Menschen töten kannst - gut; kannst Du kein Vieh und keine Vögel töten - noch besser; keine Fische und Insekten - noch besser. Bemüh Dich, soweit wie möglich zu kommen. Grüble nicht, was möglich ist und was nicht. Tu, was Du mit Deinen Kräften zustande bringst. Darauf kommt alles an. (Leo Tolstoi)

Kiala

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Re: Motivation der Figuren
« Antwort #38 am: 24. Juni 2005, 10:00:55 »

Zitat von: Titus Müller
Tut mir leid, wenn der Roman dich streckenweise geärgert hat. Das war natürlich nicht mein Ziel - er sollte Spannung und Lesevergnügen verschaffen.


Hallo Titus!

Das mag sich jetzt zwar komisch anhören, aber der Roman hat mich nicht geärgert, sondern die Handlungsweise einiger Personen. In meinen Augen ist das nicht unbedingt dasselbe. Auch in meinen absoluten Lieblingsbüchern ärgere ich mich öfter über die Romanfiguren, aber nicht über den Roman.
Habe ich das klar genug ausgedrückt? :spinnen:

Die Brillenmacherin war flüssig und schnell zu lesen. Das ist wichtig, denn bei zähen Geschichten verliere ich oft die Lust. Außerdem sind deine Landschaftsbeschreibungen wirklich fantastisch, Titus!
Ich kann auch verstehen, dass einige etwas enttäuscht waren, dass man nicht so viel über das Brillenmachergewerbe erfahren hat, aber mich persönlich hat das nicht gestört.

Wirklich schade, dass der Verlag deine ursprünglich Fassung nicht wollte! Der arme Alan! Ermordet von irgendwelchen Lektoren! :sauer:
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Titus Müller

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Re: Motivation der Figuren
« Antwort #39 am: 24. Juni 2005, 10:33:38 »

Zitat von: nimue
Ich hatte von Repton am Ende eigentlich gar keine so negative Meinung mehr. Für mich hat der Charakter eindeutig Potential.


So empfinde ich auch. Aber weißt du, Gollum empfinde ich auch nicht als negativ. Zumindest nicht im zweiten Teil von HdR. Da ist er meine Lieblingsfigur.

Zitat von: nimue
Übrigens: Ich habe seit einigen Tagen zwei neue Ratten und eine davon nenne ich Hawisia :breitgrins:


:smile: Das ist ja toll! Wow, eine Ratte wird nach meiner Romanfigur benannt ...  :smile:  :smile:  :smile:

Zitat von: Kiala
Das mag sich jetzt zwar komisch anhören, aber der Roman hat mich nicht geärgert, sondern die Handlungsweise einiger Personen. In meinen Augen ist das nicht unbedingt dasselbe. Auch in meinen absoluten Lieblingsbüchern ärgere ich mich öfter über die Romanfiguren, aber nicht über den Roman.


Oh, ich verstehe. Danke, daß du es nochmal erklärt hast! Obwohl es natürlich viel vergnüglicher ist, wenn man wenigstens eine Figur hat, mit der man gerne mitfiebert, ohne daß sie einen ständig verärgert, oder? Naja ... Alan ... gaehn

Titus
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Capesider

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Titus Müller - Die Brillenmacherin
« Antwort #40 am: 24. Juni 2005, 13:54:22 »

huhu, ich will mich auch nochmal melden.

Zunächst mal @Titus: Ein ganz großes Lob an Dich, dass Du so fleißig mitliest und mitschreibst! Und vor allem finde ich es ganz toll, wie Du mit den Beiträgen und vor allem mit der Kritik an manchen Sachen des Buches umgehst, manch anderer Autor würde sich da schon auf die Zehen getreten fühlen.  :bang:  :klatschen:

Ich bin schon seit einigen Tagen mit dem Buch durch, und mein großes Problem war leider, dass ich geschichtlich nicht so bewandert bin, wie ich es hätte sein sollen. Viele Anspielungen und Begebenheiten des Buches habe ich schlicht und ergreifend nicht verstanden, weil ich den Hintergrund gar nicht kannte. Da muss ich mich mal hinterklemmen und mehr recherchieren!! :zwinker:

In Bezug auf Catherine schließe ich mich den anderen an, ich wurde mit ihr einfach nicht warm und konnte auch keine Sympathie für sie empfinden. Das fand ich schon schade, weil diese Figur mich als Leserin ja durch das ganze Buch hindurch begleitet hat.

Der Schreibstil hat mir allerdings wirklich gut gefallen, die Sätze sind eher kurz und schnörkellos gehalten, schaffen es aber trotzdem, Szenen oder Landschaften sehr schön und mitunter poetisch einzufangen und zu beschreiben! Dickes Plus!!! :klatschen: :klatschen:

Tja, das mit Alan ist wirklich ein Malheur!!!  :heul:
Beim nächsten Mal einfach nicht auf den bösen Verlag hören und es so machen, wie es eigentlich geplant war!! :breitgrins:

Denn Alan war mir wirklich sympathisch und kam für mich als Figur auch viel klarer und deutlicher rüber als Catherine.

Was mir allerdings noch aufgefallen ist: Der Klappentext passt nicht wirklich zum Buch. Das ist ja ein Problem, das bei sehr vielen Büchern besteht, weil die Klappentexte ja manchmal von irgendwem geschrieben werden, der das Buch im schlimmsten Fall noch nicht mal kennt! :entsetzt:
Beim Klappentext hat mich nun vor allem der letzte Satz irritiert:

"Um das Leben ihrer Tochter und das ihres Geliebten zu retten, muß sie [Catherine] die Geheimnisse des Lichts ergründen."

Das Leben ihrer Tochter ist klar, aber da ich den Klappentext immer lese, bevor ich mit dem Buch anfange, habe ich die ganze Zeit nach Elias' Tod auf den neuen Geliebten von Catherine gewartet, und er kam und kam nicht, obwohl das Buch schon fast zu Ende war! :zwinker:

Zitat von: Spoiler zu Catherines Geliebtem

Nur so ganz allmählich habe ich erahnen können, dass mit ihrem Geliebten dann wohl Sir Latimer gemeint sein muss, obwohl der ja letztendlich gar nicht mit ihr zusammen ist, sondern bei seiner Frau bleibt. Das fand ich merkwürdig.


Und unter "die Geheimnisse des Lichts ergründen" hatte ich mir dann auch etwas sehr großes, umfangreiches vorgestellt, aber das kam dann im Buch ja so gut wie gar nicht vor. :confused:

Trotzdem habe ich das Buch gerne gelesen und die Formulierungen sehr genossen!! :klatschen:
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Titus Müller

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Dem Lehrer kündigen?
« Antwort #41 am: 25. Juni 2005, 21:06:21 »

Zitat von: Capesider
Und vor allem finde ich es ganz toll, wie Du mit den Beiträgen und vor allem mit der Kritik an manchen Sachen des Buches umgehst, manch anderer Autor würde sich da schon auf die Zehen getreten fühlen.


Das wäre ja, als würde ich meinem Lehrer kündigen, weil er mir Fehler im Diktat anstreicht. Die Kritik ist wichtig, das ist meine Schule!  :smile:

Danke also nochmal an euch alle fürs Lesen und Loben und Kritisieren. Konnte alles gut nachvollziehen, was ihr geschrieben habt, und lerne daraus für die nächsten Romane.

Hat Spaß gemacht mit euch!  :breitgrins:

Titus
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