
Sturmvogel (ein Shadowrun-Roman) von Markus Heitz
Klappentext:
Zunächst hat Poolitzer die AG Chemie Beiersdorf im Verdacht, sie wolle einen Umweltskandal vertuschen. Als jedoch hochmoderne Sharkskin-Powerboote vom Testgelände einer Werft verschwinden und ein Schiff mit atomarem Sondermüll gekapert wird, argwöhnt der Reporter, dass Terroristen im Ostseeraum ihr Unwesen treiben. Steckt etwa sein alter Widersacher, Staatsanwalt Mathias Fröhlich-Eisner, dahinter? Der charismatische Politiker ist der neue Star der einstmals rechtsradikalen Deutschnationalen Partei, und unter dem Deckmantel der Gesetzestreue und Ordnungsliebe steht er kurz davor, einen grandiosen Wahlsieg zu erringen. Poolitzer lässt sich von diesem scheinbaren Gesinnungswandel nicht täuschen und findet heraus, dass Fröhlich-Eisner in Verbindung mit Aktivisten der Nationalen Aktion steht, die Anschläge mit Massenvernichtungswaffen gegen das Elfenreich Pomorya vorbereiten. Doch der Reporter hat seinen Gegner sträflich unterschätzt...Im Rahmen des SLW 2010 habe ich diesen Roman als Teil meiner Serien-Liste aus der "Shadowrun"-Reihe gelesen, und ich bin froh, dass ich ihn als letztes gewählt habe, denn so konnte ich die Reihe doch noch mit einem guten Nachgeschmack abschließen. Das scheint aber auch unter anderem der Verdienst des Autoren zu sein, denn Heitz' Schreibweise gefiel mir hier überwiegend gut.
Am Anfang stolperte ich oft über solche Schnitzer wie die Verwendung des Wortes "Fanin" (als weiblicher Fan...

), oder geklaute Redewendungen wie zum Beispiel als Absicherung eines Codes das "Passwort Schwertfisch". Da konnte ich oft nur mit den Augen rollen, denn es wirkte mir manchmal zu gezwungen.
Auch, dass hier im Endzeit-Deutschland (im Jahre 2058/2059) die Region Westfalen als sehr rechtsradikal dargestellt wird, wunderte mich (ich stamme aus Westfalen und wohne immer noch im Münsterland, habe ich denn da was verpasst?).
Nichtsdestotrotz war der Faden der Handlung mit Spannung geknüpft, und je weiter der Plot voranschritt, desto mehr ließen die flapsigen Ausrutscher der Schreibweise nach und wurden durch mehr oder weniger guten Zynismus des Hauptcharakters ersetzt.
Bis die Handlung in Gang kam, dauerte es nicht lang, und von da an war ich schon gefesselt.
Dieser Band ist in keiner Weise vergleichbar mit
den anderen vier Büchern der Reihe, die ich bisher gelesen habe. "Sturmvogel" ist zwar auch kein Reißer, aber die Lesezeit habe ich allemal gerne investiert! Und je mehr Zeit vergeht, desto öfter tendiert mein Rezensionsgefühl zu

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