Die Leute kommen nicht mehr nach Hause, um Klamotten zusammenzupacken und der Frau einen Abschiedskuß zu geben.
Die armen Familien.

Häufig ist es auch der Smutje, der diese Aufgabe übernimmt. Das ist nicht mal das dümmste, denn der hat zumindest ein paar rudimentäre Kenntnisse davon, wie man Fleisch und Knochen sägt.
Ich bin
fertig!

Also Bush tat mir ja doch etwas leid mit der Zeit. Ein bisschen hätte Hornblower ja ruhig mal mit ihm plaudern können. Nur so ein klein bisschen, außerhalb des Dienstes. Aber das Lob für seine Arbeit war ja dann endlich mal ein erhellender Moment für Bush. Mal gespannt, ob ich ihm bald als Commander begegne.
Lady Barbara kümmert sich um die Verletzten. Darauf habe ich ja gewartet, denn so habe ich sie eingeschätzt. Ich war aber doch erstaunt, dass Frauen eigentlich keine Verletzten versorgen durften. Irgendwie habe ich mir bisher vorgestellt, das wäre schon immer normal gewesen. Mir würde es aber wie Hornblower gehen und schlecht werden, beim Anblick dieser Operation mit dem Splitter.
Na, aber der Brief mit dem Verbot, einen Hafen anzulaufen, ist ja echt fies, nachdem er gerade die Rebellen aufgehalten hat. Klar, es ist ja überhaupt erst seine Schuld gewesen, dass die Rebellen die Natividad überhaupt besaßen, aber da kann er ja schließlich nichts dafür. Verbündet hin oder her, persönlich damit umzugehen und Mach abzugeben war offensichtlich nicht immer einfach.
Aber gut ausgetrickst hat er sie ja dann. Ganz schön aufwändig, so eine Reparatur eines Schiffes. Allein erst mal die Insel abzusichern! Ich habe die ganze Zeit darauf gewartet, dass die Spanier um die Ecke gesegelt kommen, während das Schiff noch auf der Seite liegt und konnte Honrblowers Erleichterung sehr gut nachempfinden, als er wieder wohlbehalten auf dem wieder seetüchigen Schiff stand. Und dass der Aufenthalt und die Arbeit trotz allem eine Abwechslung für die Mannschaft war, kann ich gut verstehen.
Lady Barbara lobt ihn wegen seiner Leistungen und er denkt gleich daran, dass es eher unrühmlich war, da das Gefecht, wenn auch gewonnen, nicht notwendig gewesen wäre, wenn er vorher von dem Bündnis gewusst hätte und das auch die Admiralität so sehen wird. Sieht er da nicht wieder schwarz? Ich meine, er hat ja nun mal die Befehle befolgt. Für die Umstände kann er ja nichts. Das muss doch auch oben bekannt sein.
Rührend, wie Bush der Lady Hornblowers Charakter beschreibt und sie bittet, ihn abzulenken (das war aber auch fies, was da mit Supremo ablief, auch wenn ich ihn nicht leiden konnte). Und damit hat sie dann tatsächlich Erfolg. Hornblower spricht ab da mit ihr anscheinend so viel wie mit Bush in zehn Jahren nicht.

Das sind richtig schöne und ruhige Momente die gut tun nach der entbehrungsreichen Zeit, sogar ich beim Lesen konnte wieder entspannen. Und natürlich läuft dann alles auf ein Schäferstündchen zu. Aber schade eigentlich... Ich hätte es ihm ja doch gegönnt.
Dieser Band hat mir besonders gut gefallen. Er bot viele und lange Seegefechte, die natürlich auch die brutale Seite sehr deutlich machten, aber damit auch sehr spannend war. Sehr interessant wurden wieder die Aktionen an Bord beschrieben und besonders auch die spannenden Reparaturarbeiten haben mir sehr gut gefallen.
Auch hier wurde man wieder Zeuge der inneren Zerissenheiten und der vielen Grübeleien Hornblowers, was ihn mir auch in diesem Teil wieder ein Stück näher brachte. Gerade seine Menschlichkeit gegenüber seiner Mannschaft trotz aller Härte, die er zeigte, war wieder schön zu beobachten.
Dazu kommt hier noch eine Frau ins Spiel, die zum einen noch einmal neue Regungen bei ihm zeigt und zum anderen auch für einigen Momente zum Schmunzeln sorgte.
Wieder ein ganz tolles Abenteuer, das ich sehr gerne gelesen habe.

Und wieder hat es total viel Spaß gemacht, dich mit dir auszutauschen und Infos von dir zu bekommen, Aldawen!!!
