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Autor Thema: Lossau/Schumacher - Der Elbenschlächter  (Gelesen 1047 mal)

Stormy

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Re: Lossau/Schumacher - Der Elbenschlächter
« Antwort #15 am: 03. Januar 2011, 11:16:38 »

Übrigens, in der Leserunde hat einer der Autoren wohl verraten, dass die Reaktionen der Leser eher in die Richtung gehen: "wurde aber auch Zeit, dass die Elben mal eine aufs Maul bekommen... "  :breitgrins:

Hehe, witzig. Das finde ich eben irgendwie auch, die sind sonst immer so schön und perfekt und so. Da darf man ruhig auch mal etwas anderes aufzeigen.  :breitgrins: Ich finde ja schon den Titel super.
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Seychella

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Re: Lossau/Schumacher - Der Elbenschlächter
« Antwort #16 am: 03. Januar 2011, 17:00:47 »

Übrigens, in der Leserunde hat einer der Autoren wohl verraten, dass die Reaktionen der Leser eher in die Richtung gehen: "wurde aber auch Zeit, dass die Elben mal eine aufs Maul bekommen... "  :breitgrins:

Hehe, witzig. Das finde ich eben irgendwie auch, die sind sonst immer so schön und perfekt und so. Da darf man ruhig auch mal etwas anderes aufzeigen.  :breitgrins: Ich finde ja schon den Titel super.

Schön... Ist Ansichtssache. :elf:
Perfekt... Nee. Lese ich also womöglich die falschen Bücher? Ich denke nicht. Perfekt ist eher langweilig (obwohl ich das ja auch bin, ohne perfekt zu sein).
Das scheint also auf jeden Fall ein Buch für Elbengegner zu sein.
Und ich sag doch, ich hab einen komischen Geschmack - hat sich mal wieder bestätigt. :pueh:
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Stormy

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Re: Lossau/Schumacher - Der Elbenschlächter
« Antwort #17 am: 03. Januar 2011, 17:15:41 »

@Seychella: Nein, ich glaube, sobald/solange sie dir gefallen, liest du die richtigen Bücher. :zwinker: Schätzungsweise hast du einfach eine etwas andere Wahrnehmung. Wenn du sagst, schön ist Ansichtssache, meinst du damit auch, dass du die gängige Beschreibung der Elben (feine Haut, gross, spitze Ohren, zeitlos, usw.) nicht als schön empfindest? Dann ist es natürlich auch spannender "elbenfreundliche" Sachen zu lesen. Meine Ansichten von Schönheit und Perfektionismus machen das langweilig. Ich glaube das kommt sehr auf die eigenen Vorstellungen/Prägungen an.
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Seychella

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Re: Lossau/Schumacher - Der Elbenschlächter
« Antwort #18 am: 03. Januar 2011, 17:28:11 »

Schätzungsweise hast du einfach eine etwas andere Wahrnehmung. Wenn du sagst, schön ist Ansichtssache, meinst du damit auch, dass du die gängige Beschreibung der Elben (feine Haut, gross, spitze Ohren, zeitlos, usw.) nicht als schön empfindest?

Mir ist die Ausstrahlung einfach wichtiger, dadurch wird jemand für mich "schön". Und das ist unabhängig von Größe, Haarfarbe, ... Nur perfekte und schöne Figuren sind für mich oft zu glatt, wirken dadurch auch platt auf mich. Meine Lieblingsfiguren haben kleine Fehler, Schwächen, einen tragischen Hintergrund, eine gewisse Ausstrahlung. Meinen geliebten Spitzohren bin ich ja auch nicht wegen der Schönheit "verfallen", sondern beispielsweise wegen der Naturverbundenheit und Weisheit.
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Stormy

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Re: Lossau/Schumacher - Der Elbenschlächter
« Antwort #19 am: 03. Januar 2011, 17:48:57 »

Ja, grundsätzlich finde ich das auch. Es gibt imo zwei Arten von Schönheit: Die, die du nennst, aufgrund der Ausstrahlung. Und eine flache, rein äusserliche Schönheit, das war's dann aber auch. Bei Elben denke ich immer automatisch an letzteres, deshalb eben, langweilig und mir auch nicht so sympathisch.

Die anderen Aspekte, die du ansprichst, suche ich z.B. in anderen Charakteren/Themen. Gerade deshalb finde ich die Darstellung der Elben als "heruntergekommenes Volk" so interessant.

Oh, ich glaube ich wiederhole mich. Ja, jedem das Seine. :zwinker:
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Miramis

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Re: Lossau/Schumacher - Der Elbenschlächter
« Antwort #20 am: 04. Januar 2011, 13:18:06 »

Um hier nochmal einzuhaken, ihr dürft jetzt aber nicht denken, das Buch handelt in erster Linie von heruntergekommenen Elben. Die Elben sind hier nur Kanonenfutter und haben sehr wenige, eher oberflächliche Auftritte, wenn sie nicht eh schon tot sind.  :breitgrins:

Sehr viel intensiver lernt man den ungehobelten und auf seine Weise doch gewitzten Troll Jorge kennen, neben seinem Meister Hippolit, seines Zeichens Mensch mit einer ausgereiften thaumaturgischen (= magischen, arkanen) Ausbildung und Befähigung. Letzterer hat nur das Pech, dass er trotz seiner über 100 Lebensjahre im Körper eines pubertierenden Albinojünglings feststeckt und ihn deswegen auf den ersten Blick niemand respektiert (außerdem: kein Sex, kein Alkohol.... :breitgrins:)

Die Handlung konzentriert sich viel mehr auf diese beiden Figuren und ihre Ermittlungen als auf unsere schlecht wegkommenden Elben. :zwinker:
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:lesen: Kai Meyer - Die Gebannte

Thomas_R

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Re: Lossau/Schumacher - Der Elbenschlächter
« Antwort #21 am: 15. Januar 2011, 22:05:23 »

Das Buch hatte ich ja seit seinem Erscheinen schon mehrfach in der Hand gehabt. Leider habe ich es damals immer wieder zur Seite gelegt, um andere Bücher zu kaufen.
Dann haben mich aber die Rezis hier am Ende doch überzeugt, dass das Buch auf meiner Wellenlänge liegen könnte.

Der Inhalt wurde ja schon beschrieben, daher spare ich mir weitere Ausführungen. :zwinker:

Die Geschichte selbst, und die Art, wie sie erzählt wird, macht einfach nur Spass.
Man kennt ja schon aus diversen Krimis so manches Ermittlerduo, aber das was die beiden Autoren hier ins Rennen schicken, ist wirklich ungewöhnlich.
Ein alter Thaumaturge der neunten Stufe im Körper eines Jünglings, Hippolit und Jorge, ein Troll bilden eines der ungewöhnlichsten Duos in der Kriminalgeschichte.
Beide sind Ermittler im Dienste der IAIT, des Institutes für angewandte investigative Thaumaturgie. Gemeinsam haben sie schon in der Vergangenheit einige Fälle aufgeklärt.
Gerade weil die Beiden so verschieden sind, ergänzen sie sich hervorragend.
Hippolit, der erfahrene Meiste, meist ruhig und ausgeglichen.
Jorge, im ersten Eindruck nur der große, tumbe Troll, wie man sie aus anderen Fantasybüchern kennt.
Den beiden Autoren gelingt es aber, ihre Figuren auch mal abseits der genreüblichen Klischees zu führen.
So ist Jorge, entgegen dem normalerweise bekannten Trollverhalten, durchaus in der Lage, ebenfalls viel zu den Ermittlungen beizutragen,
auch wenn er im entscheidenden Moment durchaus, und nicht ungerne, die Fäuste schwingen kann.

Aber auch die anderen Figuren und Völker entsprechen nicht unbedingt den genreüblichen Darstellungen.
Auch wenn man in diesem Band nicht viel von ihnen erfährt, gibt das wenige, das man von ihnen lesen kann, Lust auf weitere Bücher in dieser Welt.

Die Sprache der Geschichte selbst ist stellenweise doch recht derb. Auch wenn die Autoren es schaffen, im entscheidenden Moment wieder auf die witzige Schiene umzuschwenken, sollte man als Leser nicht zu empfindlich sein. An manchen Stellen dachte ich bei mir: Hier wäre weniger besser gewesen.
Was mit gut gefallen hat, waren die atmosphärischen Beschreibungen der Stadt Nophelet und der Schauplätze der Geschichte. Hier konnte man sehr schön den Figuren auf ihrem Weg durch die Geschichte folgen. So hockt z.B. der Troll in düsteren Absteigen, in denen er zur Schlussstunde mal eben vier Humpen Bier als Absacker bestellt, oder die beiden Ermittler erholen sich Gandas güldene Sphäre von ihrer anstrengenden Arbeit. Man hat immer das Gefühl, passend zum Stand der Ermittlung am richtigen Ort zu sein.

Die Handlung selbst ist als Krimi an sich nicht sehr komliziert. Einer der Morde geschieht gleich auf den ersten Seiten. Damit ist man gleich mittendrin im Geschehen, langweilige und umständliche Erklärungen werden hier nicht benötigt. Das tut dem Buch gut, auch im weiteren Verlauf sparen sich die Autoren umständliche und langwierige Schilderungen. Der düstere Humor (ganz nach meinem Geschmack) und die sprechenden Schilderungen der Stadt bringen den Handlungsablauf voran, einen langweiligen Abschnitt habe ich nicht gefunden.

Irgendwie erinnerte mich das Buch immer wieder an die Bücher von Scheibenwelt, die in Ank-Morpok spielen.
Die beiden Städte haben viel gemeinsam.

Der Nachfolgeband „Der Orksammler“ liegt schon auf dem SuB.
Ich freue mich schon drauf.

Von mir bekommt das Buch:

4ratten

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:winken:
Gruß
Thomas

"Ich kann mir nichts Angenehmeres vorstellen, als im Alter auf dem Lande nicht allzu weit entfernt von der Stadt zu leben,
meine Lieblingsbücher noch einmal zu lesen und mit Anmerkungen zu versehen."

André Maurois
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Stormy

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Re: Lossau/Schumacher - Der Elbenschlächter
« Antwort #22 am: 19. März 2011, 16:44:03 »

So, nun habe ich dieses doch eher spezielle Buch auch gelesen. Allerdings kann ich mich der Mehrheitsmeinung meiner Vorredner nur bedingt anschliessen. Das Buch ist wirklich witzig, die Idee ist mal etwas anderes, das Ermittlerduo sehr eigen. Auch der Schreibstil hat mir gefallen und spannend ist es zweifelsohne.

Trotzdem habe ich einige negative Kritikpunkte. Witzig ist ja schön und gut, aber man kann durchaus auch zu lustig werden, was dann doch eher lächerlich wirkt. Das ist mir zwar nur bei einer Szene aufgefallen, doch damit hat das Buch angefangen, mich zu nerven. Immer wieder stolperte ich über Passagen, bei denen ich mich fragte "muss das jetzt sein?". Auch Jorge's Trollsprichwörter sind auf Dauer einfach nur nervig. Zu viel. Hippolit ist mir gänzlich unsympathisch, aber das ist ein Detail.

Was mich am meisten gestört hat, war der Schluss. Wenn ich im dritten Kapitel schon eine Vermutung habe, wer der Täter ist und es dann letztlich auch tatsächlich diese Person ist, dann wirkt das alles auf mich sehr gebastelt. Ich hatte die ganze Zeit die Hoffnung, dass es doch noch jemand anders ist, aber nein, das wäre wohl zu viel erwartet gelesen. Ausserdem erscheint mir der Showdown sehr standardmässig, ich gehe sogar soweit, zu sagen, dass er alles kaputt macht. Ein bisschen mehr Einfallsreichtum hätte ich mir schon erhofft. Das gilt im Übrigen auch sonst, da ich mir bei vielen Szenen einfach nicht sicher bin, ob es bewusste Anspielungen sind oder die Inspiration dafür einfach zusammengeklaut wurde. Da bin ich aber zurückhaltend, weil wie gesagt, könnte das auch beabsichtigt sein.

Also mit bestem Willen, mehr als 3ratten kann ich nicht geben. Aber diese drei sind schon wohlverdient.
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Leen

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Re: Lossau/Schumacher - Der Elbenschlächter
« Antwort #23 am: 13. November 2011, 16:01:16 »




Kurzbeschreibung (Amazon)

In den Straßen Nophelets, der Hauptstadt des Königreichs Sdoom, werden in rascher Folge die Leichen von fünf Elbenjünglingen gefunden. Als bekannt wird, dass die Opfer auf magischem Wege ihres gesamten Bluts beraubt wurden, bricht Unruhe unter der Bevölkerung aus. Ein Fall für das IAIT, das Institut für angewandte investigative Thaumaturgie, das sich der Aufklärung magischer Verbrechen verschrieben hat. Seine besten Mitarbeiter, Meister Hippolit und der Troll Jorge, werden ausgeschickt, um dem mysteriösen Elbenschlächter auf die Spur zu kommen. Die Entdeckungen, die sie dabei machen, überraschen jedoch sogar die beiden erfahrenen Ermittler ...


Inhalt:

In den dunklen Gassen einer großen Stadt werden Elbenlustknaben ermordet und ihres Blutes beraubt. Klar, dass der Verdacht auf die Vampyren fällt, die sich schließlich von Blut ernähren. Doch ist es der kühle Kopf von Hippolit und die Kraft und ausschlaggebenden Methoden von Jorge, die am Ende den wahren Täter entblößen.


Fazit:

Mir wurde das Buch empfohlen wegen der M/M-Inhalte und weil ich gerne Fantasy lese, aber meine Abneigung gegenüber Krimis kam hier doch mehr zum Tragen, so dass das Lesen für mich mehr eine Qual war als eine Freude. Zwar war es schön, mal andere Facetten zu lesen als die typischen Klischees gegenüber Fantasy-Völker, aber der kriminalistische Aspekt war zu stark um das wirklich zu genießen.
Dazu fehlte es auch an einer Karte, Glossar oder sonstiges, was die vielen fremden Begriffe erträglicher gemacht hätte. Ich hatte beim Lesen das Gefühl, dass das Buch Teil einer Reihe sei und da eben irgendwo in der Mitte.
Das Ende war leider gar nicht wirklich überraschend und in meinen Augen viel zu langwierig, wurde ja sonst nicht viel herumgedruckst.


Bewertung:

Ideen und Umsetzung: 3ratten
persönliches Empfinden: 2ratten

ergo 2ratten für ein gutes Buch, welches aber nicht meinem Geschmack entsprach
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Anyu

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Re: Lossau/Schumacher - Der Elbenschlächter
« Antwort #24 am: 11. Januar 2012, 23:08:19 »

So, ich bin dann auch durch das Buch durch, und mich hat einiges daran begeistern können.
Der Stil in dem es geschrieben ist hat mir gut gefallen, und ich hab mich nicht nur einmal so hinein gelesen, dass ich meine Tram-/Busstation verpasst hab.
Auch die Geschichte war gut, ich für meinen Teil hab bis zur Auflösung gebraucht um heraus zu bekommen, wer der Mörder ist, und würde es gerade nochmal lesen, nur um zu prüfen, ob das wirklich so gut versteckt war, oder ich nur einfach zu blöd die Hinweise zu verstehen.

Was die Charaktere Hippolit und Jorge angeht - beide sind eigen, haben ihre Ticks (und einige davon haben mich schnell genervt) aber sind, alles in allem liebenswert und in ihrem Zusammenspiel passen sie besser zusammen, als im ersten Moment gedacht.

Meine Wertung:  3ratten :marypipeshalbeprivatmaus:
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