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Autor Thema: Oliver Plaschka - Fairwater oder Die Spiegel des Herrn Bartholomew  (Gelesen 1458 mal)

Aldawen

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Re: Oliver Plaschka - Fairwater oder Die Spiegel des Herrn Bartholomew
« Antwort #30 am: 28. Oktober 2010, 16:27:28 »

Mir schwirrt jedenfalls der Kopf und die Leserunde bringt nur noch mehr Ideen und wenig Lösungen   :rollen:  :breitgrins:

Das glaube ich, und ich kann nur sagen:

Daran wird sich bis zum Ende nichts ändern, und ob es sich danach ändern, ist auch schwer zu bezweifeln.  :zwinker:
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Kinywa ni jumba la maneno.
Der Mund ist der Palast der Worte. – Sprichwort aus Ostafrika

Miramis

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Re: Oliver Plaschka - Fairwater oder Die Spiegel des Herrn Bartholomew
« Antwort #31 am: 29. Oktober 2010, 07:58:47 »

Ich wollte mal erwähnt haben, dass es mir sehr viel Vergnügen macht, hier bei euch reinzuspicken!  :breitgrins:

Viel Spaß noch beim Rätselraten  :winken:
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:lesen: Kai Meyer - Die Gebannte

Myriel

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Re: Oliver Plaschka - Fairwater oder Die Spiegel des Herrn Bartholomew
« Antwort #32 am: 29. Oktober 2010, 20:58:04 »

Hallo zusammen,

ich habe mittlerweile bis zum Zwischenspiel gelesen und verliere langsam aber sich den Spaß an der Lektüre.  :sauer:  Rätsel und Ungereimtheiten sind ja schön und gut, aber wenn ich nach über der Hälfte des Buches noch nicht im Ansatz weiß, wohin die Reise gehen soll bzw. wie das Gesamtbild des Puzzles aussieht, dann ist das für mich zu viel des Guten. Ich werde aber auf alle Fälle weiter lesen in der Hoffnung, dass doch noch etwas Licht ins Dunkel kommt.

4. Kapitel:
Jasemy war mir sympathisch, trotz dem er sich von der Welt total abgeschottet hatte. Als seine Prinzessin vom Himmel fiel, hat sie etwas Licht in sein Leben mitgebracht. Mit ihrem Strahlen erinnert sie mich ein bisschen an Yvaine aus "Der Sternwanderer", was ihr bei mir Pluspunkte eingebracht hat. Aber warum hat sie kein Spiegelbild?
Die Alien ist ohne Spiegelbild, dass muss etwas bedeuten, angesichts der Wichtigkeit von Spiegeln in Fairwater. Auf diese Weise wäre sie vor den Einflüssen von Bartholomews Spiegeln sicher
Oder sie sind der fehlende Gegenpart zu dem, was in den Spiegeln ist? Wie zwei Seiten einer Medaille.

Die Zahl 7 scheint ja wichtig zu sein, Stella schläft jeweils 7 Jahre, diese geheimnisvolle Schönheit schläft 7 Tage... Ob das wohl mit dem Spruch zu tun hat, dass man 7 Jahre Unglück hat, wenn man einen Spiegel zerbricht?
Als ich das jetzt nochmal las, hat sich mir ein anderer Gedanke aufgedrängt: Was, wenn Stellas 7 Jahre Schlaf der Preis waren, den sie dafür gezahlt hat, den Spiegel zerbrochen zu haben?

Die Regendunklen Aliens - sind sie identisch mit den 3 Buchstaben-Männern in ihren Regenmänteln?
Ich habe die Vermutung, dass sie identisch sind. Jasemy wird von einem der Regendunklen in den Arm gestochen, genau wie Gloria. Können die Regendunklen ihr Erscheinungsbild an die Erwartungshaltung ihres Gegenüber anpassen, so dass sie Gloria wie Dreibuchstabenmännern vorkamen und gegenüber Jasemys Prinzessin gaben sie ihre wahre Erscheinung preis?

Das Zwischenspiel fand ich ganz nett, aber die Verbindung zur eigentlichen Geschichte haben mir hier total gefehlt. Um was für ein Wesen es sich handelte, konnte ich überhaupt nicht erkennen. Auf einen Kater wäre ich in keinem Fall gekommen.

LG Myriel
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illy

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Re: Oliver Plaschka - Fairwater oder Die Spiegel des Herrn Bartholomew
« Antwort #33 am: 30. Oktober 2010, 17:22:49 »

Kapitel 5

"Du würdest mir die Sterne herabholen?" [sagt das Mädchen (Stella?). Und er antwortet mit einem Tonfall] aus dem jeder Fusel gewichen war."Mierda. Das würde ich sicherlich nicht tun."

Die Gefahr aus dem Weltraum ist zumindest diesem Mann (Sam, der alte Trinker?) bereits im Jahr 1969 sehr bewusst.

"Ich öffne dir die Tür zu den Sternen" lautet die Nachricht von Andersens Vater an ihn und das ist wörtlich zu verstehen, denn kann Andersen dann nicht mit besagter Melodie für Sam und seine "Schwester" tatsächlich den Weg zum Mond bahnen?

Hier ist die Leserunde drüben extrem hilfreich, um mit den ganzen namenlos bleibenden Personen zurecht zu kommen.
Ich mag aber die Stimmung, das magische an diesem Kapitel und auch das Kühle, welches diese Magie hier ausstrahlt. Sie erinnert mich an das Silber des Sternenschiffs aus dem Kapitel zuvor.
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illy

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Re: Oliver Plaschka - Fairwater oder Die Spiegel des Herrn Bartholomew
« Antwort #34 am: 31. Oktober 2010, 19:05:09 »

Kapitel 6

Stella, Lucia, Lars, Alice und Marvin - zwischen ihnen gibt es regelmäßige Zusammentreffen und sie und ein paar andere treffen dann am Ende des Kapitels im Zoo zusammen

Das Einhorn ist also tabu (für die Regendunklen) "Heiliger Boden, meine Blume" (-> das ist aus Highlander   :bang: ) - weil es wirklich auf gesegnetem Boden steht? - aber wieso interessieren sich "böse Aliens" für Tabus, die auf christlichem Glauben beruhen?

Ich fand die Bezeichnung "Harfner" für Marvin sehr interessant, dass erinnert mich an keltische Barden als Verbindung zur Anderwelt.

Alles scheint bereit für die Reise nach Schedir, die Gestrandeten, die Bettler, die nicht in unsere Welt passen und Stella ist zwar nicht wirklich die Anführerrin, aber der Leitstern.
« Letzte Änderung: 01. November 2010, 09:14:55 von illy »
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Myriel

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Re: Oliver Plaschka - Fairwater oder Die Spiegel des Herrn Bartholomew
« Antwort #35 am: 31. Oktober 2010, 21:32:54 »

Ich habe das Buch gestern Nachmittag in einem "Gewaltmarsch" durchgelesen, damit ich mich ruhigen Gewissens anderen Büchern widmen kann.

Wirkliche Erleuchtung gab es bis zuletzt nicht, was mich ziemlich stört. So ganz und gar in der Luft hängen gelassen zu werden irritiert mich total. Zum Glück hat das Personenverzeichnis und die Zeittafel wenigstens einige Fragezeichen geklärt und den Rahmen der Geschichten aufgedeckt. Meiner Meinung nach sollte das aber die eigentliche Geschichte übernehmen und nicht solche Anhänge.

Wenn ich nicht aufgrund von Plaschkas "Die Magier von Montparnasse" wüsste, dass er auch verständlichere Bücher schreiben kann, wäre er damit von meinem Radar verschwunden. So aber werde ich ihm mit gehörigem Abstand nochmal eine Chance geben, "Der Kristallpalast" reizt mich inhaltlich schon. Erstmal muss aber der Ausflug nach Fairwater verdaut werden.

LG Myriel  :winken:
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illy

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Re: Oliver Plaschka - Fairwater oder Die Spiegel des Herrn Bartholomew
« Antwort #36 am: 01. November 2010, 12:55:33 »

Kapitel 7 (1. Hälfte bis Fairwater Asylum)

Wir erfahren endlich etwas zu den Ursprüngen der ganzen Geschichte, was damals in den 70ern geschah. Am interessantesten fand ich Ayna, die anscheinend eine besondere Beziehung zum Regen hat. Ist sie ein halber Regendunkler und wenn sie sich "öffnet" erkennt der Regen sie und folgt ihr? - oder ist sie von Geburt an eine Waffe gegen sie? Ist das Lifelightwerk tatsächlich eine Art Maschine, die eine Verbindung zu den Sternen herstellen kann.
Der Kater taucht auch wieder auf, er gehört zu Ayna und Lysander erdenkt die Geschichte von Marvins Selbstmord - ist Lysander der Katalysator, der durch seine Gedanken alles mögliche wahr werden lässt? Seine Ankündigung den König zu töten trifft auch mit dem Angriff auf Cosmo zusammen.
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Re: Oliver Plaschka - Fairwater oder Die Spiegel des Herrn Bartholomew
« Antwort #37 am: 01. November 2010, 15:26:29 »

Ich habe das Buch gestern auch beendet und mir geht es ähnlich wie Myriel.

Bis zum 6. Kapitel fand ich das Buch ganz toll und auch sehr spannend, das 7. Kapitel hat mich dann nur noch verwirrt und verärgert. Ich hätte gern ein paar Fragen klar und deutlich beantwortet gehabt, aber jetzt hab ich das Ende gelesen und bin noch verwirrter als vorher. Das Personenregister und die Zeittafel helfen wirklich ein bisschen, aber so richtige Aufklärung bringen sie auch nicht.

Bei "Die Magier von Montparnasse" hatte man bis kurz vorm Ende ja auch mehr Fragen als Antworten, es wurde aber alles zufriedenstellend aufgeklärt, deshalb habe ich hier auch noch auf ein richtiges Ende gewartet. Aber das kam leider nicht.

Prinzipiell hat mir das Buch aber trotzdem gut gefallen. Ich werde bei Gelegenheit mal noch den Rest der Leserunde drüben nachlesen, vielleicht hilft das etwas.
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Re: Oliver Plaschka - Fairwater oder Die Spiegel des Herrn Bartholomew
« Antwort #38 am: 02. November 2010, 20:29:31 »

FERTIG

und ehrlich gesagt bleiben mir am Ende zu viele Fragen offen. Ich habe nichts dagegen, wenn ein Buch mir nicht alles erklärt, aber hier hatte ich das Gefühl mit wahren und gelogenen Erklärungen überschüttet worden zu sein und da "meine" Geschichte heraus zusammenbauen zu müssen, ist dann wieder nichts, was ich mag. 
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Breña

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Re: Oliver Plaschka - Fairwater oder Die Spiegel des Herrn Bartholomew
« Antwort #39 am: 03. November 2010, 15:02:37 »

Hallo zusammen,

ich bilde anscheinend die Nachhut, wenn ich mir anschaue, wer das Buch schon alles beendet hat. Ich komme allerdings nur langsam voran, da ich Fairwater nur lese, wenn ich ausreichend Ruhe und Zeit habe, damit mir ja kein Detail entgeht. ;)

Gelesen habe ich nun das fünfte Kapitel. Obwohl ich mich sehr stark konzentrieren musste, fand ich die Stimmung wieder sehr poetisch, nur die längeren im Konjunktiv gehaltenen Parts haben mir nicht gefallen. Ich hatte den Eindruck, dass hier viele Stränge verknüpft werden, ohne dass Namen genannt werden oder eindeutige Zuordnungen stattfinden. Ich mag es, mir als Leser ein Buch selbst erarbeiten zu müssen, auch wenn Oliver dies bei Fairwater mehr als ausreizt, und auch wenn sich (noch) keine Auflösung abzeichnet, gefällt mir das Buch sehr.

Ich habe gerade schon den Abschnitt drüben in der Leserunde gelesen und halte mich deswegen kurz mit meinen Spekulationen. Neue Erkenntnisse habe ich wohl kaum und bevor ich nur wiederhole, lese ich lieber weiter. Nur zwei Dinge: Zum einen zu den Hallen von Navylyn - hier musste ich stark an die alten Ray Harryhausen-Filme denken, die griechische Mythen zur Grundlage hatten. Unter anderem hatten dort die Götter auf dem Olymp von jedem Menschen (oder Halbgott) eine Figur, mit deren Hilfe sie deren Schicksale lenken konnten.
Und zum anderen hatte ich gar nicht wirklich den Eindruck, dass Andersens Geigenspiel die Zuhörer abgestoßen hat. Mir kam es eher so vor, als ob der Zirkusdirektor und Mister Flood, die ja irgendwie mit der Sekte in Verbindung stehen, ihm das weiß machen wollten. War ihnen seine Magie suspekt? Er bedankt sich bevor er geht für ihre Hilfe und Obhut, ich vermute aber, dass diese "Bosse" nicht aus Nächstenliebe gehandelt haben, sondern um Andersen im Blick zu haben.

Zu guter Letzt habe ich ein Problem, für dieses Kapitel eine Lesart zu finden, die eine realistische Erklärung liefert. Bisher funktionierte das, aber alleine die Mondsteine schließen Halluzinationen oder Wahnvorstellungen oder ähnliches aus. Wenden sich die Ereignisse nun gänzlich zum Fantastischen?

Viele Grüße
Breña
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Re: Oliver Plaschka - Fairwater oder Die Spiegel des Herrn Bartholomew
« Antwort #40 am: 04. November 2010, 12:03:26 »

Das sechste Kapitel ist gelesen und hatte es wieder in sich, allerdings sind für mich auch manche Puzzleteile an ihren Ort gefallen bzw. manches ist mir erst richtig bewusst geworden. Trotzdem brauche ich jetzt ein kleines Brainstorming:

Stella, die Prinzessin von Shedir, versammelt ihren Hofstaat um sich. Dieser besteht aus Menschen, die bereits in Berührung mit der Gegenwelt waren und in "unserer" Gesellschaft keinen Platz mehr finden, also zu Bettlern und Obdachlosen wurden. Nicht der Mond, sondern tatsächlich Shedir ist ihre wahre Heimat. Gejagt werden sie von den Regendunklen, den Spiegelwesen - haben diese sie auch aus der Heimat vertrieben? Ihren König, Cosmo van Bergen, haben sie bereits aufgespürt und getötet, genauso werden die anderen Opfer zu den Flüchtlingen gehört haben. Wofür stand/ steht Lifelight in diesem Zusammenhang? Oder ist der Zusammenhang nur ein zufälliger, da die Fabrik ja von Cosmo nur übernommen, nicht gegründet worden war. Schlüpfen die Flüchtlinge also in menschliche Körper und existieren somit parallel zum menschlichen Geist, daher diese Problematik sich selbst zu finden, die gespaltenen Persönlichkeiten und der starke Drogenmissbrauch? Also das, was in einer Lesart die Erklärung liefert, sind in der anderen nur Symptome? Alice muss in diesem Zusammenhang nicht tot sein, lediglich ihr außerweltliches Ich ist von den Regendunklen gefunden worden. Wurde sie zur Verräterin? Ihr Verhalten im Einhorn war mir suspekt. Wie passen Lysander und Bartholomew in diese Konstellation, von den beiden haben wir schon lange nichts mehr gehört. Ach, und die Kette, wie kam die in Stellas Besitz? Da ich nicht glaube, dass sie ein Eigenleben hat, muss sie jemand bei Stella hinterlegt haben - Freund oder Feind? Oder war sie die ganze Zeit bei ihr, nur wusste sie es nicht, so wie auch der Anhänger für sie keinen Sinn ergeben hat, solange sie sich nicht an sich selbst erinnerte? Zumindest scheint sie eine Rolle bei der Heimreise zu spielen, ein weiteres Hilfsmittel. Und nicht nur der Alte Zoo ist ein besonderer Ort, auch das Einhorn, da es Schutz vor den Regendunklen bietet. Das wird aber bestimmt nicht an der christlichen Weihe liegen, von der Mort erzählt hat ... ;)

:schwitz:

Was mich ein wenig aus der Stimmung der Geschichte gerissen hat, war der Weihnachtsmarkt. Die Beschreibung war ohne Frage gut, aber kennen die Amis sowas?
Ganz grandios war dieses Bild mit den Kreidekästchen.

Viele Grüße
Breña
« Letzte Änderung: 04. November 2010, 12:06:48 von Breña »
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Re: Oliver Plaschka - Fairwater oder Die Spiegel des Herrn Bartholomew
« Antwort #41 am: 05. November 2010, 13:48:59 »

Ich habe das Gefühl, dass sich die Versatzstücke in meinem Kopf richtig zusammenfügen wollen, dabei aber an unsichtbare Grenzen stoßen. Für einige Dinge habe ich mir eine Lesart zurechtgelegt (die sich leider schwer in Worte fassen lässt, zumindest nicht, ohne den halben Tag zu formulieren), bei anderen hoffe ich auf weitere Informationen auf den verbleibenden Seiten. Und ich finde es vollkommen in Ordnung, keine umfassende Erklärung zu bekommen, denn das würde wahrscheinlich den Zauber des Buches für mich zerstören. Zum Glück war ich vorgewarnt, dass ich dies gar nicht erst erwarten darf - und nun wehre mich unterbewusst gegen eine vollständige Auflösung. ;)

Ich lege nochmal eine kurze Brainstorming-Pause ein, analog zur Leserunde drüben habe ich bis Seite 390 gelesen.

Ich hatte den Eindruck, dass in diesem Leseabschnitt bestimmte Personenkonstellationen und Lebensläufe fast beiläufig erklärt und verortet werden, Vermutungen werden quasi in einem Nebensatz bestätigt oder negiert. Die Geburtstagsparty fand ich aufschlußreich, auch wenn mit Ayna eine weitere Person ins Spiel kommt. Phil konnte ich erst nicht zuordnen, aber kurzes Blättern entarvt ihn als Freund von Jasemy bzw. JP. JP scheint nur für Lysander anwesend zu sein, ein Hinweis darauf, das diese Aussage nicht ganz stimmt: Die Tür in Lysanders Verstand war geschlossen; jeder war, wer er sein sollte. (S. 346) Oder ist es vollkommen in Ordnung, multiple Persönlichkeiten zu haben, solange sie sich benehmen? ;) Auf jeden Fall spricht Lysander als JP mit Stella, was sie so verstört, dass sie alleine die Party verlässt, was zum Unfall führt. Und durch die Abkürzung der fünf anderen Jugendlichen über das Lifelight-Gelände werden einige weitere Dinge ins Rollen gebracht. Lysander und Ayna gelangen auf den Mond, das Fabrikgelände verfügt also ebenfalls über besondere Magie. Durch den Sturz und diesen "Ausflug" verändert sich Lysander. Schade, dass wir nichts über die Zeit bei den van Bergens erfahren - moment, das müsste schon vor der Party gewesen sein, nicht erst danach, richtig?

Kopfzerbrechen bereitet mir die Frau in der Brennkammer. Sie ist Stellas Mutter und somit auch Sams "Schwester", doch wie kommt sie in den Reaktor? Strandet sie dort, als sie von ihrer zweiten Reise zum Mond zurückkehrt? Wenn das so ist, muss sie wirklich einen hohen Preis zahlen für ihren Wunsch nach Gewissheit. Andererseits klärt sich so auch, wie sie auf Cosmo traf. Marvin fehlte auf der Party, er taucht nur als Andeutung in Lysanders Theaterstück auf. Dafür kommt Herr Bartholomew wieder ins Spiel, nämlich als Aynas Arbeitgeber. Sie stellt einen Spiegel auf dem Dachboden auf, sind wir vielleicht ihrem Spiegelbild bereits begegnet? Weshalb gelangt sie in den Besitz der Kette? Sie weist einige Gemeinsamkeiten mit Stellas Mutter auf, unter anderem hört sie irgendwann auf zu sprechen und hat Probleme zu glauben. Ihre Fähigkeit Regen herbei zu lachen gefällt mir, schon allein, weil sie damit zweimal sich und Lysander rettet.

und Lysander erdenkt die Geschichte von Marvins Selbstmord - ist Lysander der Katalysator, der durch seine Gedanken alles mögliche wahr werden lässt? Seine Ankündigung den König zu töten trifft auch mit dem Angriff auf Cosmo zusammen.

In die Richtung habe ich auch schon überlegt. Lysander ist offensichtlich eine wichtige Figur, aber ich hoffe nicht, dass wir uns nur in seinen Wahnvorstellungen und Fantasien befinden.

Viele Grüße
Breña
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Re: Oliver Plaschka - Fairwater oder Die Spiegel des Herrn Bartholomew
« Antwort #42 am: 06. November 2010, 15:01:41 »

Hallo ihr,

letzte Nacht habe ich das Buch beendet und bin nach wie vor begeistert. Schade, dass es für euch nicht funktioniert hat! Ich werde sicherlich in den nächsten Tagen noch ein wenig über die Zusammenhänge grübeln und irgendwann eine zweite Lektüre in Angriff nehmen. Ich freue mich jetzt schon darauf, Querverbindungen zu entdecken, die mir jetzt entgangen sind. ;)

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