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Autor Thema: Natasha Solomons - Wie Mr. Rosenblum in England sein Glück fand  (Gelesen 539 mal)

mondy

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Inhalt
Jakob Rosenblum flieht zusammen mit seiner Frau Sarah und ihrer gemeinsamen Tochter Elizabeth nach England, gerade noch rechtzeitig, bevor das Naziregime die Grenzen schließt. Als Jakob englischen Boden betritt, nimmt er sich vor, ein durch und durch perfekter Engländer zu werden. Dazu erstellt er sich eine To-Do-Liste, die er von nun an unermüdlich abarbeitet. Jahrzehnte später fehlt ihm nur noch ein Punkt: Mitglied in einem Golfclub sein. Als Jude und Exil-Deutscher wird er überall abgelehnt. Doch Jack Rosenblum lässt sich von solchen Kleinigkeiten nicht aufhalten. Er beschließt kurzerhand, einen eigenen Golfclub zu gründen.

Erster Satz
Am Abend und in der Nacht ist es bewölkt und trüb, mit gelegentlichen Schauern.

Meine Meinung
"Eine anrührende und überraschende Lektüre, die glückliche Leser hinterlässt" ... so steht es im Klappentext.
Anrührend ist die Geschichte auf jeden Fall. Jack und Sarah fliehen nach England, während Sarahs Familie in Deutschland zurückbleiben muss. Man kann sich vorstellen, was zu Zeiten des Naziregimes mit den zurückgebliebenen Juden passiert. Von nun an trennen sich die Wege von Jack und Sarah, zumindest geistig. Während Jack sich auf Biegen und Brechen den Engländern anpassen will, lebt Sarah ausschließlich in der Vergangenheit und träumt von ihren Kindertagen. Beide Personen verfallen in ein Extrem, welches ihrer Beziehung und ihrem Leben nicht gut tut. Dieser Teil der Handlung bringt ein gewisses Maß an Traurigkeit mit sich, weswegen ich der Aussage, dass das Buch besonders witzig sei, widersprechen würde.
Ich muss gestehen, dass ich manchmal von Sarahs Verhaltensweise genervt war. Sie trauert ununterbrochen um ihre zerstörte Vergangenheit und lebt nie im Jetzt und Hier. Verständnis für solche Leute aufzubringen, fällt mir immer etwas schwer, obwohl ich Sarah ein bisschen verstehen kann. Mit einem Mann wie Jack hat man es wahrscheinlich nicht leicht.
Er lebt nur für seine Liste, die ihn zu einem perfekten Engländer machen soll. Darüber versucht er verzweifelt, seine Herkunft, seine Religion und seine Individualität zu vergessen. Würde ihm das gelingen, wäre das Buch für die Tonne, so aber ist es ein richtig charmantes Werk geworden. Man erlebt mit, wie Jack vom Außenseiter zu einer integrierten Person wird, ohne dass er sein Wesen ablegen müsste. Er und Sarah finden ihr Glück in Dorset und dieser Weg ist so schön beschrieben, dass ich am Schluss fast weinen musste. Ja, das Buch macht glücklich!
Allerdings mit einer Einschränkung: Man muss offen sein für kitschige Wendungen in der Handlung, Essen und natürlich Englands Schönheit. Das Dorf, in dem sich der Hauptteil der Handlung abspielt, und seine Einwohner werden so wunderbar beschrieben, dass ich am liebsten sofort ins Auto gestiegen und dorthin gefahren wäre. Es tauchen allerlei skurrile Gestalten auf, wie z.B. der Dorfsäufer Curtis, der aber ein gutes Herz hat, oder das Wollschwein, welches mysteriöserweise erst auftaucht, wenn man schon fünf Pints Cider intus hat.
Noch eins: Man sollte sich nicht von dem langweiligen Wort "Golfclub" abschrecken lassen. Zwar dreht sich Jacks Leben fast ausschließlich um diesen Club, aber es wird weder mit unverständlichen Fachwörtern um sich geschmissen noch werden seitenlange Golftuniere wiedergegeben. Es bewegt sich alles im angenehmen Bereich.
Was mir noch besonders gut an dem Buch gefallen hat, ist zum einen die Aufmachung (wunderschönes Cover und süße, altmodische "Innenausstattung") und Solomons Schreibstil. Sie beschreibt sehr detailliert die Natur, aber mir wurde dabei nie langweilig (was echt was heißen mag). Vielmehr schwelgte ich in der Blumenpracht und im Gezwitscher der Vögel.
Wer England liebt, für den ist das Buch fast schon ein Muss. Wer England nicht liebt, wird es spätestens nach dieser Lektüre tun.

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« Letzte Änderung: 19. Oktober 2010, 05:59:13 von mondy »
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bibse

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Re: Natasha Solomons - Wie Mr. Rosenblum in England sein Glück fand
« Antwort #1 am: 08. Oktober 2010, 12:28:50 »

Ein Buch darüber, wie jemand eine Liste abarbeitet, dass müsste hier doch eigentlich auf Interessenten stoßen, oder?

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Bettina

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Re: Natasha Solomons - Wie Mr. Rosenblum in England sein Glück fand
« Antwort #2 am: 08. November 2010, 17:11:32 »

Ein Buch darüber, wie jemand eine Liste abarbeitet, dass müsste hier doch eigentlich auf Interessenten stoßen, oder?

 :breitgrins: Müsste es wohl...

mondy hat für das Buch übrigens auch den richtigen Avatar, da Maulwürfshügel im Buch eine grosse Rolle spielen.

Ich lese das Buch gerade und finde, wie mondy auch, den Klappentext etwas verfälschend. Witzig ist das Buch nämlich gar nicht so sehr. Es wird herzlicher ab etwa der Mitte, ansonsten aber spielt Solomons für meine Begriffe stark mit plakativen Mitteln, um eine ganz persönliche Einsamkeit darzustellen. Sarah lebt fast nur noch für die Vergangenheit und Jack versucht dieselbe auf Biegen und Brechen zu überpinseln. Das kann nicht gut gehen und ich vermute - ca. ein Drittel vor Schluss - dass das Buch viel mehr als eine Geschichte erzählen soll.
« Letzte Änderung: 08. November 2010, 17:15:29 von Bettina »
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Bettina

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Re: Natasha Solomons - Wie Mr. Rosenblum in England sein Glück fand
« Antwort #3 am: 09. November 2010, 13:48:48 »

So, jetzt kommt auch mein Senf :zwinker:

Jack Maurice Rosenblum erhält nach seiner Ankunft in England wie alle anderen einen kleinen Ratgeber: Neu in England: Nützliche Informationen und freundliche Anleitung für jeden Flüchtling. Was von den Initiatoren vermutlich als Dreingabe gedacht war, um die Flüchtlinge möglichst höflich zur Unauffälligkeit anzuhalten, wird für Rosenblum zur Anleitung, ein Engländer durch und durch zu werden. Akribisch hält er sich an jede Regel, erweitert den Fundus stetig und schafft es, bis auf einen Punkt alle zu erfüllen. Die Golfclubs nämlich wollen ihn nicht. Für Juden gibt es zwar spezielle jüdische Golfclubs und ein Freund Rosenblums ist dort auch glücklich und zufrieden - für Rosenblum selbst aber ist das keine Lösung. Er beginnt, deshalb einen eigenen Platz zu bauen und lässt sich auch von einem wühlenden Wollschwein nicht aufhalten.

Ein sehr schön aufgemachtes Buch, very british, wie es sich Jack Rosenblum vermutlich gewünscht hätte: Englische Rosen als Dekoration auf dem Vorsatzblatt, altrosa Buchrücken aus Leinen mit silberner Prägung und blumige Titelgestaltung mit passenden Schriften.
"Absolut charmant und sehr witzig" war eines der Urteile, die ich vorab über das Buch gelesen habe. Ein wenig verfälschend, wie ich nach der Lektüre finde. Denn die Charaktere von Jack und seiner Frau Sarah sind bisweilen etwas nervig und übertrieben geraten. Jack auf der einen Seite will unbedingt ein anderer werden als der, der er ist. Er will die Vergangenheit überpinseln, nicht mehr gelten lassen und merkt gar nicht, dass er sich seiner Frau damit immer weiter entfremdet. Sarah auf der anderen Seite nämlich trägt schwer an ihrem Familienschicksal und wird von Jacks Turbo in Sachen Vergessen und Verdrängen in die Einsamkeit gepfercht. Sarahs geliebter Bruder Emil und ihre Mutter bekamen keine Ausreisegenehmigung, mussten in Berlin bleiben und starben vermutlich in einem Konzentrationslager. Es gibt eine Szene, in der Sarah den Tod ihrer Mutter spürt und ab diesem Zeitpunkt wird das Zusammenleben mit dem umtriebigen Jack für sie besonders schwer.

"Eine anrührende und überraschende Lektüre, die glückliche Leser hinterlässt" war ein anderer Kommentar, den ich zuvor schon kannte. Das Etikett "anrührend" sollte dranbleiben. Zumindest Sarah rührte mich mit ihrer Einsamkeit und Trauer sehr, wenn ich ihren dauerhaften Gedenkzustand aber auch nicht ganz nachvollziehen kann. Jack dagegen berührte mich kaum; seine Hartnäckigkeit in Ehren, nervte mich der Typ aber mehr als dass ich ihn irgendwie sympathisch fand. Was weder Sarah noch Jack über weite Strecken des Buchs begriffen hatten, war, dass zum Finden einer neuen Heimat der private Kontakt zu den Einheimischen kommen muss. Jack versucht sich lediglich wenig erfolgversprechend im englischen Landadel.
Die meisten Dorfbewohner bleiben für beide lange Fremde. Auch, wenn Jack sich mit dem Dorftrinker anfreundet und einige Männer aus dem Dorf beim Bau des Golfplatzes beschäftigt, scheint er sie erst spät als Freunde oder mindestens gute Bekannte zu begreifen. Dabei wird sich herausstellen, dass die Leute von Pursebury Ash den Rosenblums gar nicht böse wollen. "Im Gegensatz zu Mrs. Hintons Schwester konnte Mrs. Rose-in-Bloom nichts für ihre Vergangenheit..." befindet Lavender Basset irgendwann und in Pursebury Ash hätten die Rosenblums viel eher ein echtes Zuhause finden können. Wenn sie gewollt hätten. Aber, wie gesagt, der eine war mit Vergessen beschäftigt, der andere mit Erinnern. Keiner so richtig mit dem Jetzt.

Ich bleibe insofern als glückliche Leserin zurück, weil ich zu Ende gelesen habe. Das Buch war flüssig und gut zu lesen, bot immer wieder schöne Beschreibungen der Natur, die Jack und Sarah gleichermaßen liebten, endet rund, versöhnt und herzlich; es bleibt nur dieses kleine "aber", weil es mich nicht allzu sehr vom Hocker gerissen hat.

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Natasha Solomons - Wie Mr. Rosenblum in England sein Glück fand
« Antwort #4 am: 05. Januar 2011, 10:46:33 »



Autorin: Natasha Solomons
Titel: Wie Mr. Rosenblum in England sein Glück fand
Originaltitel: Mr. Rosenblum's List (2010, Hodder & Stoughton Limited)
Erschienen]: 9/2010 Kindler-Verlag
Seiten: 382

Klappentext:
Von dem Moment an, als Jack Rosenblum 1937 in Harwich von Bord geht, fasst er einen Entschluss: als deutscher ude, der mit seiner Frau aus Berlin fliehen konnte, möchte er so schnell wie möglich ein echter Engländer werden. Und so erstellt er eine Liste: einen leicht verständlichen Führer durch die Sitten und Gebräuche Englands. Fünfzehn Jahre später hat Jack viel erreicht. Nur einen Punkt auf seiner Liste konnte er noch nicht abhaken: er ist noch nicht Mitglied in einem englischen Golfclub. und da ihn niemand aufnehmen will, beschließt er, selbst einen Golfplatz zu bauen. Also schleift er seine Frau Sarah in das Herz der englischen Contryside, nach Dorset. Doch hier, im Land der Borstenschweine, Glockenblumen und des Apfelweins scheint die schwierigste Aufgabe noch vor ihnen zu liegen...


Mein Leseeindruck:
Jack und Sarah Rosenblum, die als vertriebene Juden England mit ihrer kleinen Tochter Elizabeth und mal gerade 20 Pfund betreten und sich im Laufe der Jahre zu einem der angesehensten Fabrikanten entwickeln in der Teppichbranche, gehen als Ehepaar nicht immer konform in ihrer Absichten und Entscheidungen. Jack, den die Broschüre, die alle Flüchtlinge in die Hand bekommen haben, um so unauffällig wie möglich unter das englische Volk gemischt zu werden, gar nicht mehr loslässt, sondern auch Jahre später mehr und mehr fasziniert, dabei durch viele weitere Punkte ergänzt, die seiner Meinung nach ein unauffälliges Verhalten" sicherstellen, und wahrscheinlich späterhin englischer ist als so mancher Engländer selbst, wird allerdings bei all seinen Bemühungen unauffällig" zu bleiben, an eine besonders schwere Grenze seiner Akzeptanz gebracht: er kann sich nicht damit abfinden, in keinem englischen Golfclub aufgenommen zu werden, und das, wo er doch so redlich von der ersten Minute an darum bemüht war, zumindest nach außen hin wie ein echter Engländer zu wirken, der selbstredend auch irgendwann Jaguar fährt. Also sucht Jack einen Flecken Erde außerhalb Londons und beginnt, seinen eigenen Golfclub zu errichten, was sich allerdings schwieriger und aufwändiger gestaltet, als er sich je hat erträumen lassen. Neben der Bewährungsprobe für seine Ehe spielt dann auch noch das gefürchtete Wollschwein eine nicht unerhebliche Rolle, das trotz allen Furchteinflößens aber der Sage nach auch Wünsche erfüllen soll, wenn das Herz voller reiner Liebe ist.
Ich war von diesem Buch von Anfang an begeistert und es gehört zu den wenigen, bei denen ich mit Überzeugung sage, dass ich es kaum aus der Hand legen wollte. Die Autorin Natasha Solomons versteht es auf zeitweise so nüchterne und dann wieder emotionale Weise in die Charaktere der Protagonisten einzutauchen und kann deren Befindlichkeiten, Haltungen, Einstellungen so authentisch widerspiegeln, dass irgendwo kein Zweifel mehr bleibt, dass die Autorin hier einen wundervollen Roman geschrieben hat, der nicht nur reiner Fantasie entspricht. Sadie Jones, Autorin des Buches Der Außenseiter" kommentiert >>>Wie Mr. Rosenblum in England sein Glück fand<<< mit den Worten: >>>Eine anrührende und überraschende Lektüre, die glückliche Leser hinterlässt.<<< - Genau das! Mich hat dieser Roman von der ersten Zeile an berührt und am Schluss als glücklichen Leser zurückgelassen. Mir hat die Lebensgeschichte der Familie Rosenblum unglaublich gut gefallen, egal ob der Inhalt reiner Fantasie einer wundervollen Autorin entspricht oder eingesprenkelt ist mit authentischen Anteilen, lesenswert ist dieses Buch allemal. Was mir besonders gut gefallen hat: zum einen keinen übertrieben emotionalen Szenen, zum anderen gelang es der Autorin perfekt, in kurzen Sätzen die Empfindungen eines Menschen, projiziert auf eine bestimmte Situation, wiederzugeben. Wie ein blinder Passagier auf dieser Reise der Rosenblums mitzureisen, war einfach herrlich und am Ende steht die Lüftung der Frage aller Fragen: ist Jacks Herz voller reiner Liebe, damit auch sein Wunsch erfüllt wird?

Für mich eines der schönsten Bücher 2010.

Viel Spaß beim Lesen!
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tina

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Re: Natasha Solomons - Wie Mr. Rosenblum in England sein Glück fand
« Antwort #5 am: 27. Februar 2011, 23:03:10 »

Ich lese gerade dieses Buch und es ist eines der Bücher die ich immer wieder unterbreche, aber nicht weil es mir nicht gefällt, sondern weil ich weiß, dass ich traurig bin, wenn ich die letzte Seite gelesen habe, weil es dann zu Ende ist.
Ich hätte nie gedacht, dass mir bei der Beschreibung, wie eine jüdische Frau einen Baumkuchen backt und ihn dann mit den Frauen aus dem Dorf teil, die Tränen kommen.
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tina

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Re: Natasha Solomons - Wie Mr. Rosenblum in England sein Glück fand
« Antwort #6 am: 03. März 2011, 15:56:44 »

Natasha Solomons – Wie Mr. Rosenblum in England sein Glück fand


OT: Mr. Rosenblum’s List
OA: 2010
384 Seiten
ISBN: 9783463405780

Inhalt:

In dem Moment, als Jack Rosenblum 1937 in Hartwich von Bord geht, fasst er einen Entschluss: Als deutscher Jude, der mit seiner Frau aus Berlin fliehen konnte, möchte er so schnell wie möglich ein echter Engländer werden. Und so erstellt er eine Liste: einen leicht verständlichen Führer durch die Sitten und Gebräuche Englands. Fünfzehn Jahre später hat Jack viel erreicht. Nur einen Punkt auf seiner Liste konnte er noch nicht abhaken: Er ist noch nicht Mitglied in einem englischen Golfclub. Und da ihn niemand aufnehmen will, beschließt er, selbst einen Golfplatz zu bauen. Also schleift er seine Frau Sarah in das Herz der englischen Countryside, nach Dorset. Doch hier, im Land der Borstenschweine, Glockenblumen und des Apfelweins, scheint die schwierigste Aufgabe noch vor ihnen zu liegen.
(Quelle Amazon)

Eigene Meinung:

Die Geschichte des Mr. Rosenblum, welcher versucht ein durch und durch waschechter Engländer zu werden, ist trotz ihrer tragischen Hintergrundes, nicht nur melancholisch sondern auch herzerwärmend und humorvoll.
Die Autorin besitzt das Talent in diesem Buch Themen, wie eine verlorene Heimat, einen kompletten Neuanfang und eine fast zerstörte Ehe, mit viel Sensibilität und sogar Humor zu beschreiben, ohne dass jemals einer dieser Protagonisten auch nur ansatzweise lächerlich wirkt, ebenso wie die skurrilen Charaktere des Dorfes in Dorset.
Auch ihre Liebe zu ihrem Land und insbesondere zu der ländlichen Gegend Dorsets, ist in sehr schöne Worte gefasst, welche eine anmutende Szenerie vor dem eigenen Auge entstehen lassen.
Niemals jedoch ist dieses Buch kitschig.
Es erzählt lediglich eine Geschichte von Liebe, Verlust und Mut wie auch von der Willensstärke seine Träume in die Tat umzusetzen, unabhängig von der Meinung Anderer.
Es ist eines der Bücher, welche man langsam liest um zu vermeiden, dass sie zu schnell zu Ende sind.

 5ratten und ein definitiver  :tipp:

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bibse

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Re: Natasha Solomons - Wie Mr. Rosenblum in England sein Glück fand
« Antwort #7 am: 23. Mai 2012, 14:00:20 »

Ich reihe mich dann mal eher bei Bettina ein. Ich habe das Buch nach 30 Seiten abgebrochen, da mir Mr. Rosenblum absolut unsympathisch war. Ich kam mit der Art, wie er seine Frau behandelt zurecht und außerdem hatte ich eigentlich erwartet, dass er in dem Buch noch mehr Punkte der Liste abarbeiten würde.

Vielleicht tue ich dem Buch unrecht, ich hatte mich eigentlich sehr auf die Lektüre gefreut. Und ich habe das Buch, dass ich danach angefangen habe auch abgebrochen, vielleicht lag es auch an mir und ich gebe dem Buch noch eine Chance :zwinker:.

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