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Autor Thema: Lucie Flebbe - Hämatom  (Gelesen 295 mal)

Aeria

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Lucie Flebbe - Hämatom
« am: 02. Oktober 2010, 14:56:44 »



"Hämatom" von Lucie Flebbe

Inhalt:

Lila Ziegler hat ihren Freund, den Privatdetektiv Ben Danner verlassen und steht nun ohne Geld und Bleibe da. Um den Trennungsschmerz zu betäuben greift sie zu Alkohol, Drogen und Sex. Nach einigen Wochen aber geht sie freiwillig ins Krankenhaus zur Entgiftung. Im Krankenhaus fällt ihr am Handgelenk einer Putzfrau ein blauer Fleck auf, die Putzfrau selbst ist am nächsten Tag tot. Lila stellt fest, dass die Untersuchung des Falles noch besser gegen Liebeskummer hilft als Sex und Drogen und stürzt sich in die Ermittlungen.

Meine Meinung:

In diesem Buch geht es wieder um Lila Ziegler, die Heldin aus "Der 13. Brief".
Ich fand den Roman sehr unterhaltsam und hatte ihn an nur einem Tag gelesen. Der Kriminalfall ist recht spannend und Lilas Abenteuer und Schwindeleien sind immer wieder für einen Schmunzler gut. Zwar erahnt man den Täter schon recht füh, aber das tut dem Lesespaß keinen Abbruch.

Die Kritik ist eigentlich dieselbe wie im ersten Band: Lila ist zu perfekt. In diesem Buch spielt sie mit ihren 20 Jahren eine Endzwanzigerin mit Berufserfahrung. Und jeder kauft es ihr ab.

Fazit: Gute Unterhaltung, aber nicht sehr anspruchsvoll. Für trübe Herbstabende einfach perfekt.

4ratten

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Aeria
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Wenn schon Edward, dann Rochester!

apassionata

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Re: Lucie Flebbe - Hämatom
« Antwort #1 am: 24. Oktober 2010, 15:00:53 »

Hallo zusammen.
Nach der autorenbegleiteten Leserunde möchte ich doch auch noch meine Meinung hier kund tun.

Zum Buch:
Die junge Lila Ziegler ist gerade völlig durchgeknallt. Schuld daran ist ein heftiger Liebeskummer der sie in einen Sumpf aus Drogen, Sex und Alkoholexzesse ganz weit mit nach unten zieht. Nur ganz knapp kriegt sie die Kurve und landet zur Entziehung im Krankenhaus. Noch während sie sich erholt bricht die junge Janna von der Putzkolonne grundlos vor ihr zusammen und stirbt an Herzversagen. Lilas Detektivinstinkt ist sofort geweckt...

Meine Meinung:
Kurz, knackig, spannend und auch überraschend...
Es ist der 2. Band nach "Der 13. Brief" welchen ich selbst noch nicht gelesen habe und daher mit gutem Gewissen behaupten kann, dass sich "Hämatom" auch wunderbar als Einzelroman lesen lässt. Schon auf den ersten Seiten hatte es mir die Protagonistin Lila Ziegler mit ihrer überaus spontanen, etwas durchgeknallten Art auf positivste Weise angetan. Listig und unerschrocken nimmt sie in diesem Roman die Spur nach dem Hintergrund des Todes der jungen Janna auf und stößt dabei auf eine Vielzahl von Verstrickungen und Ungereimtheiten. Ihre Art und wie sie die Dinge angeht kamen stets spritzig und amüsant bei mir herüber. Kurz und knackig geschrieben flogen die Seiten einfach so an mir vorbei und garantierten immer wieder ein Schmunzeln. Dabei hat mir die ganz leicht überspitzte Beschreibung des Krankenhausalltags sehr gut gefallen.  Aber auch der Plot selbst hatte es in sich, und so konnte mich so manche Wendung überraschen, um zum Schluss noch einmal in einem letzten sehr spannenden Bogen diesen kriminalistischen Fall abzurunden und durchaus stimmig zu enden. Dass ich mir gleich darauf den 1. Band besorgt habe spricht dann wohl für sich. Denn Lila konnte mich einfach begeistern.
Locker, leichter Krimi-Spaß für zwischendurch.

 4ratten

Grüssle
        Marion  :winken:   
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Heimfinderin

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Re: Lucie Flebbe - Hämatom
« Antwort #2 am: 29. Oktober 2010, 21:09:48 »

Klappentext
Lila Ziegler macht mal wieder keine halben Sachen. Nachdem sie zwei Wochen daran gearbeitet hat, ihren Beziehungsschmerz zu betäuben, begibt sie sich in eine Klinik zur Entgiftung. Dort wird sie Zeugin, wie eine junge Putzfrau an einem Herzinfarkt stirbt. War das tatsächlich ein natürlicher Tod? Dreist bewirbt sich Lila auf die freigewordene Stelle und erhält ein sehr widersprüchliches Bild von der Verstorbenen: liebevolle Mutter oder nymphomanisches Flittchen? Hilfsbereite Kollegin oder herrschsüchtige Zicke? Als Privatdetektiv Ben Danner in der Klinik auftaucht, muss sich Lila endlich ihren Gefühlen stellen – und erfährt von einem handfesten Motiv für einen Mord …

 
Meine Meinung
Nachdem ich mich schon sehr mit dem ersten Teil der Reihe „Der 13. Brief“ amüsiert hatte, habe ich sehr auf den Folgeband gefreut. Und auch dieser Krimi hat mir wieder sehr viel Spaß gemacht.

Tief in ihren Schmerz versunken, bekommt Lila zum Glück noch mal  die Kurve und wir können sie wieder bei neuen Ermittlungen begleiten. Gewohnt vorlaut und frech lässt sie sich nicht davon abbringen, ihrer Spürnase zu folgen und nimmt mutig auch schlagkräftige und sogar hüllenlose Hürden.

Ganz stark finde ich auch hier wieder die Figuren. Nicht nur Lila, auch allen anderen Charaktere bis hin zur letzten Putzfrau der Putzkolonne, sind liebevoll und sehr lebendig gezeichnet. Dabei hatte ich die putzwütige Kollegin genauso deutlich vor Augen wie den schmierigen Chef.

Eine etwas überspitze Darstellung des Krankenhausalltags mit viel Situationskomik, spritzigen und witzigen Dialogen, die aber trotzdem den Ernst der Personalproblematik deutlich machte, ließ mich oft auflachen. Gleichzeitig machte es sehr viel Spaß, die vielen Puzzleteile, die die Autorin verstreute, zu sammeln und sich damit immer wieder neue Verdächtige und Motive zu überlegen. So blieb es bis zum Ende spannend und überraschend.

Natürlich wurde auch die hintergründige Beziehungsgeschichte zwischen Lila und Danner nicht vergessen und weitergeführt. Die beiden sind mir einfach sympathisch und ich bin sehr gespannt, wie es  mit ihnen weitergeht. Einfach sicher nicht!

Temporeich und locker wird die Geschichte in der Ich-Form erzählt und man bekommt somit alle Gedanken Lilas mit, was es leicht macht, mit ihr  mitzufühlen aber natürlich auch viel Spaß bringt, wenn sie über den Sinn und Unsinn ihrer Umgebung und der Mitmenschen darin nachdenkt.

 4ratten

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LIEBE GRÜßE
HEIMFINDERIN

Spatzi79

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Re: Lucie Flebbe - Hämatom
« Antwort #3 am: 10. Dezember 2011, 16:14:59 »

Mir hat der zweite Band um Lila Ziegler nicht ganz so gut gefallen wie der erste.
Danner hat mir gefehlt, der hatte seinen Auftritt ja erst recht spät und Lilas Ausfälle gerade am Anfang des Buches fand ich ziemlich erschreckend. Dass sie nicht ganz so tough ist, wie versucht rüberzukommen, wurde ja schon im ersten Band angedeutet, aber am Anfang dieser Geschichte ist sie wirklich ziemlich labil und das wegen einer Geschichte (wie ja später aufgeklärt wird), die das nun wirklich nicht rechtfertigt.

Ich bin trotzdem gespannt wie das weitergeht!
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Sookie

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Re: Lucie Flebbe - Hämatom
« Antwort #4 am: 10. Dezember 2011, 16:33:17 »

Mir hat Danner hier auch extrem gefehlt. Das war es nämlich eigentlich, was mir am ersten Band am besten gefallen hat: Das hin und her zwischen ihm und Lila. Und seine ruppige Art. Lila ist toll und ich mag sie wirklich gerne, aber sie macht meiner Meinung nach nur ungefähr 50% des Buches aus, oder besser gesagt, sie ist nur dann wirklich genial, wenn sie Danner als Gegenpart hat.

Ansonsten hat mir das Buch aber gut gefallen, bis auf die Tatsache, dass es viel zu kurz war. :klatschen:

@Spatzi: Ja, da hat mir Lila auch teilweise Angst gemacht. Ob es aber übertrieben war oder nicht, weiß ich nicht... Sie hat ja auch eine ziemlich schlimme Kindheit hinter sich.
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Spatzi79

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Re: Lucie Flebbe - Hämatom
« Antwort #5 am: 10. Dezember 2011, 17:55:29 »

Lila ist toll und ich mag sie wirklich gerne, aber sie macht meiner Meinung nach nur ungefähr 50% des Buches aus, oder besser gesagt, sie ist nur dann wirklich genial, wenn sie Danner als Gegenpart hat.

Genau, das Zusammenspiel der beiden (und dann noch Molle aus Ruhepol dazwischen) hatte mir in Band 1 auch sehr gut gefallen und hier eben stark gefehlt!

Zitat
Ja, da hat mir Lila auch teilweise Angst gemacht. Ob es aber übertrieben war oder nicht, weiß ich nicht... Sie hat ja auch eine ziemlich schlimme Kindheit hinter sich.
Es war ja auch im ersten Band schon ab und an mal die Rede von ihren vielen Kerlen, aber diesen Hang zur Selbstzerstörung hatte ich dort nicht so stark empfunden. Hier hat sie sich anfangs ja beinahe umgebracht!

und
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