KlappentextLila Ziegler macht mal wieder keine halben Sachen. Nachdem sie zwei Wochen daran gearbeitet hat, ihren Beziehungsschmerz zu betäuben, begibt sie sich in eine Klinik zur Entgiftung. Dort wird sie Zeugin, wie eine junge Putzfrau an einem Herzinfarkt stirbt. War das tatsächlich ein natürlicher Tod? Dreist bewirbt sich Lila auf die freigewordene Stelle und erhält ein sehr widersprüchliches Bild von der Verstorbenen: liebevolle Mutter oder nymphomanisches Flittchen? Hilfsbereite Kollegin oder herrschsüchtige Zicke? Als Privatdetektiv Ben Danner in der Klinik auftaucht, muss sich Lila endlich ihren Gefühlen stellen – und erfährt von einem handfesten Motiv für einen Mord …
Meine MeinungNachdem ich mich schon sehr mit dem ersten Teil der Reihe „Der 13. Brief“ amüsiert hatte, habe ich sehr auf den Folgeband gefreut. Und auch dieser Krimi hat mir wieder sehr viel Spaß gemacht.
Tief in ihren Schmerz versunken, bekommt Lila zum Glück noch mal die Kurve und wir können sie wieder bei neuen Ermittlungen begleiten. Gewohnt vorlaut und frech lässt sie sich nicht davon abbringen, ihrer Spürnase zu folgen und nimmt mutig auch schlagkräftige und sogar hüllenlose Hürden.
Ganz stark finde ich auch hier wieder die Figuren. Nicht nur Lila, auch allen anderen Charaktere bis hin zur letzten Putzfrau der Putzkolonne, sind liebevoll und sehr lebendig gezeichnet. Dabei hatte ich die putzwütige Kollegin genauso deutlich vor Augen wie den schmierigen Chef.
Eine etwas überspitze Darstellung des Krankenhausalltags mit viel Situationskomik, spritzigen und witzigen Dialogen, die aber trotzdem den Ernst der Personalproblematik deutlich machte, ließ mich oft auflachen. Gleichzeitig machte es sehr viel Spaß, die vielen Puzzleteile, die die Autorin verstreute, zu sammeln und sich damit immer wieder neue Verdächtige und Motive zu überlegen. So blieb es bis zum Ende spannend und überraschend.
Natürlich wurde auch die hintergründige Beziehungsgeschichte zwischen Lila und Danner nicht vergessen und weitergeführt. Die beiden sind mir einfach sympathisch und ich bin sehr gespannt, wie es mit ihnen weitergeht. Einfach sicher nicht!
Temporeich und locker wird die Geschichte in der Ich-Form erzählt und man bekommt somit alle Gedanken Lilas mit, was es leicht macht, mit ihr mitzufühlen aber natürlich auch viel Spaß bringt, wenn sie über den Sinn und Unsinn ihrer Umgebung und der Mitmenschen darin nachdenkt.
