

Originaltitel: Jim Hawkins and the Curse of Treasue Island
Die Schatzinsel selber habe ich nie gelesen, ich kenne nur diverse Verfilmungen, am besten kann ich mich allerdings an die Muppets-Verfilmung erinnern. Dieses Buch spielt 10 Jahre nach Jims Reise, er hat den Gasthof seiner Mutter vom Schatz renoviert, ein bisschen Land gekauft und ist erfolgreich und ziemlich zufrieden als Wirt. Dann trifft er eine geheimnisvolle Frau, die nach einem der Piraten sucht, die damals auf der Insel zurückgelassen wurden und so kehrt Jim noch einmal zur Schatzinsel zurück.
Mein Hauptkritikpunkt an diesem Buch ist die Hauptfigur: manchmal kommt mir Jim reichlich naiv und blöd vor - war er das als Junge auch schon? Irgendwann beginnt er, einem reichlich auf die Nerven zugehen, vor allem weil er gleichzeitig immer ziemlich prahlend (wenn auch unter falscher Bescheidenheit versteckt) von sich spricht.
Nach rund 100 der insgesamt ca. 350 Seiten hatte ich mir eine (für eine Seifenoper geeignete) Theorie für die geheimnisvolle Frau und ihre Absichten und den Grund, warum sie verfolgt wird zurechtgelegt und ich war leider nicht sonderlich überrascht als meine Vermutung sich am Ende als hundertprozentig zutreffend erwies. Noch dazu war die Geschichte nicht unbedingt in allen Punkten schlüssig.
Stilistisch fand ich das Buch allerdings durchaus gelungen, die Sprache passte wunderbar zum Original. Trotzdem glaube ich, nicht einmal als Schatzinsel-Fan hätte es wegen zusätzlicher Pluspunkte für das Wiedertreffen der alten Bekannten eine wirklich gute Bewertung abbekommen. Wenn einem langweilig ist und man nichts anderes zu lesen hat, ist es schon okay, aber Besitzern einer gewissen Menge anderer ungelesener Bücher, empfehle ich dann eines davon - dieses muß man nicht gelesen haben.
