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Autor Thema: John Banville - Caliban  (Gelesen 332 mal)

illy

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John Banville - Caliban
« am: 19. September 2010, 13:07:24 »


Originaltitel: Shroud

„Lügen ist mein zweite, nein, meine erste Natur.“ Axel Vander ist ein Mann, der sich schon vor Jahrzehnten eine neue Identität geschaffen hat. Der Jude aus Antwerpen, der den Nazis entkam, nahm die Identität eines toten Freundes an, floh nach England und machte später Karriere als Literaturwissenschaftler in Amerika. Doch nun erreicht ihn der Brief einer jungen Frau, die sein Geheimnis zu kennen scheint. In Turin kommt es schließlich zu einem schicksalhaften Treffen der beiden.

Ich hatte bereits ein Buch von Banville gelesen, was mir nicht sonderlich gut gefiel, aber der Klappentext dieses Buches klang gut genug um einen zweiten Versuch zu wagen. Die Geschichte, wegen der ich das Buch lesen wollte, wird irgendwo in der Mitte der insgesamt 300 Seiten auf vielleicht 70 Seiten kurz heruntergerasselt. Der Protagonist ist ein unsympathischer alter Mann von einer aggressiven Körperlichkeit. Szenen, in denen er bewusst laut furzt und Aussagen wie „als meine Frau beim Gehen Kacketropfen verlor, wusste ich, es war Zeit, dass sie aus dem Haus kam“ (nur noch(!) unsympathischer formuliert) machten das Buch ziemlich unlesbar für mich.

Ich musste mich durch Caliban hindurch zwingen (und zumindest genug lesen, um  das hier zu schreiben). Wäre es kein SUB-Listen-Wettbewerb-Buch gewesen, hätte ich bereits nach 30 Seiten abgebrochen. Bücher über ichbezogene, übermäßig an Körperfunktionen interessierte, alte Männer liegen mir absolut nicht, da werde ich richtiggehend aggressiv gegenüber dem (Ich-)Erzähler.
Einen dritten Versuch wird es nicht mehr geben, das war mein letztes Buch von Banville.

1ratten
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Ein Buch, das man liebt, darf man nicht leihen, sondern muss es besitzen.  (Friedrich Nietzsche)

Aldawen

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Re: John Banville - Caliban
« Antwort #1 am: 19. September 2010, 13:21:32 »

Bücher über ichbezogene, übermäßig an Körperfunktionen interessierte, alte Männer liegen mir absolut nicht, da werde ich richtiggehend aggressiv gegenüber dem (Ich-)Erzähler.

Das kann ich nur zu gut verstehen, das geht mir genauso. Ergo werde ich mir mal eine geistige Notiz machen, daß ich um dieses Buch einen weiten Bogen schlage, falls es mir mal über den Weg zu laufen droht ...

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Kinywa ni jumba la maneno.
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Valentine

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Re: John Banville - Caliban
« Antwort #2 am: 19. September 2010, 17:00:43 »

Wie beruhigend. Ich habe mich vor einigen Jahren mal an einem anderen Banville-Buch versucht und bin kläglich am Stil gescheitert, dachte aber, ich bin zu doof, um das Buch zu verstehen, weil ich recht viele positive Meinungen dazu gehört hatte.

Und die zitierte Stelle ist ja echt widerlich ...
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