
Sauerei, jetzt hat der Computer meinen Beitrag gefressen und ich habe keine Lust, ihn noch einmal zu schreiben.
Gestern abend habe ich das Buch endlich auch zu Ende gelesen. Überrascht hat mich die Selbstmordauflösung nicht; so etwas hatte ich schon im 3. Abschnitt vermutet und die Zeichen wurden immer deutlicher. Die Verkomplizierung durch den Mord an Gustavo hat mir weniger gut gefallen. Mir erschien es als ein literarischer Trick der Autorin, um Virginias Familie endgültig dazu zu zwingen, die Cascadas zu verlassen.
Allerdings passt es schon, denn Gustavos Selbstmordgründe erschienen mir im Gespräch davor doch etwas unzureichend und er schien mir wirklich nicht die Persönlichkeit dazu, so einen Ausweg aus einer eigentlich gar nicht vorhandenen Klemme zu wählen. Außerdem meine ich, irgendwo gelesen zu haben, dass Piñeiro dieses Buch nach wirklichen Geschehnissen schrieb. Aber trotzdem - so ganz stellt mich das nicht zufrieden.
Immerhin gibt dieser Abschnitt Auskunft darüber, wie die Familie von Virginias Immobilienmaklerei leben konnte. Es gab einen sehr hohen Umsatz innerhalb der Bevölkerung; viele Familien hatten schon vor der Wirtschaftskrise 01 finanzielle Probleme, die sie zum Verkauf zwangen, während andere Neureiche nachkamen.
Ob die 4 schließlich zur Polizei gehen ist meiner Meinung nach fraglich. Je nachdem, an wen sie dort gelangen, wie enge Beziehungen derjenige zu Bewohnern der Cascadas hat, könnte die Aussage von vorneherein nicht richtig ernst genommen werden, oder der Filmbeweis schnell verschwinden. Ein Besuch bei der Versicherung wäre da sicher sicherer.
Klar ist aber zumindest für mich, dass sie die Community endgültig verlassen. Ronie würde vielleicht nichts dagegen haben, dort weiter zu bleiben, aber Virginia ist, wie Bettina schon schrieb, doch zu viel an der Meinung ihres Sohnes gelegen, der garantiert nicht tun will, als sei nichts geschehen.