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Autor Thema: Richard D. Precht - Wer bin ich und wenn ja, wie viele?  (Gelesen 392 mal)

foenig

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Richard D. Precht - Wer bin ich und wenn ja, wie viele?
« am: 02. September 2010, 07:54:39 »

Wer bin ich und wenn ja, wie viele?
Richard David Precht



Kurzbeschreibung (von Amazon):
„Fragen zu stellen ist eine Fähigkeit, die man nie verlernen sollte.“ (Richard David Precht)
Eine faszinierende Reise in die Welt der Philosophie – Richard David Prechts Buch bietet Antworten auf die großen Fragen des Lebens.
Was ist Wahrheit? Woher weiß ich, wer ich bin? Warum soll ich gut sein?
Bücher über Philosophie gibt es viele. Doch Richard David Prechts Buch „Wer bin ich?“ ist anders als alle anderen Einführungen. Niemand zuvor hat den Leser so kenntnisreich und kompetent und zugleich so spielerisch und elegant an die großen philosophischen Fragen des Lebens herangeführt. Ein einzigartiger Pfad durch die schier unüberschaubare Fülle unseres Wissens über den Menschen. Von der Hirnforschung über die Psychologie zur Philosophie bringt Precht uns dabei auf den allerneusten Stand. Wie ein Puzzle setzt sich das erstaunliche Bild zusammen, das die Wissenschaften heute vom Menschen zeichnen. Eine aufregende Entdeckungsreise zu uns selbst: Klug, humorvoll und unterhaltsam!
• Eine ebenso kompetente wie spielerische Annäherung an die großen philosophischen Fragen
• Ein Buch, das die Lust am Denken weckt!

Meine Meinung:
Ich versuche mal mit den positiven Aspekten anzufangen... Ganz witzig fand ich die Anekdoten, die meist zu Beginn eines Kapitels über die jeweiligen Philosophen erzählt wurden. Ich finde zwar das es eher zum unnützen Wissen gehört, aber es hat mich trotzdem amüsiert.
Außerdem befindet sich am Ende des Buches passend zu den einzelnen Kapiteln sortiert ein Literaturverzeichnis. Somit ist die Suche nach weiterführender Literatur einfacher.
Ansonsten konnte mich das Buch leider kaum überzeugen. Die einzelnen Kapitel sind recht kurz und durch die vorangestellten Anekdoten bleibt noch weniger Platz für das eigentliche Thema, so dass dem Buch jegliche Tiefe fehlt. Die meisten Themen werden nur angekratzt.
Mir hat sich beim Lesen das Gefühl aufgedrängt, dass es ein recht unprofessionelles Buch ist. Leider habe ich nicht genug Wissen zum Thema der Philosophie (sonst hätte ich das Buch ja auch gar nicht gelesen), aber ich hatte oft das Gefühl, dass Precht die einzelnen Thesen der Philosophen zu sehr kürzt, so dass sie sogar verfälscht dargestellt sein könnten.
Ich würde das Buch jedenfalls nicht weiterempfehlen!

Mein Fazit: Aufgrund der Leserunde ausgelesen, aber keinen Nutzen daraus gezogen      1ratten
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Wendy

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Re: Richard D. Precht - Wer bin ich und wenn ja, wie viele?
« Antwort #1 am: 12. Januar 2011, 08:57:25 »

Hallihallo!

Dann will ich mal diesen Tag zum Anlass nehmen, um etwas mehr Gleichgewicht in diesem doch recht leeren Thread zu schaffen. Mir hat das Buch nämlich, nach einigen Anfangsschwierigkeiten, doch sehr gut gefallen.

Meine Meinung:
In drei große Teile unterteilt - "Was kann ich wissen?" "Was soll ich tun?" und "Was darf ich hoffen?" - bespricht der Autor verschiedenste philosophische Strömungen und den Stand der Hirnforschung, um diese Fragen so weit wie möglich zu beantworten und die Leserschaft selbst zum Nachdenken und Hinterfragen anzuregen.
Zu Beginn jedes Kapitels findet man eine nette Anekdote aus dem Leben des passenden Philosophen. So werden manche als mürrische Männer, die grantig in ihrer Wohnung Pfeife rauchen dargestellt, andere als Poker spielende Lebemenschen gezeichnet, aber stets zumindest ein Bild von Philosophen geschaffen, das es mir persönlich schon viel sympathischer machte, über die Philosophie und die Werke dieser Menschen nachzudenken.

Im ersten Teil wird noch viel über "alte" Philosophen geschwafelt und mich hat dabei eigentlich nur geärgert , dass - wie foenig schon meint - die meisten Themen nur angekratzt werden. Da hätte man viel mehr in die Tiefe gehen können, denn gerade als ich anfing Interesse an einem speziellen Philosophen oder einer Idee zu zeigen, war das Kapitel zu Ende.
Im zweiten Teil wird es jedoch spannender. Während mir die Kapitel über Vegetarier und Tierrechte weniger gefallen haben (nicht, weil ich gegen Tierschutz wäre, du liebe Zeit :entsetzt:, sondern weil sie nicht besonders gut strukturiert waren), war ich schwer begeistert von den Kapiteln über Genmanipulation und Hirnforschung. Was es da alles gibt und was mir bisher nicht oder nur teilweise bewusst war, ist wirklich faszinierend. Auch hier werden die Themen zwar nur angeschnitten, aber das Literaturverzeichnis am Ende regt dazu an, zu den Kapiteln, die man am spannendsten fand, weiterführende Lektüre zu finden.  :breitgrins: Was genau das ist, was ich tun werde.
Sehr gefreut habe ich mich, dass Paul Ekman und seine Mikro- und Makroexpressionen, die universell sind und Emotionen ausdrücken, erwähnt wurden, da ich gerade sein Buch "Gefühle lesen - Emotionen erkennen" gelesen (und für sehr gut befunden) habe.
Der dritte Teil hat mir wieder weniger gefallen, aber auch hier gab es einen schönen Über- bzw. Einblick in die Philosophie. Insgesamt war ich sehr zufrieden mit dem Buch, da Kapitel, die weniger spannend waren, ebenso kurz waren, wie die, die mich anregen konnten.

4ratten

Liebe Grüße,
Wendy
« Letzte Änderung: 13. Januar 2011, 14:46:30 von Wendy »
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Bücherdiebin

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Re: Richard D. Precht - Wer bin ich und wenn ja, wie viele?
« Antwort #2 am: 30. Januar 2012, 20:12:56 »

Durch den Thread "Welche Bücher liegen auf Eurem SaB (und warum) ?" bin ich mal wieder auf Precht gestoßen und dachte mir, dass ich gemäß meiner Ratlosigkeit, ob ein gewisses Buch von mir jemals weitergelesen wird, das Buch hier im Forum suchen gehe.

Ein Buch aus meinem SaB, bei dem ich mir absolut nicht sicher bin, ob ich es je wieder aufgreifen werde, ist "Wer bin ich und wenn ja, wie viele?" von Richard David Precht. Was darin in den ersten 60 Seiten steht, kenne ich schon von allerhand anderen Quellen, unter anderem von "Ich - wie wir uns selbst erfinden" von Werner Siefert und Christian Weber, wenn mich jetzt nicht alles ganz täuscht. Prechts Buch erscheint mir wie ein buntes Sammelsurium von allem anderen. Aber keine Ahnung, ob sich später im Buch dann neue Ideen und auch seine eigenen Interpretationen finden?

Die beiden Rezensionen mit auseinandergehenden Fazits haben mich allerdings etwas im Dunkeln gelassen.  :vader: ^^
Wie ist das denn nun, kann ich mit Recht davon ausgehen, dass Precht auch in den folgenden Seiten nur solches in Form von heiteren aber nicht sehr tiefgreifenden Anekdoten beschreiben wird, was man auch in anderen Büchern lesen könnte?
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Wie wenig du gelesen hast, wie wenig du kennst - aber vom Zufall des Gelesenen hängt es ab, was du bist.
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foenig

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Re: Richard D. Precht - Wer bin ich und wenn ja, wie viele?
« Antwort #3 am: 01. Februar 2012, 09:31:26 »

Meine Meinung habe ich ja schon kundgetan... Vielleicht hilft dir die damalige Leserunde bei deiner Entscheidung weiter...
(Ich würde es nicht mehr weiterlesen!)
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