Hallihallo!
Dann will ich mal diesen Tag zum Anlass nehmen, um etwas mehr Gleichgewicht in diesem doch recht leeren Thread zu schaffen. Mir hat das Buch nämlich, nach einigen Anfangsschwierigkeiten, doch sehr gut gefallen.
Meine Meinung:In drei große Teile unterteilt - "Was kann ich wissen?" "Was soll ich tun?" und "Was darf ich hoffen?" - bespricht der Autor verschiedenste philosophische Strömungen und den Stand der Hirnforschung, um diese Fragen so weit wie möglich zu beantworten und die Leserschaft selbst zum Nachdenken und Hinterfragen anzuregen.
Zu Beginn jedes Kapitels findet man eine nette Anekdote aus dem Leben des passenden Philosophen. So werden manche als mürrische Männer, die grantig in ihrer Wohnung Pfeife rauchen dargestellt, andere als Poker spielende Lebemenschen gezeichnet, aber stets zumindest ein Bild von Philosophen geschaffen, das es mir persönlich schon viel sympathischer machte, über die Philosophie und die Werke dieser Menschen nachzudenken.
Im ersten Teil wird noch viel über "alte" Philosophen geschwafelt und mich hat dabei eigentlich nur geärgert , dass - wie foenig schon meint - die meisten Themen nur angekratzt werden. Da hätte man viel mehr in die Tiefe gehen können, denn gerade als ich anfing Interesse an einem speziellen Philosophen oder einer Idee zu zeigen, war das Kapitel zu Ende.
Im zweiten Teil wird es jedoch spannender. Während mir die Kapitel über Vegetarier und Tierrechte weniger gefallen haben (nicht, weil ich gegen Tierschutz wäre, du liebe Zeit

, sondern weil sie nicht besonders gut strukturiert waren), war ich schwer begeistert von den Kapiteln über Genmanipulation und Hirnforschung. Was es da alles gibt und was mir bisher nicht oder nur teilweise bewusst war, ist wirklich faszinierend. Auch hier werden die Themen zwar nur angeschnitten, aber das Literaturverzeichnis am Ende regt dazu an, zu den Kapiteln, die man am spannendsten fand, weiterführende Lektüre zu finden.

Was genau das ist, was ich tun werde.
Sehr gefreut habe ich mich, dass Paul Ekman und seine Mikro- und Makroexpressionen, die universell sind und Emotionen ausdrücken, erwähnt wurden, da ich gerade sein Buch "Gefühle lesen - Emotionen erkennen" gelesen (und für sehr gut befunden) habe.
Der dritte Teil hat mir wieder weniger gefallen, aber auch hier gab es einen schönen Über- bzw. Einblick in die Philosophie. Insgesamt war ich sehr zufrieden mit dem Buch, da Kapitel, die weniger spannend waren, ebenso kurz waren, wie die, die mich anregen konnten.

Liebe Grüße,
Wendy