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Autor Thema: John Hare – Auf den Spuren der letzten wilden Kamele  (Gelesen 324 mal)

Myriel

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John Hare – Auf den Spuren der letzten wilden Kamele
« am: 29. August 2010, 09:30:10 »

John Hare – Auf den Spuren der letzten wilden Kamele. Eine Expedition ins verbotene China

John Hare ist ein englischer Journalist und Abenteurer, der sich der Rettung der letzten wilden Kamele in den Einöden der chinesischen Wüste Gashun Gobi verschrieben. Um auf die Situation dort aufmerksam zu machen, unternahm er im Winter 2001/2002 eine Expedition auf den Spuren des berühmten Forschers Hanns Vischer und zog nur mit Kamelen als Transporttieren über 2.800 km vom Norden Nigerias bis nach Tripolis an der Mittelmeerküste. Auf dieser Reise beruht das Buch „Verwehte Spuren“.

Dieser Reisebericht hier schildert frühere Reisen Hares aus den Jahren 1993 bis 1997, als er die ersten Begegnungen mit Wildkamelen hatte und von der Faszination angesteckt wurde, die sie verbreiteten, indem sie in völlig unwirtlichen Gegenden überlebten.

Auf insgesamt 4 verschiedenen Reisen in die mongolische und chinesische Gashun Gobi wagte sich Hare mit seinen Expeditionen in die Einöde vor und erforschte die Wanderwege der Wildkamele sowie die Bedrohungen, denen sie durch Jäger, sich ausbreitende Siedlungsgebiete der ansässigen Nomaden und die Verwässerung ihres Erbgutes durch zahme Hauskamele ausgesetzt waren.

Hare selbst musste sich auf seinen Reisen jedoch nicht nur mit den Gefahren der Wüste auseinander setzen, sondern auch mit den unterschiedlichen Ansichten, Gewohnheiten und Marotten seiner Mitreisenden. Insbesondere was die Qualität ihrer Ausrüstung anging musste Hare einige unangenehme Überraschungen wegstecken, doch er beschreibt diese Situationen zumeist mit einer Prise trockenem Humor, so dass man darüber schmunzeln kann.

Gelungen fand ich, dass er immer wieder auf frühere Expeditionen in diese Gegend verwies, aus ihren Reiseberichten zitierte und ihre Erlebnisse verglich. Da diese Gegend unseres Erdballs nur spärlich erforscht wurde, konnte sich Hare gelegentlich sogar ernsthaft fragen, ob er nicht der erste westliche Mensch war, der diese oder jene Stätte zu Gesicht bekam.

Einige Farbfotos in der Mitte des Buches sowie eine Karte zu Beginn, auf der die Routen der Expeditionen von 1995, 1996 und 1997 eingezeichnet sind, runden das Buch gemeinsam mit einer kurzen Bibliografie ab. Bei Interesse kann man sich auf der Homepage der Wild Camel Protection Foundation mehr über die Reisen von John Hare und die Bemühungen zum Schutz des Wildkamels informieren.

Von mir erhält dieses Buch 3ratten, da es auf unterhaltsame Weise über die Lage der Wildkamele in China informiert hat. Allerdings konnte Hare nicht die von ihm selbst empfundene Dringlichkeit vermitteln, etwas für das Überleben der Wildkamele zu unternehmen und so bleibt lediglich ein anschaulicher Reisebericht übrig.
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Aldawen

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Re: John Hare – Auf den Spuren der letzten wilden Kamele
« Antwort #1 am: 29. August 2010, 10:20:22 »

Ich bin gerade ein wenig irritiert:

John Hare ist ein englischer Journalist und Abenteurer, der sich der Rettung der letzten wilden Kamele in den Einöden der chinesischen Wüste Gashun Gobi verschrieben. Um auf die Situation dort aufmerksam zu machen, unternahm er im Winter 2001/2002 eine Expedition auf den Spuren des berühmten Forschers Hanns Vischer und zog nur mit Kamelen als Transporttieren über 2.800 km vom Norden Nigerias bis nach Tripolis an der Mittelmeerküste. Auf dieser Reise beruht das Buch „Verwehte Spuren“.

(...)

Auf insgesamt 4 verschiedenen Reisen in die mongolische und chinesische Gashun Gobi wagte sich Hare mit seinen Expeditionen in die Einöde vor (...)

Ich weiß, daß Hanns Vischer 1906 von Tripolis zum Tschadsee gezogen ist, daher ist Hare tatsächlich in Gegenrichtung gereist. Allerdings liegt das ja nun alles auf dem afrikanischen Kontinent, und was das daher mit der Gashun Gobi und Eindöden in China und der Mongolei, also Gebieten etliche Tausend Kilometer entfernt, zu tun hat, erschließt sich mir nicht ganz  :confused:
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Der Mund ist der Palast der Worte. – Sprichwort aus Ostafrika

Myriel

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Re: John Hare – Auf den Spuren der letzten wilden Kamele
« Antwort #2 am: 29. August 2010, 10:34:24 »

Nachdem Hare durch die Reisen in die Gashun Gobi von der Situation der wilden Kamele dort erfahren hat, hat er um mehr Aufmerksamkeit darauf zu lenken, die in dem Buch "Verwehte Spuren" geschilderte Reise in Afrika auf den Spuren von Hanns Vischer unternommen. Das Buch hier "Auf den Spuren der letzten wilden Kamele" ist sozusagen die Vorgeschichte, warum er überhaupt erst die Reise in "Verwehte Spuren" unternommen hat.

John Hare - Verwehte Spuren

LG Myriel  :winken:
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Aldawen

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Re: John Hare – Auf den Spuren der letzten wilden Kamele
« Antwort #3 am: 29. August 2010, 11:02:06 »

Ah, ok, dann verstehe ich das jetzt. Danke, Myriel  :winken:
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Yvaine

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Re: John Hare – Auf den Spuren der letzten wilden Kamele
« Antwort #4 am: 08. September 2010, 09:09:18 »

Habe das Buch kürzlich gelesen und kann es aus meiner Sicht wirklich empfehlen. Schließe mich weitgehend den Ausführungen von Myriel an, allerdings gefiel mir die zurückhaltende Art von John Hare sehr gut. Er läßt die Erlebnisse für sich sprechen, hält sich mit Beurteilungen und Kommentaren  zurück  und berichtet "nur" was er gesehen und erlebt hat ...  Er läßt Raum für eigene Bewertungen und zwischen den Zeilen konnte man lesen was er sich dachte und was er fühlte.  Auf mich hat es trotz der persönlichen Zurückhaltung Eindruck gemacht, vielleicht auch gerade deswegen.  Bin am Überlegen ob ich die "Verwehten Spuren" auch noch lese. 
Nebenbei mochte ich den Humor sehr, die Beziehungen der verschiedenen Expeditionsteilnehmer mit ihren herkunftsbedingten Eigenarten und Geschichte waren anschaulich beschrieben und man steht bei seinen Erzählungen mehr als einmal mit ihm in der endlosen Wüste und sieht vor dem inneren Auge was er sieht.
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„Von den Sternen kommen wir, zu den Sternen gehen wir.
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