
Puh endlich durch...

Meine Meinung: Ich habe den Roman Der Übergang gerade beendet und überlege wie ich ihn fand. Das ist gar nicht so einfach weil ich auch überlege woran ich mich noch gut erinnern kann. Eigentlich ist mir nur Amy als Figur wirklich im Gedächtnis geblieben alle andern ähneln sich zum Teil so sehr das ich sie kaum aus einander halten konnte. Vor allem die Männer sind da etwas blass.
Zu Beginn kam ich gut voran und die Handlung konnte mich überzeugen. Zu dem war auch nicht alles so voraussehbar was sich aber meiner Meinung nach gegen Mitte stark wandelt und ich hatte dann doch eine Ahnung worauf alles hinauslaufen würde. Zwar gab es dann durchaus noch Entwicklungen die ich nicht erwartet hätte, aber diese waren rar gesät und haben mich insgesamt auch nicht so ganz zufrieden gestellt. Nach und nach stellte sich bei mir aber auch eine Handlungsmüdigkeit ein, irgendwie ist es sehr ermüdend über hunderte von Seiten nur von den gleichen Menschen zu lesen und so gar nichts Anderes mehr kennen zu lernen. Das hat mich ein Stückweit sogar genervt. Ich finde hier liegt einer der Schwächen des Romans. Er ist einmal zu lang und konzentriert sich zu sehr auf die Gruppe die Amy schließlich begleitet. Mir hat jedenfalls sehr stark die Abwechslung gefehlt die für mich aber einen Roman der so viele Seiten hat zu einem sehr guten Roman machen würde.
Ich kam schließlich an den Punkt an dem ich mich gelangweilt habe. Das finde ich schade weil ich den Erzählstil ganz gut fand, vor allem weil ich ihn als fantasieanregend empfunden habe. Aber letztendlich stand für mich die Handlung streckenweise Stil. Es passierte nichts wirklich Neues und man konnte nur hoffen das es endlich mal wieder eine Wendung gab. Ich finde der Roman hätte deutlich kürzer sein müssen um mich fesseln zu können. So wurde vieles einfach nur künstlich in die Länge gezogen und die guten Passagen - die der Roman definitiv hat - kamen leider immer wieder zu kurz oder gingen in gepflegter Langeweile unter.
Zur Idee selbst... hm auch hier bin ich gespalten. Das Ein Virus die Menschheit zu Vampiren macht (auch wenn sie im Roman anders genannt werden) nun gut, das ist eine Idee die ich grundsätzlich interessant finde. Man fühlt sich zu Beginn sehr wie in einem Katastrophenfilm den man sich auch im Kino durchaus anschauen würde. Leider gibt es dann einen Bruch in der Handlung und genau an der Stelle begann es für mich weniger interessant zu werden. Ein zweiter Handlungsstrang innerhalb dieses Bruches hätte für mich sicher mehr Spannung erzeugt. So aber wartete ich immer wieder auf etwas was einfach nicht kam.
Ich habe mir mehr davon versprochen und kann nun auch sagen das ich ohne die Fortsetzung gut leben kann.
mehr als
kann ich persönlich jedenfalls nicht vergeben.