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Autor Thema: Jo Nesbø - Der Fledermausmann  (Gelesen 1044 mal)

bane77

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Jo Nesbø - Der Fledermausmann
« am: 07. Februar 2009, 20:55:57 »

Jo Nesbø - Der Fledermausmann



Klappentext:
Harry Hole, der Kommissar aus Oslo, soll in Sidney den Mord an einer Norwegerin aufklären. Gemeinsam mit seinem australischen Kollegen nimmt er die Ermittlungen auf. Schon bald müssen sie feststellen, dass es sich nicht um einen Einzelfall handelt: Ein Serienmörder töten scheinbar willkürlich junge weiße Frauen.

Meinung:
Auf Jo Nesbø bin ich durch die Vorstellung seines Buches "Schneemann", dem siebten Band der Reihe um Kommissar Harry Hole, auf vorablesen.de aufmerksam geworden. Da ich "Schneemann" wirklich genial fand, habe ich mir vorgenommen auch die vorherigen Bände nach zu nach zu lesen. Jetzt also den ersten Band der Serie: Der Fledermausmann.

Das Buch ist insgesamt nicht so ausgereift wie "Schneemann". Es hat doch einige Längen und Spannung ist leider auch eher Mangelware und kommt erst so richtig am Schluß auf. Bis zur Mitte des Buches kümmern sich die Ermittler gar nicht in erster Linie um den Mord an der norwegischen Moderatorin, sondern es geht mehr um die Geschichte Australiens und ihren Umgang mit den Aboriginies sowie um Harry Holes Vergangenheit, seine Probleme mit Alkohol und das australische Nachtleben. Von daher hatte man auch kaum den Eindruck einen Krimi zu lesen.

Harry Hole wurde in diesem Band auch sehr viel unsympathischer dargestellt und seine Exzesse rücken ihn für mich eher ab, anstatt ihn mir nahe zu machen. Wäre dies der erste Band der Reihe, würde ich sicher keinen weiteren Jo Nesbø in die Hand nehmen.

Das Ende war schon spannend und es kam echtes Krimifeeling auf. Jo Nesbø scheint auf komplizierte technische Konstruktionen zu stehen, aber das gefällt mir ganz gut. Für mich war die Auflösung sehr überraschend, die Erklärung recht schlüssig, aber ich hätte mir noch etwas mehr Background über den Täter & seine Beweggründe gewünscht. Dass die ganze Geschichte in Australien spielt, fand ich auch ziemlich verwunderlich, schließlich ist das doch ein nordischer Krimi! Dennoch war es spannend über die Schöpfungsgeschichte der Aboriginis zu lesen. Alles in allem hatte ich den Eindruck, dass Nesbø in seinem ersten Roman möglichst alles reinpacken wollte was nur irgendwie geht: Kulturgeschichte, Liebesgeschichte, Reisebericht und Krimi. Aber für einen Krimi war es dann ein bisschen zu wenig Krimi.

Daher gibts leider nur:
 3ratten

lg
bane
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Tikva

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Jo Nesbø - Der Fledermausmann
« Antwort #1 am: 02. November 2009, 16:52:41 »



Autor: Nesbø, Jo
Titel: Der Fledermausmann
O-Titel: Flaggermusmannen
Verlag: Weltbild
Erschienen: 2002
(Amazon-ISBN 10: 3548253644)
(Amazon-ISBN 13: 978-3548253640)
Seitenzahl: 415
Einband: Gebunden
Serie: Kommissar Harry Hole

Inhalt lt. (Weltbild)-Klappentext:
Zitat
Harry Hole, der unkonventionelle Kommissar aus Oslo, wird nach Sydney geschickt, wo er den Mord an einer jungen Norwegerin aufklären soll. Gemeinsam mit seinem australischen Kollegen, dem Aborigine Andrew, nimmt er die Ermittlungen auf. Schon bald müssen sie feststellen, dass es sich nicht um einen Einzelfall handelt: Ein Serienmörder tötet scheinbar willkürlich junge weiße Frauen.

Meine Rezi:
Kommissar Harry Hole ist nach Australien geschickt worden, um einem Mord einer Norwegerin nachzugehen.
Allerdings tat sich in den ersten 200 Seiten nichts, außer Bar- und Cafebesuche, unterbrochen, von einem Boxkampf, sodass ich das Buch abbrach.
Von den Ermittlungen zu dem Mord und der Aufklärung bekam ich so gut wie nichts mit und mit dem Protagonisten wurde ich auch nicht warm. Er war irgendwie unerreichbar, obwohl man im Laufe des Buches einiges über ihn erfuhr.
Auch tat sich in dieser Zeit absolut nichts bezüglich des Mordes an der Landesmännin und es wurde meiner Ansicht nach zu viel auf Nebensächlichkeiten eingegangen.
Es war schön, dass der Autor auf den Kontinent einging und man viel Wissenswertes über Australien erfuhr. Doch dabei ging der eigentliche "Fall" teils fast vollkommen unter.
Auch wurden Sätze im Englischen, die in Kursivschrift gehalten wurden, nicht übersetzt. Zwar konnte ich persönlich das meiste verstehen, aber eine Übersetzung wäre wirklich gut gewesen.

Fazit:
Ein schlechter Einstieg einer neuen Serie.
Ich werde mir den zweiten Teil nur antun, da ich gesagt bekommen habe, dass es ab dem zweiten Band besser wird.
Dieses Buch bekommt allerdings nur einen Stern.

1ratten
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gesegnete grüße, dine *wink* :schmetterling:

Heimfinderin

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Antw:Jo Nesbø - Der Fledermausmann
« Antwort #2 am: 11. November 2009, 23:41:36 »

Ich habe das Buch gerade gelesen und fand es jetzt gar nicht so schlecht. Es fehlte zwar die Spannung, die ich aus "Schneemann" kannte und es gab tatsächlich einige Längen, z. B. wenn der Autor zu sehr abschweifte und mehr über Australien, die Aborigines und ihre Geschichten und Legenden erzählte, als über den zu ermittelnden Fall. Diese Passagen habe ich auch teilweise etwas überflogen, wenn sie mir zu lang wurden. Andererseits fand ich die "Ausflüge" aber auch oft interessant, so dass ich mich nicht gelangweilt habe und das Buch doch recht schnell durch hatte. Besonders als dann etwa zur Hälfte des Krimis die Geschichte endlich etwas Fahrt aufnahm und auch die Ermittlungen mehr Raum einnahmen, konnte ich den etwas lahmen Beginn doch gut  verschmerzen und  gegen Ende endlich richtig mitfiebern.

Nach "Schneemann" was mir außerordentlich gut gefallen hatte, war mir wichtig, die Serie von Beginn an zu lesen, auch um den Ermittler kennen zu lernen. Er war mir hier im ersten Teil anfangs gar nicht so sympathisch, wie  ich es erwartet hatte, aber gegen Ende wurde es besser. Man erfährt doch einiges über ihn, nicht nur über seine momentanen Probleme, sondern auch über seine Vergangenheit. Sehr gespannt bin ich nun auf die weitere Entwicklung und die folgenden Bände, auf die ich mich schon freue.

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edit: zur Info für eine Zusammenführung, es gibt schon einen anderen Thread zu dem Buch.
« Letzte Änderung: 11. November 2009, 23:45:04 von Heimfinderin »
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LIEBE GRÜßE
HEIMFINDERIN

Muertia

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Antw:Jo Nesbø - Der Fledermausmann
« Antwort #3 am: 12. November 2009, 00:21:46 »

Ich habe das Buch vor einigen Wochen gelesen und war tatsächlich sehr angetan. Natürlich kann dieser erste Teil der Serie nicht in der ersten Liga mitspielen, nach meinem Dafürhalten, aber er ist spannende und lohnende Unterhaltung, die mir Lust auf Mehr gemacht hat. Harry Hole ist ein interessanter Charakter, der sich im Laufe der Serie sicherlich zu einer noch interessanteren Persönlichkeit entwickeln kann. Mir gefiel, dass er kein "Saubermann" ohne Macken ist, sondern eher das genaue Gegenteil. (In Büchern hatte ich aber schon immer einen Hang zu den bad boys!  :zwinker: ). Der Fall an sich, nun ja, war für mich nicht das Besondere. Das Ganze Buch wirkte eher wie eine lange Einleitung auf mich, aber eine Einleitung, die nach weiteren Bänden schreit.

Ursprünglich hatte mich "Schneemann" sehr neugierig gemacht. Aber als ich dann erfahren habe, dass dies schon ein sehr fortgeschrittener Teil einer Serie ist, habe ich ganz brav am Anfang begonnen. Wie dem auch sei, ich freue mich schon auf den nächsten Teil, den ich mir sicherlich bald zulegen werde.

Meine Rattenbewertung würde in etwas so aussehen:  4ratten

Viele Grüße,
Muertia
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:lesen: Rebecca Gablé - Der dunkle Thron
SuB: 6 (+16 bereits bestellte Bücher, um den SuB mal ein wenig aufzuwerten)

Eriinnye

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Antw:Jo Nesbø - Der Fledermausmann
« Antwort #4 am: 12. November 2009, 21:06:39 »

"Der Fledermausmann" ist bei mir zwar etwas länger her (ca. 1 Monat), ich kann mich jedoch noch an meine Meinung dazu erinnern. Ich muss zugeben, dass ich es sehr lange gelesen habe ca 2,5 Wochen, was bei mir relativ lang ist. Die Haupthandlung wird ständig von irgendwelchen unwichtigen Aktivitäten unterbrochen, so dass man manchmal den Fall aus den Augen verliert. Positiv sind mir jedoch die vielen Informationen über Australien aufgefallen, die einem zwar nicht im Fall weiterhelfen, aber zur Allgemeinbildung beitragen ^^Es war leider sehr langatmig und ich musste mich überwinden es fertig zu lesen, wobei ich es hasse Bücher nicht zu Ende zu lesen. Ich habe das Buch sowieso nur auf Grund dessen gelesen, weil es das erste Buch der Reihe ist und einem viel über den Charakter der Hauptperson erzählt. Werde die nächsten Bänder deshalb lesen und hoffen, dass es nicht schlimmer kommen kann :P
Mein Fazit deshalb, nur lesen, wenn man vor hat, die darauffolgenden Bücher zu lesen und somit besser in die Handlung reinzukommen :)

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HoldenCaulfield

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Antw:Jo Nesbø - Der Fledermausmann
« Antwort #5 am: 13. November 2009, 10:20:26 »

Jetzt trau ich mich kaum noch mit diesem Band zu beginnen :breitgrins: Ich hab bisher nur ein Hörbuch mit Harry Hole gehabt welches mir recht gut gefallen hat. Vielleicht sollte ich lieber einen andren Band lesen, oder aber doch diesen damit ich dann mit andren Bänden der Reihe positiv überrascht werde. ;)
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Seltsam im Nebel zu wandern.... H.Hesse

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Sonnenschirm

Heimfinderin

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Antw:Jo Nesbø - Der Fledermausmann
« Antwort #6 am: 13. November 2009, 13:28:55 »

@HoldenCaulfield

Trau dich ruhig. Ich fand es, wie gesagt, gar nicht so schlecht. Wenn man den "Schneemann" vorher gelesen hat, ist der Unterschied einfach groß, zumindest was die Spannung und den Krimi an sich betrifft. Aber ich fand den Teil auch  sehr interessant, um Harry Hole kennenzulernen. Mir ist nämlich bei Krimireihen, die ich lesen möchte, einfach auch wichtig, die Anfänge zu kennen und dann die Entwicklung, das private Leben des Ermittlers richtig weiterverfolgen zu können. Wenn das Buch dann nicht soooo spannend ist, macht mir das nichts aus. Immerhin wird teilweise ja auch später in Büchern mal Bezug auf vorherige Geschehnisse genommen und dann weiß ich wenigsten, von was die Rede ist, auch wenn es nicht so wichtig ist.

Und bei diesem Buch zieht für mein Empfinden die Spannung ja auch an, wann man etwa die Hälfte geschafft hat.  :breitgrins:

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LIEBE GRÜßE
HEIMFINDERIN

Aurian

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Re: Jo Nesbø - Der Fledermausmann
« Antwort #7 am: 13. August 2010, 21:24:44 »

Harry Hole, ein norwegischer Polizist, reist nach Australien, um den Mord an einer Landsmännin aufzuklären. Dabei arbeitet er mit einem einheimischen Kollegen zusammen. Andrew ist ein Aborigine und im Laufe der Ermittlungen erfahren Harry und die Leser einiges über Land und Leute, was teilweise die Handlung ausbremst.

Der Autor lässt sich Zeit um seine Geschichte zu erzählen und schickt Harry auf einen mühsamen und am Ende auch quälenden Weg. Dabei begegnet er vielen interessanten Personen und vor allem bei den Aborigines erfahren wir einiges über ihr Schicksal.

Der Fall selbst wird oft zur Nebenhandlung und erst zum Ende hin kommt Schwung in die Geschichte.

Harrys Figur ist dem Autor sehr gut gelungen. Er wird sehr menschlich dargestellt, auch wenn sein Rückfall für den Leser nicht angenehm zu lesen ist. Wir erfahren von seiner dramatischen Vergangenheit, die ihn geformt hat und erleben wie problemlos er sich in den Reihen seiner Kollegen bewegt, genauso wie zwischen den Außenseitern der Gesellschaft.

Trotz aller Mankos mag ich den Schreibstil des Autors, auch wenn das Buch stellenweise langatmig war.

Mein erstes Buch des Autors war „Leopard“. Es hat mir so gut gefallen, dass ich die Reihe unbedingt von Anfang an lesen wollte.

 3ratten

LG, Aurian
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