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Autor Thema: Tran-Nhut - Das schwarze Pulver von Meister Hou  (Gelesen 252 mal)

Annabas

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Tran-Nhut - Das schwarze Pulver von Meister Hou
« am: 09. August 2010, 20:27:29 »


Tran-Nhut – Das schwarze Pulver von Meister Hou
Übersetzer: Michael Kleeberg



Inhaltsangabe: (dem Buch entnommen)

„Der junge Mandarin Tân, Richter in einer Hafenstadt im Norden Vietnams, hat alle Hände voll zu tun: Geisterschiffe greifen eine Dschunke an, Graf Diêm wird ermordet aufgefunden, im Hafen wird geschmuggelt, der französische Jesuit ist womöglich ein Spion, und die geheimnisvolle Madame Eisenhut ist auf einmal spurlos verschwunden. Tatkräftig unterstützt wird Mandarin Tân von seinen Freunden, dem genusssüchtigen Schriftgelehrten Dinh und Doktor Porc, ein so dünkelhafter wie exzellenter Mediziner.“

Die Geschichte spielt in Vietnam im 17. Jahrhundert.

Aus der Reihe um Mandarin Tân ist dies das einzige Buch, das bisher auf deutsch erschienen ist. Es ist das dritte der Reihe.
1. Le Temple du la Grue écarlate (Der Tempel des scharlachroten Kranichs)
2. L’Ombre du prince (Der Schatten des Prinzen)
3. La Poudre noire de Maître Hou (Das schwarze Pulver von Meister Hou)
4. L’Aile d’airain (Der Flügel aus Erz)
5. L’Esprit de la renarde (Der Geist der Füchsin)
6. Les Travers du docteur Porc (Die Wunderlichkeiten des Doktor Porc)
7. Le Banquet de la Licorne (Das Bankett des Einhorns)

Der erste Satz:

„Die Ellbogen auf die Reling gestützt, betrachtete Lâm, wie die Schatten des Waldes vorüberzogen: die gezackten Wipfel der Wasserpalmen, die kompakte Masse des Strauchwerks, dessen Wurzeln sich zu einem unentwirrbaren schwarzen Geflecht ineinander verwoben.“

Meine Meinung zum Buch:

Eigentlich habe ich das Buch nur deswegen gekauft, weil es ein Krimi ist (mag ich immer) und weil es in Vietnam spielt bzw. die beiden Autorinnen in Vietnam geboren wurden (das gibt einen weiteren Punkt auf meiner Weltreise-Liste). Große Erwartungen habe ich nicht gestellt, und deshalb wurde ich auch angenehm überrascht.

Die Figuren sind teilweise etwas flach geraten (vielleicht auch deswegen, weil es der dritte Band einer Reihe ist und auf die Charakterisierung der Hauptpersonen nun nicht mehr so viel Wert gelegt wurde), aber sie sind so schön skurril bzw. haben tolle Macken, dass sie trotzdem sehr bildhaft erscheinen. Das Buch hat dank dieser Figuren viele witzige Passagen und ich musste beim Lesen oft in mich hineinlachen. Dadurch, dass auch ein französischer Jesuit mitspielt, können zwei Welten aufeinanderprallen, was zusätzlich lustige Missverständnisse erzeugt.

Zu lesen ist das Buch sehr angenehm. Mandarin Tân löst seine Fälle eher im Sinne von Sherlock Holmes oder Hercule Poirot – reißende Action wird man also vergeblich suchen. Ein bisschen hat mich das Buch an die „Richter Di“-Romane von Robert van Gulik erinnert. Wenn diese jemand kennt und mag, dann werden ihm die „Mandarin Tân“-Romane sicherlich ebenfalls gefallen.

Meine Bewertung: 3ratten

Viele Grüße von Annabas    :winken:
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