Momentan hab ich echt zu viel Zeit zum Lesen und "fresse" regelrecht die Bücher. Diesmal war ein Krimi an der Reihe und hier ist meine Meinung dazu:
Es ist mein zweiter Roman der Autorin nach „Mordsfreunde“ und ich hatte große Erwartungen an die Autorin und somit an ein weiteres Buch über das Ermittlungsduo.
Im Großen und Ganzen kann ich sagen, dass ich nicht enttäuscht wurde. Die Story ist teilweise doch sehr spannend gewesen, das Ermittlerduo und seine Kollegen Menschen wie Du und ich mit ganz normalen Problemen im Job und im Alltag – eben sehr menschlich.
Was mich umgehauen hat war die Dorfgemeinschaft, die bereitwillig Lügen erfindet, glaubt, aufrecht erhält und wenn es sein muss, mit Gewalt auch noch verteidigt. Ein Lügengebäude, das mit viel Phantasie aufgebaut wurde, begünstigt durch die Umstände und die Tatsache, das doch einige der Dorfbewohner Dreck am Stecken hat.
Es war spannend, wenn auch nicht allzu blutrünstig. Im Vordergrund ist eher das psychologische gestellt wurden. Es wurde sehr viel Augenmerk darauf gelegt, wie die Dorfgemeinschaft handelt, was dahinter steckt.
Der Spannungsbogen wird von der ersten Sekunde, der ersten Seite an aufgebaut, hält sich dann bis etwa in die Mitte des Buches und flacht dann leider ab. Die Story verliert an Fahrt, wird zu langatmig bis sie dann zum Schluss hin sich doch wieder fängt, einen nochmal in den Bann zieht und zu einer Auflösung kommt, die ich so nicht erwartet hätte.
Ein bißchen haben mich die vielen Handlungsstränge irritiert – aber es war zu verkraften.
Insgesamt ein guter Krimi, der sich zu lesen lohnt und Lust darauf macht, weitere Bücher von Nele Neuhaus zu lesen.
