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Autor Thema: Jo Zybell - Die Tochter der Goldzeit  (Gelesen 735 mal)

Ingroscha

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Jo Zybell - Die Tochter der Goldzeit
« am: 27. Juli 2010, 17:12:28 »



Jo Zybell - Die Tochter der Goldzeit

Originalquelle meiner Rezension: hier auf media-mania.de

Inhalt
Fast 500 Jahre sind seit der Götternacht vergangen und in der Wildwelt hat sich einiges verändert. Vor der Götternacht soll es große Städte, Schiffe und vieles mehr an Wunderwerk gegeben haben - damals, in der Goldzeit. In unterirdischen oder im Inneren eines Berges angelegten Siedlungen wurden einige Artefakte und auch Wissen aus der Goldzeit bewahrt. Doch die Goldzeit-Waffen gelten als verboten, dürfen bei Auseinandersetzungen nicht eingesetzt werden und das Wissen ist geheim. Zu groß ist die Gefahr, dass eine neue Goldzeit heranbricht und der Untergang der Menschheit von neuem bevorsteht. So wird das Geheimnis um den Standort der Lichterburg, die den Goldzeitschatz beherbergen soll, behütet und darf niemals in falsche Hände gelangen.

Aber plötzlich kommen merkwürdige Schiffe aus dem Westen, deren Besatzung den Glauben an Dashirin als den einzig wahren preist und ihm folgend die Neue Goldzeit heraufbeschwören will. Dafür benötigen die Dashirin-Anhänger das Wissen um den Standort der Lichterburg, das sie nur aus einer der befestigten "Erdmenschen"-Siedlungen erhalten können. Die Bewohner einer dieser Siedlungen sehen die Gefahr jedoch nahen und schicken ein Mädchen mit besonderen Fähigkeiten aus, um den Goldzeitschatz vor den bedrohlichen Dashirin-Anhängern zu erreichen. Dieses Mädchen, Katanja, kann Kontakt mit der Anderwelt aufnehmen, einer Welt, die den meisten Menschen unzugänglich ist. An wenigen Stellen in der Wildwelt gibt es Risse, die einen erleichterten Zugang zur Anderwelt anbieten. Trotzdem kommt es nur sehr selten vor, dass ein Mensch mit den Wesen der Anderwelt kommunizieren kann und dass diese sich überhaupt für die kurzlebigen Menschen interessieren. Dieses Mal steht aber auch ihr Schicksal auf dem Spiel und so nehmen sie mit Katanja Kontakt auf, denn um keinen Preis darf es zu einer neuen Goldzeit kommen ...

Bewertung
Fantasy-Romane, die eine abgeschlossene Geschichte in nur einem Band erzählen, sucht der interessierte Leser meist vergeblich. Nur selten findet man Einteiler, fast könnte man an ein Gesetz glauben, dass es verbietet Fantasy-Romane in weniger als zwei Bänden zu veröffentlichen. Aber hin und wieder bricht jemand mit dieser Vorgabe und sticht gerade dadurch schon aus der großen Auswahl heraus - so "Die Tochter der Goldzeit". Der Roman kann außerdem durch ein sehr ansprechendes Äußeres punkten. Auch die vorne und hinten in der Klappenbroschur abgedruckte Karte der Welt ist sehr gut gelungen und macht Lust, mehr von der Wildwelt kennenzulernen. So ganz zieht das Argument mit dem Fantasy-Einteiler jedoch nicht, da es sich bei diesem Roman nämlich nicht um klassische High Fantasy handelt, sondern eher um einen phantastischen Endzeitroman, mit ein paar Steampunkanklängen (Dampfschiffe), Anleihen in der Naturmythologie und durchaus auch einem Hang zur Science Fiction. Wie schon Anne McCaffreys "Pern"-Saga, verbindet dieser Roman Fantasy und Science Fiction und hat damit einen ganz besonderen Reiz, den man leider viel zu selten vorfindet.

Die Geschichte wird aus verschiedenen Blickwinkeln erzählt, aufgeteilt in jeweils einzelne Kapitel. Der Leser kann ahnen, dass die Wege der Protagonisten sich begegnen werden, jedoch sind nicht alle Beweggründe von vornherein klar und das Schicksal spielt dem einen oder anderen ziemlich übel mit. Leider sind nicht alle Charaktere so plastisch gezeichnet, dass man bei jedem Schicksalsschlag auch wirklich mitfiebern kann. Die Geschwindigkeit im Roman ist auch manchmal sehr gewöhnungsbedürftig. So wird erst viele Seiten lang eine anstehende Reise vorbereitet und darüber gemutmaßt - für die handelnden Personen vergehen sogar Jahre -, aber als es dann endlich losgeht, ist ruck zuck nach nur wenigen Seiten die Gruppe dezimiert und die vielen Vorbereitungen scheinen zumindest auf den ersten Blick überflüssig gewesen zu sein.

Der Schreibstil Jo Zybells lässt sich nicht immer flüssig lesen, der Autor hat seinen ganz eigenen Stil. Sätze sind oft kurz und scheinen manchmal bezugslos hintereinander aufgereiht zu sein. Im nächsten Absatz ist dann aber schon wieder alles anders. Dies sollte einen jedoch nicht abhalten, dieses wirklich interessante und spannende Stück phantastischer Literatur zu lesen, zumal es auch im letzten Drittel ungemein zu fesseln weiß.

Eine Leseprobe und interaktive Karte sind auf Jo Zybells Webseite zu finden.

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Annabas

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Re: Jo Zybell - Die Tochter der Goldzeit
« Antwort #1 am: 27. Juli 2010, 19:51:34 »

Danke, das klingt sehr interessant!
Da ich zur Zeit keine Reihen anfangen möchte, ist das Fantasygenre bei mir gerade etwas in den Hintergrund gerückt, aber wenn es mal einen Einzelband gibt, greife ich gerne zu.
Und das Cover ist wirklich sehr schön!

Grüße von Annabas  :winken:
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Aldawen

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Re: Jo Zybell - Die Tochter der Goldzeit
« Antwort #2 am: 27. Juli 2010, 19:55:01 »

Mich spricht ja abgesehen davon, daß es ein Einzelband ist, vor allem das hier an:

um einen phantastischen Endzeitroman, mit ein paar Steampunkanklängen (Dampfschiffe), Anleihen in der Naturmythologie und durchaus auch einem Hang zur Science Fiction.

Das klingt nach einer Mischung, die mich reizen kann, vor allem die Dampfschiffe  :breitgrins:  Ich habe mir auch gerade schon mal auf Zybells Website die schöne Karte angesehen und ein bißchen durch die Leseprobe geblättert. Ich denke, das werde ich mir mal vormerken. Danke, Ingroscha!

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Ingroscha

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Re: Jo Zybell - Die Tochter der Goldzeit
« Antwort #3 am: 27. Juli 2010, 19:56:41 »

Die Dampfschiffe spielen aber eher eine Nebenrolle - also, sie werden erwähnt   :zwinker:  Ich fand diesen Genre-Mix aber ja auch besonders interessant und ich hoffe, dass dieses bisher recht wenig beworbene Buch, viele Fans findet - das hat es auf jeden Fall verdient.
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Aldawen

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Re: Jo Zybell - Die Tochter der Goldzeit
« Antwort #4 am: 27. Juli 2010, 20:05:59 »

Die Dampfschiffe spielen aber eher eine Nebenrolle - also, sie werden erwähnt   :zwinker: 

Das reicht mir schon als Grund  :breitgrins:

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nimue

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Re: Jo Zybell - Die Tochter der Goldzeit
« Antwort #5 am: 27. Juli 2010, 20:11:00 »

Danke für diese verführerische Rezension :anbet: Das Buch steht schon eine ganze Weile auf meiner Wunschliste - ich freue mich, dass es wirklich so gut zu sein scheint (und toll, dass es ein Einzelband ist).
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Wenn Du keinen Menschen töten kannst - gut; kannst Du kein Vieh und keine Vögel töten - noch besser; keine Fische und Insekten - noch besser. Bemüh Dich, soweit wie möglich zu kommen. Grüble nicht, was möglich ist und was nicht. Tu, was Du mit Deinen Kräften zustande bringst. Darauf kommt alles an. (Leo Tolstoi)

Pandora

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Re: Jo Zybell - Die Tochter der Goldzeit
« Antwort #6 am: 27. Juli 2010, 20:45:02 »

Mich spricht ja abgesehen davon, daß es ein Einzelband ist, vor allem das hier an:

um einen phantastischen Endzeitroman, mit ein paar Steampunkanklängen (Dampfschiffe), Anleihen in der Naturmythologie und durchaus auch einem Hang zur Science Fiction.

Das klingt nach einer Mischung, die mich reizen kann, vor allem die Dampfschiffe  :breitgrins:  Ich habe mir auch gerade schon mal auf Zybells Website die schöne Karte angesehen und ein bißchen durch die Leseprobe geblättert. Ich denke, das werde ich mir mal vormerken. Danke, Ingroscha!

Schade, dass man das dem Buch nicht ansieht. Ich bin sehr oft an ihm vorbeigegangen, ohne es eines genaueren Blickes zu würdigen, erst jetzt bin ich ein wenig neugierig geworden. Vielleicht wollte man aber auch das Publikum nicht verschrecken, ungewöhnlichere Sachen haben es ja nicht immer ganz leicht.
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Ingroscha

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Re: Jo Zybell - Die Tochter der Goldzeit
« Antwort #7 am: 27. Juli 2010, 21:13:15 »

Die Dampfschiffe spielen aber eher eine Nebenrolle - also, sie werden erwähnt   :zwinker: 

Das reicht mir schon als Grund  :breitgrins:

Ok, sie fahren auch rum  :lachen:

Na, ihr seid ja euphorisch. Wäre toll wenn ihr eure Meinung postet falls ihr es lesen solltet.
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Re: Jo Zybell - Die Tochter der Goldzeit
« Antwort #8 am: 14. Juni 2011, 08:39:27 »

Huhu,

Danke für diese verführerische Rezension :anbet: Das Buch steht schon eine ganze Weile auf meiner Wunschliste - ich freue mich, dass es wirklich so gut zu sein scheint (und toll, dass es ein Einzelband ist).

ich habe nun auch endlich mit dem Buch begonnen. Da ich erst auf Seite 30 bin, kann ich natürlich noch nicht so viel sagen. Allerdings reißt es mich bisher noch nicht so richtig mit. Der Anfang ist recht verwirrend und ich bin gespannt, ob der Knoten platzen wird bei mir.

Übrigens gibt es seit diesem Monat ein neues Buch von Jo Zybell: Die Traummeister



Liebe Grüße
nimue
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Ingroscha

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Re: Jo Zybell - Die Tochter der Goldzeit
« Antwort #9 am: 14. Juni 2011, 22:20:16 »

Übrigens gibt es seit diesem Monat ein neues Buch von Jo Zybell: Die Traummeister



Das hatte ich heute in der Hand und habe auch reingelesen. Werde es ganz sicher bald auch lesen. Und danke auch für den Tipp nimue - so habe ich wieder dran gedacht :)
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Annabas

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Re: Jo Zybell - Die Tochter der Goldzeit
« Antwort #10 am: 13. Juli 2011, 10:41:56 »

Hallo miteinander,

ich lese das Buch jetzt auch und habe die ersten 90 Seiten hinter mir.
Verwirrend finde ich auch jetzt noch, dass der Schauplatz so oft und schnell wechselt. Die Kapitel sind ja recht kurz (was ich eigentlich mag), aber nach jedem Kapitelwechsel muss ich mir überlegen, wo ich jetzt gerade bin und ob ich hier schon war oder ob das ein ganz neuer Strang ist. Im Moment wäre es mir lieber, wenn ich mich mal irgendwo länger aufhalten dürfte.  :zwinker:
Am besten gefällt mir bisher der Teil um Katanja und Grittana - von denen würde ich gerne mal ein ausführlicheres Kapitel lesen.

Viele Grüße von Annabas  :winken:
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Annabas

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Re: Jo Zybell - Die Tochter der Goldzeit
« Antwort #11 am: 14. Juli 2011, 20:42:28 »


Jo Zybell – Die Tochter der Goldzeit

Den Inhalt hat Ingroscha oben ja schon bestens beschrieben.   :smile:

Der erste Satz:

„Halte durch“, hatte sie ihm gesagt, „du schaffst es!“

Meine Meinung zum Buch:

Ich wollte schon längere Zeit mal wieder einen Ausflug ins High Fantasy-Genre machen, aber keine Reihe lesen – da kam mir dieser Tipp genau recht.

Beim Einstieg hatte ich mit dem häufigen Szenenwechsel ein bisschen Probleme. Die Kapitel waren sehr kurz (später wurden sie dann etwas länger) und ich musste mich oft neu orientieren und mich fragen, ob ich diesen Handlungsstrang jetzt schon kenne oder ob das wieder ein neuer Strang mit neuen Personen, Orten u.s.w. ist. Bis ich eine Linie gefunden hatte, musste ich viele Seiten lesen.

Die Geschichte selbst wird über mehrere Jahre hinweg erzählt und entwickelt sich gemächlich. So richtig wollte leider keine Spannung aufkommen, erst zum Schluss hin kam Tempo auf und ich wurde von der Handlung gefesselt. Allerdings wäre ich vermutlich nicht so weit gekommen, wenn ich das Buch nicht für den SLW hätte lesen „müssen“.  :zwinker:

Vielleicht lag die fehlende Spannung auch darin, dass es keine oder – wie man es sehen will – zu viele Hauptpersonen gibt. Ich bleibe in einer Geschichte ganz gerne an einer Person dran, aber das wurde mir hier sehr schwer gemacht, eben durch die häufigen Szenenwechsel. Am liebsten mochte ich den Handlungsstrang um Katanja, doch beim Folgen wurde ich zu oft unterbrochen.

Die Charaktere sind sehr sorgfältig ausgearbeitet, darauf scheint der Autor Wert gelegt zu haben. Die Personen kommen dem Leser daher sehr nahe und man kann mit ihnen mitfühlen. Das ist eine eindeutige Stärke dieses Buches.

Sehr interessant fand ich die Welt, die der Autor hier geschaffen hat. Die abgedruckte Karte hat mich zuerst stutzig werden lassen, aber dann wurde meine Neugier geweckt, noch bevor ich den ersten Satz des Buches gelesen habe. Ich wollte unbedingt wissen, wie es zur „Wildwelt“ gekommen war.

Das Buch war manchmal etwas sperrig zu lesen, aber daran gewöhnt man sich schnell.

Meine Bewertung insgesamt:     3ratten

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Re: Jo Zybell - Die Tochter der Goldzeit
« Antwort #12 am: 14. Juli 2011, 21:00:50 »

Der erste Satz:

„Halte durch“, hatte sie ihm gesagt, „du schaffst es!“

Wie passend  :breitgrins: Ich habe pausiert, weil ich echt nicht reingekommen bin. Schade. Deine Rezension macht mir gerade auch nicht viel Hoffnung, dass es besser wird  :rollen:
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Annabas

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Re: Jo Zybell - Die Tochter der Goldzeit
« Antwort #13 am: 14. Juli 2011, 21:35:28 »

Der erste Satz:

„Halte durch“, hatte sie ihm gesagt, „du schaffst es!“

Wie passend  :breitgrins:

 :lachen:

Hm, aber ich weiß nicht, ob ich dir empfehlen soll, unbedingt weiterzulesen. Mich hat am Buch gehalten, dass ich einfach mehr über die "Goldzeit" wissen wollte bzw. wie es zur jetzigen Welt gekommen war.
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Re: Jo Zybell - Die Tochter der Goldzeit
« Antwort #14 am: 15. Juli 2011, 07:20:52 »

O.k.. ich glaube, ich lege das Buch wirklich erst mal weg und probiere es einfach mal mit dem neuen Buch des Autors. Vielleicht ist das eher was :winken:
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