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Autor Thema: LitSchock Monatsrunde August 2010: NIMUE  (Gelesen 10682 mal)

Aldawen

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Re: LitSchock Monatsrunde August 2010: NIMUE
« Antwort #255 am: 26. August 2010, 13:54:28 »

Dann hätte ich mich schon wieder für Lyrik entscheiden müssen. :angst: :breitgrins:

Dann wär's aber doch weg und könnte keine Angst mehr machen  :zwinker:

Dennoch hat genau diese Überlegung die Auswahl auf folgende drei Kandidaten schrumpfen lassen: Andreï Makine - Musik eines Lebens, Antonio Muñoz Molina - Siesta mit Blanca und Alice Munro - Stinkreich. Falls jemand Empfehlungen, Warnungen oder Wünsche hat, immer her damit! ;)

Ich kann nur sagen, daß von allen dreien auch etwas bei mir subt, allerdings andere Titel bis auf Stinkreich (das als nettes Geocaching-taugliches Büchlein), aber Präferenzen habe ich da nicht. Übrigens: Ist Dir aufgefallen, daß nicht nur die Nachnamen alle mit M anfangen, sondern die Vornamen auch alle mit A? Konsequent ausgesucht  :breitgrins:
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Breña

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Re: LitSchock Monatsrunde August 2010: NIMUE
« Antwort #256 am: 26. August 2010, 14:22:56 »

Ich bin für Alice Munro - Stinkreich. Das ist wirklich eine kurze Erzählung und deshalb schnell gelesen. Kann mich aber leider nicht mehr erinnern, wie mir das Buch damals gefallen hat, das ist zu lange her.

Neugierig bin ich auf Munro auf jeden Fall, sie hat allerdings einen schwierigen Start, weil ich mich bei einer kurzen Erzählung meist mit der Rezi so schwer tue.

Dann hätte ich mich schon wieder für Lyrik entscheiden müssen. :angst: :breitgrins:

Dann wär's aber doch weg und könnte keine Angst mehr machen  :zwinker:

Allerdings brauche ich dafür genauso lang wie für einen Roman mit doppeltem Umfang. Mindestens. :zwinker:

Übrigens: Ist Dir aufgefallen, daß nicht nur die Nachnamen alle mit M anfangen, sondern die Vornamen auch alle mit A? Konsequent ausgesucht  :breitgrins:

 :lachen:
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Aldawen

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Re: LitSchock Monatsrunde August 2010: NIMUE
« Antwort #257 am: 26. August 2010, 15:11:27 »

Zwar bin ich mit dem U-Buch noch nicht fertig, aber das E-Buch fange ich trotzdem schon mal an:

  Cyprian Ekwensi: Den Frieden überleben

Klappentext:
Cyprian Ekwensi (geb. 1921) ist nach Wole Soyinka und Chinua Achebe der bedeutendste Autor Nigerias. Er schreibt, um die spannungsreiche Entwicklung in seiner Heimat zu bezeugen, in der brüsk sich herausbildende Realitäten oft die traditionellen Werte ersticken. In „Den Frieden überleben“ (1976) schildert er, was der Krieg um die sezessionistische Republik Biafra an Verlusten einbrachte – und er brachte nichts als Verluste. Nachdem die letzten Schüsse verhallt sind, macht sich der Journalist Odugo auf zu einer Odyssee über die gefahrvollen Routen Biafras, um die Seinen wieder zu sammeln. Seine Frau findet er auf seiten der siegreichen Offiziere. Jeder sucht zu überleben, so gut er kann. Auch Odugos Geliebte verläßt ihn, des Vorteils wegen. Die Nachkriegsgewinnler sputen sich, junge Betriebsamkeit kündet von altem Geschäftssinn. Odugo und seine zweite Frau erwarten ein Kind, das nur den Frieden kennen soll. Sein Vater wird es nie sehen.

Das wird, glaube ich, mein erster Roman zum Thema Biafra, der zeitlich so nah an den Ereignissen entstanden ist. Ich bin gespannt, ob und wie sich das bemerkbar macht.
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Aldawen

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Re: LitSchock Monatsrunde August 2010: NIMUE
« Antwort #258 am: 26. August 2010, 18:19:06 »

liest: Cyprian Ekwensi: Den Frieden überleben

Der Roman beginnt in der Endphase des Biafrakrieges. Es wird gemunkelt, Biafra habe kapituliert, die Soldaten wechseln zurück in ihre Zivilkleidung und werfen die Waffen weg (die dann von zukünftigen Banditen gerne aufgesammelt werden), aber Ordnung und Frieden kehren natürlich noch nicht sofort wieder ein. Immer noch sind viele Menschen auf der Flucht, weil sie den Verlautbarungen, die sie im Radio hören, nicht trauen. Lebensmittel sind knapp, aber an völlig überraschenden Orten tauchen dann mal tonnenweise Lebensmittel aus Hilfslieferungen auf. Übergriffe vor allem gegen Frauen sind eine ständige Gefahr. Odugo und Vic, die sich vom Radio her kennen, haben bei Pa Ukoha, einem alten Bekannten Odugos, Unterschlupf gefunden. Benne, die Frau von Pa Ukohas Neffen, läßt sich mit Offizieren der nigerianischen Bundesarmee ein, was zwar die Versorgungslage der Familie verbessert, von Pa Ukoha aber trotzdem mit Unwillen gesehen wird. Jeder überlegt, wo und wie er wohl am besten seine Angehörigen wiederfindet, die er im Krieg aus den Augen verloren hat.

Die Stimmung ist – wenig überraschend – recht düster und bedrückend. Gerade diese Übergangszeit zwischen Krieg und Frieden, diesen Zustand der Gesetzlosigkeit, muß man erst einmal überstehen, das zeigt Ekwensi sehr deutlich an allen Charakteren.
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Aldawen

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Re: LitSchock Monatsrunde August 2010: NIMUE
« Antwort #259 am: 26. August 2010, 23:46:32 »

Zwar bin ich mit dem U-Buch noch nicht fertig,

Das hat sich heute schon überlebt (es war auch sehr dünn), aber den Kommentar schreibe ich doch lieber erst morgen ...
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Viky

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Re: LitSchock Monatsrunde August 2010: NIMUE
« Antwort #260 am: 27. August 2010, 12:00:33 »

Laaaaaaaange Lesepause. Da werd ich mit dem Buch bestimmt nicht bis ende August fertig... Und so fesselnd ist es auch nicht gerade!
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Re: LitSchock Monatsrunde August 2010: NIMUE
« Antwort #261 am: 27. August 2010, 12:59:27 »

Meine Meinung zu Professor Unrat von Heinrich Mann habe ich hier nochmal zusammengefasst.
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illy

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Re: LitSchock Monatsrunde August 2010: NIMUE
« Antwort #262 am: 27. August 2010, 16:06:47 »

Ich sehe schwarz für mein übertrieben ehrgeiziges Vorhaben 5 Bücher zu schaffen, ich hänge nämlich immer noch im zweiten.

Jean-Claude Izzo - Aldebaran gefällt mir zwar gut, aber immer mag ich auch nicht von Männern lesen, die auf einem Frachter im Hafen festsitzen und überlegen, was sie bisher mit ihrem Leben angefangen haben. Ich mag es allerdings, wie Izzo seine Liebe zu Marseille in Worte fasst: "Marseille, das wusste er, war die einzige Stadt der Welt, in der man sich nicht als Fremder fühlte. Niemand war dort ein Fremder. Wo er auch herkam, egal welcher Hautfarbe. In Marseille war man immer einheimisch. Das sagte der Blick der Leute. Ein einmaliges Gefühl von Weltoffenheit." (S. 76)

Izzo weiß durchaus, dass es auch hier Rassismus etc. gibt und hat das auch in anderen Büchern thematisiert, aber für ihn ist die Stadt einfach eine Heimat für alle, war es immer und wird es hoffentlich immer sein.
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Ein Buch, das man liebt, darf man nicht leihen, sondern muss es besitzen.  (Friedrich Nietzsche)

Aldawen

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Re: LitSchock Monatsrunde August 2010: NIMUE
« Antwort #263 am: 27. August 2010, 22:02:13 »

Ich sehe schwarz für mein übertrieben ehrgeiziges Vorhaben 5 Bücher zu schaffen, ich hänge nämlich immer noch im zweiten.

Das wird dann in der Tat eng. Ich bin auf gutem Weg, denn das vierte Buch (Uzodinma) habe ich gerade kommentiert und das E ist sogar auch schon ausgelesen. Den Kommentar sollte ich bis zum 31. wohl auch noch schaffen  :smile:
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Breña

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Re: LitSchock Monatsrunde August 2010: NIMUE
« Antwort #264 am: 27. August 2010, 23:46:16 »

Meine Entscheidung für den M-Kandidaten fiel gestern Abend doch eher sehr spontan. Mein Plan war, alle drei kurz anzulesen: bei Alice Munro war der Funke zwar nach einigen Seiten noch nicht übergesprungen, aber abgeneigt war ich auch nicht. Dann habe ich Muñoz Molina begonnen, habe mich nach dem ersten Kapitel gefragt, wo das hinführen soll bzw. was das überhaupt soll, habe weitergelesen und das Buch schließlich (müde) beiseite gelegt, nachdem ich 50 Seiten gelesen hatte. Da dies ungefähr die Hälfte von Siesta mit Blanca ist, kommen Munro und Makine vorerst zurück ins Regal. :zwinker:

Worum es bisher ging? Der Protagonist ist mit Blanca verheiratet und immer noch so verliebt, dass er jede freie Minute mit ihr verbringen will. Nun ist er allerdings überzeugt, dass er es mit einem Double seiner Frau zu tun hat, denn ohne es an konkreten Dingen wie Äußerlichkeiten festmachen zu können, ist "sie" nicht Blanca. Nachdem Muñoz Molina für ausreichend Irritation gesorgt hat, beginnt er Erinnerungen des Protagonisten zu schildern, so dass langsam ein umfassenderes Bild der beiden und ihrer Beziehung zueinander entsteht.

Viele Grüße
Breña
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Breña

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Re: LitSchock Monatsrunde August 2010: NIMUE
« Antwort #265 am: 28. August 2010, 22:11:27 »

Hier kommt die Rezi zu Siesta mit Blanca. Ein seltsames Buch ...
Nun bin ich euch noch eine zu Im Strudel schuldig, die hoffentlich morgen folgen wird.

Viele Grüße
Breña
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Annabas

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Re: LitSchock Monatsrunde August 2010: NIMUE
« Antwort #266 am: 28. August 2010, 22:32:39 »

liest: Ami McKay - In Mondnächten

Mein Buch gefällt mir bisher sehr gut, auch wenn gar nicht so viel darin passiert. Meine Hauptperson Dora ist eine junge Frau, die Anfang des 20. Jahrhunderts in Neufundland aufwächst und bei einer Land-Hebamme medizinische Kenntnisse gelernt hat. Aber die "moderne" Medizin hält in Gestalt eines studierten Arztes Einzug und Doras Künste sind nun weniger gefragt.
Wenn ich da so lese, was in der Zeit über Frauenheilkunde geschrieben wurde und wie die Behandlungsmethoden aussahen, stehen mir echt die Haare zu Berge ... :entsetzt:

Grüße von Annabas  :winken:
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:blume:   "Dumme rennen, Kluge warten, Weise gehen in den Garten." Rabindranath Tagore (1861-1941)
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Kiba

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Re: LitSchock Monatsrunde August 2010: NIMUE
« Antwort #267 am: 29. August 2010, 16:42:33 »

Es ist vollbracht, mit letzter Kraft schleppe ich mein dümmliches M-Buch über die Ziellinie:

Tamara McKinley - Der Duft des Jacaranda

Jetzt muss ich unbedingt was richtig Gutes lesen als Entschädigung!
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:lesen: Andrzej Sapkowski - Der Schwalbenturm
:lesen: Erma Bombeck - Vier Hände und ein Her voll Liebe

Annabas

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Re: LitSchock Monatsrunde August 2010: NIMUE
« Antwort #268 am: 29. August 2010, 17:16:36 »

Ich hab's auch noch im August geschafft:  :klatschen:

Ami McKay - In Mondnächten (0)
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Re: LitSchock Monatsrunde August 2010: NIMUE
« Antwort #269 am: 29. August 2010, 20:38:28 »

Geschafft :jakka:

Hier ist der fünfte und letzte Kommentar zu Cyprian Ekwensi.
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