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Autor Thema: 1 - "Vorwort" bis Kapitel 2  (Gelesen 513 mal)

Valentine

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1 - "Vorwort" bis Kapitel 2
« am: 23. Juli 2010, 17:59:13 »

Hiermit pfeife ich die Leserunde zu Eshkol Nevo - "Wir haben noch das ganze Leben" offiziell an! :breitgrins:



Es gibt nur 14 Kapitel und eine Art Vor- sowie ein Nachwort, beide recht kurz. Ich hoffe, Ihr seid mit der Kapitelaufteilung zufrieden ;)

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Dann wünsch ich uns mal viel Spaß!
« Letzte Änderung: 30. Juli 2010, 08:33:38 von Saltanah »
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stefanie_j_h

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Re: 1 - "Vorwort" bis Kapitel 2
« Antwort #1 am: 26. Juli 2010, 12:23:44 »

Na dann mache ich eben mal den Anfang. Ich habe noch nicht besonders weit gelesen, ungefähr bis Seite 30.

Das Vorwort fand ich interessant, ich mag es, wenn der Autor einem das Gefühl gibt, dass man eine wahre Begebenheit liest, die einer der Hauptpersonen selbst geschrieben hat. Das direkte Eingreifen der Hauptpersonen in die Erzählung relativiert so einiges vom Erzählten. Churchill sagt ja am Anfang selbst, dass er gerne einiges geändert hätte, weil es nicht ganz der Wahrheit entspricht oder ihn in einem unvorteilhaften Licht darstellt. Man weiß also nicht, ob die Geschichte sich wirklich so abgespielt hat, wie sie erzählt wird.

Im Anfang des ersten Kapitels lernt man dann die vier Freunde etwas näher kennen und erfährt von ihrer Idee, 3 Wünsche aufzuschreiben, die sich bis zum nächsten WM-Finale in 4 Jahren erfüllt haben sollen. Die Wünsche des Erzählers werden auch gleich darauf alle zunichte gemacht, da Churchill ihm die Freundin ausspannt. Komisch fand ich, dass er Churchill nicht einmal böse ist und alles einfach so hinnimmt und trotzdem mit ihm befreundet bleibt. Eine komische Vorstellung von Freundschaft ist das. Andererseits haben sich wohl alle 4 einfach mit den Charakterzügen und Fehlern der anderen arrangiert, sonst würde eine solche Freundschaft nicht so lange halten. Ich bin jedenfalls schon gespannt, wie es weitergeht.

Dass der Erzähler irgendwann stirbt, weiß man ja leider schon aus dem Vorwort.  :sauer:
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Re: 1 - "Vorwort" bis Kapitel 2
« Antwort #2 am: 26. Juli 2010, 21:25:50 »

Ich habe fast das erste Kapitel beendet.

Leider bin ich mit dem Buch noch nicht so richtig warm geworden. Der Schreibstil ist nicht so ganz meines, die Geschichte ist in sehr langen Sätzen geschrieben. In einem Satz sind oft  viele Informationen enthalten, sodass man sich ziemlich konzentrieren muss.

Sonst gefällt mir die Geschichte der 4 ganz gut. Die Freunde sind sehr unterschiedlich in ihrer Art. Ich habe so das Gefühl als wäre Churchill ein wenig ihr "Anführer" darum wird ihm auch der Erzähler nicht wirklich böse sein können.

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Re: 1 - "Vorwort" bis Kapitel 2
« Antwort #3 am: 27. Juli 2010, 13:05:15 »

Ich habe nun das zweite Kapitel beendet. Da hier aber noch nicht so viel los ist, werde ich mal eine kurze Pause machen und erst weiterlesen, wenn ihr anderen auch so weit seid, sonst macht das ja keinen Sinn.

Ich weiß noch nicht so richtig, was ich von dem Buch halten soll. In einigen Dingen ist es sehr ungewöhnlich. Zum Beispiel gibt es wenig wörtliche Rede und wenn dann ist sie nicht mit Anführungszeichen gekennzeichnet. Da muss ich manchmal schon überlegen, wer jetzt was sagt oder ob überhaupt was gesagt wird. Das stört mich eigentlich aber nicht, es ist nur eine Sache der Konzentration.

Verwirrender finde ich die vielen Zeitsprünge, die der Erzähler macht. Er erzählt eine Geschichte und springt auf einmal in die Vergangenheit zu einem ganz anderen Ereignis. Bis man wieder bei der eigentlichen Geschichte landet, hat man fast vergessen, um was es eigenltich ging. Momentan fällt es mir zwar noch nicht so schwer, den Geschehnissen zu folgen und alles eingermaßen in eine zeitliche Abfolge zu bringen, aber wenn das jetzt noch 400 Seiten so weitergeht, könnte es irgendwann kompliziert werden.

Ich finde es gut, dass die 4 Freunde so unterschiedlich sind, so fällt es von Anfang an nicht schwer, jedem seine Charaktereigenschaften zuzuordnen und sie und ihre Vergangenheit nicht zu verwechseln.

Ofir hat mir sehr leid getan, als die Geschichte von seinem Vater erzählt wurde. Wie er da immer wieder versucht hat, eine besondere Vater-Sohn-Beziehung aufzubauen und dann doch immer wieder gescheitert ist. Aber wenigstens scheint er jetzt sein Glück gefunden zu haben. Ich bin gespannt, was passiert, wenn er mit seiner neuen Freundin in Israel auftaucht.

Und am Ende des 2. Kapitels dann noch der Schock: Jaara und Churchill wollen heiraten. Das zerstört alle Hoffnungen des Erzählers (und auch meine!) dass er jemals wieder mit Jaara zusammenkommt.

Amichai ist bisher derjenige der 4 Freunde, über den man am wenigsten weiß, bzw. der mir am wenigsten greifbar erscheint. Das mag daran liegen, dass er durch Frau und Kinder eher bodenständig ist.

Sehr absurd fand ich den Gedanken, ein Inserat aufzugeben um sich wieder einen 4. Freund für die Clique zu suchen, nachdem Ofir auf Reisen gegangen ist. Ich denke nicht, dass man Freunde so gezielt suchen kann. Aber wahrscheinlich war das auch gar nicht so ernst gemeint.
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Re: 1 - "Vorwort" bis Kapitel 2
« Antwort #4 am: 28. Juli 2010, 16:45:45 »

Nun habe ich auch endlich angefangen ;)

Gleich im  Vorwort stellt man sich viele Fragen - wie ist Juval gestorben, wenn seine Habseligkeiten bei der Polizei abzuholen sind? Das muss ja mindestens ein Unfall, wenn nicht Schlimmeres gewesen sein. Und wieso muss Churchill die Sachen holen, wieso macht das nicht Juvals Familie?

Von schriftstellerischen Ambitionen hat Churchill auch nichts gewusst, doch offenbar hat Juval die Geschichte ihrer gemeinsamen Clique aufgezeichnet, so wie er sie selbst erlebt und gesehen hat, was auch bedeutet, dass Churchill selber gar nicht gut wegkommt. Aber er hat doch so viel Respekt vor seinem toten (ehemaligen?) Freund, dass er nur kleine orthographische Korrekturen vornimmt und einen sachlichen Fehler behebt.

EDIT - weiter geht's, ich wurde gerade unterbrochen und habe vorsorglich mal den Beitrag abgeschickt ...

Kapitel 1

Nun beginnt also Juvals Manuskript. Ofir, der Werbetexter, hat in seiner Freizeit keine Lust, kreativ zu sein :breitgrins: Amichai ist eher bodenständig, als einziger schon verheiratet und Vater und lebt seine kreative Ader eher durch Vorschläge an seine Freunde aus, die die meistens doof finden ;) Churchill ist der Schillernde, Auffällige, vor Selbstvertrauen Strotzende, den alle mögen und dem keiner richtig böse sein kann, selbst wenn er großen Mist baut (sogar, wenn er einem die Freundin ausspannt ... ich glaube, das könnte ich auch nur schwer verzeihen.) Und Juval? Von ihm wissen wir hauptsächlich, dass er unsterblich in Jaara verliebt ist.

Was die Freunde verbindet, ist unter anderem Fußball. Ich fand's toll, wie sie aufzählen, welche Weltmeisterschaften sie bereits zusammen geguckt haben. Besonders gefiel mir der Satz "Ein Glück, dass es Weltmeisterschaften gibt (...) So gerinnt die Zeit nicht zu einem großen Klumpen, alle vier Jahre kann man innehalten und schauen, was sich verändert hat." Mir geht es ähnlich ;)

Die Idee, dass jeder drei Wünsche zu Papier bringt, finden natürlich wieder alle außer Amichai blöd, machen dann aber doch mit :lachen: Die Wünsche spiegeln die einzelnen Charaktere ganz gut wider.
« Letzte Änderung: 28. Juli 2010, 16:57:02 von Valentine »
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Re: 1 - "Vorwort" bis Kapitel 2
« Antwort #5 am: 28. Juli 2010, 16:59:59 »

Ich komme irgendwie nicht zum schreiben, lesen lässt sich das Buch ganz angenehm.

Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob, und wenn ja welchen von den ganzen Jungs ich am meisten mag.

Trotz aller Betonung des Freundschaftscharakters komme ich gerade am Ende dieses Abschnitts nicht um den Egoismus dahinter herum.
Alleine die Idee, einen abwesenden Freund durch eine Annonce ersetzen zu wollen, ist doch ein schlechter Scherz. Das Problem ist, dass ich es in der Darstellung, wie im Buch, nicht wirklich als Scherz identifizieren kann, sondern es recht ernst wirkt. Sobald die Veränderung eines von ihnen so offensichtlich geworden ist, dass sie sie nicht ignorieren können, machen sie ihm Vorwürfe, wollen ihn wieder auf Spur bringen und suchen tatsächlich Ersatz. Irgendwie schon eine echte Männerfreundschaft, man macht sich vielleicht Gedanken über die Gefühle des anderen, aber redet nicht drüber und geht zumindest offiziell nicht darauf ein.  :breitgrins:
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Ein Buch, das man liebt, darf man nicht leihen, sondern muss es besitzen.  (Friedrich Nietzsche)

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Re: 1 - "Vorwort" bis Kapitel 2
« Antwort #6 am: 29. Juli 2010, 09:37:51 »

Das Problem ist, dass ich es in der Darstellung, wie im Buch, nicht wirklich als Scherz identifizieren kann, sondern es recht ernst wirkt.

Das habe ich ganz anders aufgefasst, für mich las es sich doch eher wie ein, wenn auch vielleicht blöder, Witz.
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Re: 1 - "Vorwort" bis Kapitel 2
« Antwort #7 am: 29. Juli 2010, 18:39:10 »

Den Auszug aus Juvals Magisterarbeit fand ich strange, damit konnte ich nun eher wenig anfangen. Allerdings ist das Thema "Philosophen, die ihre Meinung ändern" ein spannender Ansatz. Meist denkt man ja eher, dass ein Philosoph seiner Denkschule ein Leben lang verhaftet ist.

Warum ist eigentlich der Anfang des 2. Kapitels in einer anderen Schriftart gesetzt?

Ofir hat ein ziemliches Vaterproblem, dieser hält ihn für verweichlicht, und immer, wenn Ofir mal für ihn ein Mann sein will, geht es daneben, siehe das zerdepperte Flugzeug. Schade, wenn Eltern ihre Kinder nicht so akzeptieren können, wie sie sind, nur weil sie nicht in ein althergebrachtes Rollenschema passen. Und dann auch noch
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Und nun also ein Nervenzusammenbruch. Ob Ofir überfordert ist mit der Beförderung in einem Job, der ihm gar keinen Spaß zu machen scheint?

Daraufhin dann der totale Ausstieg aus dem Alltag, und Ofir bleibt auf einem spirituellen Trip in Indien kleben. Damit hätte ich nun gar nicht gerechnet. Dafür wird eine neue Tradition geboren, die Telefonate nach dem Fußballspiel.

Die Beobachtung, dass man bei Menschen, die man ständig sieht, Veränderungen kaum wahrnimmt, habe ich selbst auch schon gemacht. Manchmal ist das sogar ein wenig erschreckend.

Auch der Vergleich mit dem "Schälen" gefällt mir, wie er in seiner Geschichte immer tiefer vorzustoßen versucht.

Über die Geschichten aus Indien musste ich lachen - genau dieses stoische Sich-mit-allem-Abfinden ist bisher allen Indienreisenden, mit denen ich gesprochen habe, sehr merkwürdig vorgekommen.

Zum Schluss dann der Knalleffekt für Juval:
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Nevos Metaphern gefallen mir übrigens. "Kalkweiß wie der Punkt in der Mitte des Sechzehners" oder eine Krankenschwester, "dünn wie ein Reagenzglas" :breitgrins: Das finde ich originell, ohne dass es überkandidelt und gewollt rüberkommt.

Was mich dagegen nervt, ist das schlampige Lektorat! Mich stört es nicht, wenn Anführungszeichen fehlen (vielleicht ist das auch eine israelische Spezialität, bei Zeruya Shalev ist es genauso), aber wenn es andauernd nach einem Ausrufe- oder Fragezeichen am Ende der wörtlichen Rede groß weitergeht, könnte ich Pickel kriegen :grmpf:
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Re: 1 - "Vorwort" bis Kapitel 2
« Antwort #8 am: 29. Juli 2010, 22:19:34 »

Den Auszug aus Juvals Magisterarbeit fand ich strange, damit konnte ich nun eher wenig anfangen. Allerdings ist das Thema "Philosophen, die ihre Meinung ändern" ein spannender Ansatz. Meist denkt man ja eher, dass ein Philosoph seiner Denkschule ein Leben lang verhaftet ist.

Warum ist eigentlich der Anfang des 2. Kapitels in einer anderen Schriftart gesetzt?


Die Magisterarbeit fand ich auch sehr seltsam, außerdem ist nicht ganz klar geworden, warum das nun an der Stelle steht. Ich bin gespannt, ob wir noch mehr solche Auszüge zu lesen bekommen und ob sie am Ende doch einen Zusammenhang zur Geschichte haben.

Das mit der anderen Schriftart habe ich  mich auch gefragt, aber ich hatte es schon wieder vergessen, als ich meinen Beitrag hier geschrieben habe.
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Re: 1 - "Vorwort" bis Kapitel 2
« Antwort #9 am: 30. Juli 2010, 09:36:54 »

Hallo zusammen,

gestern abend habe ich endlich endlich auch mit der Lektüre begonnen. Allerdings habe ich dank ziemlicher Müdigkeit nicht komplett den ersten Teil geschafft... Deshalb lese ich auch erstmal Eure Beiträge nicht, sondern schildere nur schnell meine ersten Eindrücke.
Dir Erklärung zu Beginn hat mir gut gefallen, da sie einen ungewöhnlichen Start in das Buch bedeutet. Der Ich-Erzähler stirbt also offensichtlich im Laufe der Geschichte. Ansonsten sind mir die Freunde sehr sympathisch - jeder auf seine etwas spezielle Art. Obwohl - bei Churchill bin ich mir noch nicht sicher. Er schnappt sich die Freundin seines besten Freundes... Immerhin gesteht er sofort und entschuldigt sich. Sicher, so etwas kann passieren und beruht ja nicht nur auf Einseitigkeit, trotzdem ist es bitter für den Verlassenen und dessen Wut wäre nur allzu verständlich. Doch hier ist die Freundschaft offensichtlich sehr viel wert...
Das Buch lässt sich gut lesen, nur die nicht vorhandenen Anführungszeichen bei der direkten Rede 'fehlen' und machen -ebenso wie etliche Zeitsprünge - einige Konzentration nötig.
Ansonsten gefällt mir vor allem die Idee mit den Zetteln und den WM-Betrachtungszeiträumen...
Ob Juval die nächste WM noch erlebt?

Liebe Grüße
dubh
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Re: 1 - "Vorwort" bis Kapitel 2
« Antwort #10 am: 30. Juli 2010, 11:42:38 »

Ob Juval die nächste WM noch erlebt?

Im Vorspann hieß es doch, dass Churchill am 1. Juni 2002 Juvals Sachen bei der Polizei abholt. Ich fürchte also, mit der 5. gemeinsamen WM sieht es schlecht aus.
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Re: 1 - "Vorwort" bis Kapitel 2
« Antwort #11 am: 30. Juli 2010, 15:19:45 »

Ob Juval die nächste WM noch erlebt?

Im Vorspann hieß es doch, dass Churchill am 1. Juni 2002 Juvals Sachen bei der Polizei abholt. Ich fürchte also, mit der 5. gemeinsamen WM sieht es schlecht aus.

Du hast recht! Das hatte ich beim Posten gar nicht mehr bedacht...  :redface: Dann 'verpasst' Juval die WM in Japan/Südkorea ganz knapp.

Liebe Grüße
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Re: 1 - "Vorwort" bis Kapitel 2
« Antwort #12 am: 31. Juli 2010, 09:15:21 »

Hallo zusammen,

langsam komme ich voran - was allerdings nicht am Buch liegt.
Irgendwie meint man, die Personen nach dem ersten Abschnitt gut zu kennen; alle bis auf Juval selbst.
Ofir tat mir sehr leid - sein Vater scheint nicht wirklich auf eine gute Beziehung mit seinem Sohn aus zu sein. Und wenn irgendetwas schief läuft, schiebt er es ganz einfach auf die Erziehung bei der Mutter.
Amichai ist immerhin schon verheiratet und hat Zwillinge, aber er ist derjenige, der die abgedrehtesten Ideen hat, die nicht wirklich auf Begeisterung bei den Kumpels stoßen. Naja, bis auf die Zettel-Idee.
Churchill wirkt irgendwie selbstverliebt auf mich (vor allem im Umgang mit Frauen oder dem Gerede über sie) und trotzdem auch unsicher (als ef beispielsweise Juval das Versprechen abnimmt, nach dem Militär mit ihm nach Tel Aviv zu ziehen). Er scheint gerne der 'Anführer' der Clique zu sein, aber Juval scheint als Rückhalt/Absicherung zu dienen... Und dann die Chose mit Jaara! Ich kann Juvals Rückzug gut verstehen! Klar, er hat auch Sehnsucht nach den Freunden, aber dennocn sitzt der Schmerz einigermaßen tief. Die Selbstgeißelung an der Ampel ist auch verständlich: Juval will wissen wie es sich anfühlt, die beiden so zu sehen, will aber keinesfalls selbst entdeckt werden.
Was ich mich an der ein oder anderen Stelle mit Churchill gefragt habe: er hat in der Erklärung ja geschrieben, dass er an der ein oder anderen Stelle schlecht oder gar falsch wegkommt... Ist das wirklich so? Oder schreibt er das lediglich im Vorwort, weil ihn die Geschichte mit Jaara zum Beispiel in keinem guten Licht erscheinen lässt und ihm das noch immer leid tut? So weiß man ja nicht, was ihn tendenziell stört und was nicht. Tricky, oder? Und auch wenn ich nicht viel über Juval erfahren habe, so nehme ich ihm die 'Chronik' irgendwie ab...

Liebe Grüße
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Re: 1 - "Vorwort" bis Kapitel 2
« Antwort #13 am: 31. Juli 2010, 19:42:38 »

Hallöchen,

langsam aber sicher komme ich auch weiter. Vorwort und das erste Kapitel habe ich schon beendet! ;) Yuhu...bis jetzt gefällt mir das Buch echt gut, auch wenn es mir anfangs wirklich schwer viel mich in die Sprache hinein zuversetzen. Mittlerweile macht es mir aber wirklich Spass und ich hoffe, ich kann heute Abend noch Kapitel 2 beenden, dann werde ich auch mal was zu euren Kommentaren schreiben (momentan hab ich Angst davon was zu lesen und vom Inhalt zu erfahren ;) ).

Liebe Grüße

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Re: 1 - "Vorwort" bis Kapitel 2
« Antwort #14 am: 01. August 2010, 21:25:05 »

Hallöchen,

so, ich habe dann gestern auch endlich mal den ersten Teil beendet! ;) Wie unten schon erwähnt gefällt mir das Buch eigentlich schon recht gut, allerdings finde ich, ähnlich, wie stefanie die Zeitsprünge und auch die "wörtliche Rede", die nicht so dargestellt wird, ziemlich verwirrend und muss mich immer wieder zurückrufen mich doch etwas mehr beim Lesen des Buches zu konzentrieren!
Diese Beziehung vun Churchill und Jaara finde ich irgendwie seltsam und ich finde es schon ziemlich krass, dass Churchill das scheinbar nicht mehr so schlimm findet, dass er seinem Freund, die Freundin ausspannen kann. Vorallem nach den Worten (sinngemäß) Frauen gehen, Freunde bleiben. Und jetzt will er sie heiraten und verletzt Juval damit noch mehr? Das finde ich irgendwie schon ziemlich traurig. Aber ich kann Juval ziemlich gut verstehen, dass er da wenig Kontakt mit seinen Freunden haben möchte, da diese ja auch weiterhin mit Churchill befreundet sind.
Wer mir bist jetzt am sympathischsten ist, kann ich wirklich nicht sagen, auf jeden fall ist mir bis jetzt Churchill am unsympathistschen und ich mag Iona (?) irgendwie recht gerne.
Weiß mittlerweile jemand, warum das 2. Kapitel in einer anderen Schrift geschrieben wurde? Und welchen Sinn der Auszug auf der Magisterarbeit hat? (Das habe ich nämlich leider auch nicht so ganz verstanden!)

Sooo, ich hoffe, ich kann heute Abend noch mit dem zweiten Teil beginnen! ;)

Liebe Grüße

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