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Autor Thema: Khaled Hosseini - Drachenläufer  (Gelesen 6524 mal)

stefanie_j_h

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Re: Khaled Hosseini - Drachenläufer
« Antwort #30 am: 28. Mai 2009, 11:14:41 »

Nun habe ich das Buch auch endlich gelesen und kann die allgemeine Begeisterung nicht so ganz nachvollziehen. Auch mir hat das Buch gut gefallen, aber für mich war es nicht das beste Buch des Jahres oder ein besonderes Lesehighlight.

Im ersten Teil, in dem die Kindheit von Amir und Hassan thematisiert wird, war ich noch richtig begeistert, das Buch hat mich total in seinen Bann gezogen und ich konnte es nicht mehr zur Seite legen. Mit sehr viel Gefühl wird Amir beschrieben, seine schwierige Beziehung zu seinem Vater und schließlich der "Verrat" an Hassan. Auch die Beschreibungen von Kabul vor dem Krieg fand ich sehr interessant.
Leider hat das Buch danach für mich stark nachgelassen. Der Teil in den USA war für mich sehr langweilig und las sich wie eine zweitklassige Familiengeschichte. Erst als Amir zurück nach Kabul fährt, kommt nochmal Schwung in die Geschichte. In diesem Teil war mir dann aber alles zu traurig, zu grausam, zu schrecklich um mir wirklich zu gefallen.
Es ist mir klar, dass man die Taliban und den Krieg in Afghanistan nicht schönreden kann oder sollte, doch manche Szenen musste ich überblättern, weil mir übel wurde. Das kann ja nicht der Sinn eines Buches sein. Manche Dinge muss man auch der Vorstellungskraft des Lesers überlassen, finde ich.

Die vielen Zufälle am Ende waren mir dann auch etwas zu viel. Die Geschichte fügt sich so perfekt, zu perfekt um wahr zu sein.

Es ist ein gutes, interessantes Buch, das einen schönen Vergleich zieht, zwischen Kabul damals und Kabul heute, das ist für mich auch der große Pluspunkt. Ich habe das Buch zum Großteil gerne gelesen und habe auch viel über Afghanistan erfahren, deshalb gibt es 4ratten
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SunshineSunny

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Antw:Khaled Hosseini - Drachenläufer
« Antwort #31 am: 06. Juni 2009, 16:19:41 »



Inhalt:
Im Jahr 1975 ist Amir zwölf Jahre alt. Um seinem Vater seine Stärke zu beweisen, will er unbedingt bei einem Wettbewerb im Drachensteigen gewinnen. Dazu braucht er Hassans Hilfe. Hassan ist sein bester Freund. Obwohl sein Vater der Diener von Amirs Vater ist, hat die innige Freundschaft der Jungen allen Herausforderungen standgehalten. Bis zum Ende dieses erfolgreichen Wettkampfes, als Amir sie auf schreckliche Weise verrät.
Die dramatische Geschichte einer Freundschaft, eine Geschichte von Liebe und Verrat, Trennung und Wiedergutmachung vor dem Hintergrund der jüngsten Vergangenheit Afghanistans.

Meinung:
Mir hat das Buch schon ganz gut gefallen, aber als das beste Buch des Jahres würde ich es auch nicht bezeichnen. Bevor ich das Buch begonnen habe, dachte ich, Amir und Hassan wären sehr gute Freunde. Doch ich wurde eines besseren belehrt. Für Hassan war Amir sein bester Freund und diese innige Freundschaft konnte nicht mal Amir selbst zerstören. Er war immer eifersüchtig auf Hassan, er hatte das Gefühl immer besser sein zu müssen als er. Denn nur dann, so glaubte er, würde sein Vater in akzeptieren. Es ging so weit, dass Amir Hassan der in große Not geraten war in Stich lässt und ihn dann sogar aus dem Haus vergrault. Aber irgendwie tat mir Amir auch Leid, denn er hatte immer das Gefühl als wollte ihn sein Vater gar nicht haben.
Als Amir und sein Vater vor dem Krieg flüchten und nach Amerika ziehen ändert sich ihr Verhältnis.
Auch ich fand den Teil in Amerika eher langweilig und belanglos. Doch als Amir wieder nach Amerika geht um seinem alten Freund, seinen letzten Wunsch zu erfüllen wurde das Buch wieder sehr interessant. Endlich lernt er, was es heißt, sich um jemanden zu kümmern und jemanden beschützen zu wollen, notfalls auch mit dem eigenen Leben.

Ich vergebe:

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Wendy

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Antw:Khaled Hosseini - Drachenläufer
« Antwort #32 am: 01. Dezember 2009, 22:28:56 »

Salaam!

Nach zwei Jahren auf dem SUB hat es dieses Buch nun doch geschafft, von mir gelesen zu werden und das in ziemlich kurzer Zeit.



Meine Meinung:
Meine Erwartungen an dieses Buch waren sehr, sehr hoch. Mit weniger als einem umwerfend guten Buch, das mich zu Tränen rührt, wollte ich mich gar nicht erst zufrieden geben. Und für etwa 100 Seiten hielt dieses Buch alles was mir begeisterte Rezensionen versprochen hatten.

Amir und Hassans Kindheit in Afghanistan, ihre Freundschaft und vor allem die Beziehung zwischen Amir und seinem Vater, fand ich dermaßen spannend und faszinierend, dass ich mich schon freute, wieder eines dieser Bücher in Händen zu halten, die einen vergessen lassen, dass man zumindest eine Mahlzeit am Tag zu sich nehmen sollte. Ich war begeistert von den Bildern, die Hosseine mit Sprache malen konnte, vom Drachensteigen und von Amir als gänzlich menschlichem Charakter. Den Anfang genoss ich also in vollen Zügen. Eine Szene war dabei aber so heftig, dass ich danach eine Pause brauchte und erst mal zwei Tage gar nichts lesen konnte. Dass diese Szene nicht nur mich als Leserin furchtbar bedrückt hat, sondern auch das Leben der Charaktere völlig verändern sollte, hätte ich mir denken können.

Schade fand ich, dass ab diesem Zeitpunkt die Qualität der Geschichte - zumindest für mich - bergab ging. Es war immer noch spannend, ich wollte immer noch wissen, was passiert und der Krieg war ausgebrochen. Es passierte also ständig etwas und Langeweile kann man diesem Buch nun wirklich nicht vorwerfen. Doch der Zauber der Kindheit in Afghanistan, der Schreibstil, der mich so gefangen genommen hatte, war verflogen. Ob dies Absicht war, weil auch die Kindheit von Amir und Hassan selbst zu früh zu Ende gegangen ist, weiß ich nicht.

Auch das Ende (und damit meine ich die letzten 100 Seiten) fand ich nicht so toll. Vieles, und zwar wirklich unangenehm vieles, konnte ich erraten, vorhersehen oder zumindest stark vermuten. Das hat den Tränenfaktor bei mir stark runtergeschraubt. Natürlich war ich trotzdem entsetzt über die Gräueltaten der Taliban und den Krieg an sich, aber Amirs Schicksal war relativ vorhersehbar für mich. Auch bildhaft schlossen sich am Ende zu viele Kreise und alles ging etwas zu rund - und das obwohl das Ende der Geschichte auch nicht gerade Friede, Freude, Eierkuchen ist. :hm:

Insgesamt würde ich das Buch weiterempfehlen, finde allerdings, dass es weit über seine Qualität gelobt wurde und leider nicht hält, was es verspricht.

4ratten

Liebe Grüße,
Wendy
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Kirsten

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Antw:Khaled Hosseini - Drachenläufer
« Antwort #33 am: 10. Februar 2010, 08:30:47 »

Hallo!

Nach langem Anlauf habe ich mich auch an Drachenläufer gewagt. Ich bin bei so hochgelobten Büchern immer etwas mißtrauisch weil sie selten meine hohen Erwartungen erfüllen können. Dieses Buch ist eine Ausnahme, denn es hat mich von der ersten Seite an festgehalten.

Anfangs scheint die Freundschaft zwischen Amir und Hassan perfekt zu sein, aber schon bald tun sich Risse auf. Es sind zunächst Kleinigkeiten. Amir steht nicht zu seinem Freund wenn es darum geht, den Standesunterschied zu überbrücken. Im Lauf der Geschichte kommt die Eifersucht dazu, die immer stärker wird. Zum Schluß kann Amir Hassan nicht mal mehr in seiner Nähe ertragen während Hassan ihm immer noch blind ergeben ist- egal wie sich sein Freund ihm gegenüber verhält. Gerade aufgrund von Amirs Verhalten in den letzten gemeinsamen Tagen mit Hassan blieb er mir über die gesamte Geschichte hinweg unsympatisch, egal wie er sich veränderte.

Khaled Hosseini beschreibt ein Afghanistan das ich so bisher nicht kannte. Der Rückblick auf vergangen Zeiten hat mir sehr gut gefallen denn man vergißt nur allzu oft, dass es dort auch ein Leben vor den Taliban und auch vor den Russen gab. Was mir nicht so gut gefallen hat war dass sich gerade wichtige Dinge zu stark wiederholt haben. Das wirkte auch mich zu konstruiert, als ob der Autor mit Gewalt auf bestimmte Dinge aufmerksam machen wollte. Deshalb gibt es hier einen kleinen Punktabzug denn ich finde, dass Drachenläufer das nicht nötig gahbt hat.
4ratten :marypipeshalbeprivatmaus:

Liebe Grüße
Kirsten
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bella*

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Re: Khaled Hosseini - Drachenläufer
« Antwort #34 am: 27. Mai 2010, 22:00:25 »

Nachdem sich das Buch doch schon einige Monate auf meinem SUB befindet, allerdings bald die Leserunde zu dem zweiten Buch von Khaled Hosseini startet, musste ich das Buch doch vorher noch lesen.
Ich habe es zu keinem Zeitpunkt bereut. Es ist für meine eine wunderbare Geschichte von Freundschaft, Liebe und dem Leben. Allerdings ist das Buch durchzogen von permanenten Höhen und Tiefen. Ein trauriger Aspekt neben der Geschichte, ist die Tatsache, dass das Afghanistan, wie es zu Anfang in dem Buch beschrieben wird, heute nicht mehr existiert. Die erste Hälfte es Buches spielt vor der „Machtergreifung“ der Taliban in Afghanistan und ich habe richtig Lust bekommen dieses Land zu bereisen und es kennen zu lernen, allerdings war mir im nächsten Momentan auch bewusste, dass es nicht mehr so ist, wie beschrieben. Afghanistan und die Menschen und auch die Kultur müssen wunderschön gewesen sein, doch leider ist davon nicht mehr übrig. Dieser Aspekt hat mich sehr zum Nachdenken angeregt. Nichts desto trotz hat mir das Buch sehr gut gefallen, Khaled Hosseini beschreibt in einer sehr schönen Sprache die Geschichte zwischen Amir und Hassan, die Unterschiede in der Gesellschaft und das Erwachsenwerden.

Für mich ist es ein sehr sehr schönes, wenn auch gleichzeitig trauriges Buch und bekommt dafür

 5ratten          :tipp:
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Avila

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Re: Khaled Hosseini - Drachenläufer
« Antwort #35 am: 09. August 2010, 20:19:45 »

Ich weiß ehrlich gesagt noch gar nicht so genau, was ich jetzt von dem Buch halten soll.

Es war schon sehr berührend und schön, aber auf der anderen Seite auch wirklich sehr grausam und irgendwie hab ich mir da etwas anderes ... nicht erhofft, ich dachte einfach, es wird mehr über Hassan und Amir als Kindesfreunde geschrieben. Aber so war es natürlich auch okay, aber der Klappentext hat mich in die Irre geführt.

Aber das Buch hat es doch geschafft, dass ich mich nun ein bisschen mehr für das Thema interessieren kann. Irgendwie hab ich immer direkt abgeschaltet, wenn es um Afghanistan und die Taliban ging, weil mir das immer zu verwirrend war. Aber eigentlich ist es das gar nicht.

Amir mag ich als Protagonisten sehr gerne, weil er nicht nur positiv ist und man ihn manchmal auch am liebsten ohrfeigen würde, weil er es einfach nicht schafft, Hassan mehr zu unterstützen. Aber wenn er unfehlbar wäre, dann wäre er auch nicht mehr wirklich menschlich, von daher ist es schon gut wie es ist. Das Gleiche gilt auch für Baba.

Hm, ja. Ich gebe dem Buch

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Tammy1982

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Re: Khaled Hosseini - Drachenläufer
« Antwort #36 am: 26. Dezember 2010, 18:37:52 »

Hallo Ihr Lieben,

nachdem ich diese wundervolle Buch vor kurzem zu Ende gelesen habe, folgt hier auch meine Meinung:

Amir und Hassan wachsen in den 70er Jahren gemeinsam in Afghanistan auf. Die beiden sind eigentlich sehr gute Freunde, mit dem kleinen Zusatz, dass Hassan und sein Vater Diener im Haus von Amir und seinem Vater sind. Jedoch verbindet die beiden Väter der Jungs eine innige Freundschaft, die weit über das Dienstverhältnis hinaus reicht. Da Hassan und sein Vater zu den Hazara gehören, werden sie öfters beschimpft und beleidigt und teilweise auch tätlich angegriffen. Amir steht offiziell oft nicht wirklich zu Hassan und lädt so eine Schuld auf sich, die er Jahre später wieder versucht gut zu machen.

Das Buch hat mich von der ersten Seite an gefangen genommen und ich habe es innerhalb von ein paar Tagen quasi in einem Rutsch zu Ende gelesen. Beschrieben wird die Zeit in Afghanistan in den 70er Jahren, ein kurzer Abriss über die Angriffe durch die Russen und schließlich erlebt man Afghanistan mit den Augen von Amir, der nach über 20 Jahren Abwesenheit in ein komplett zerstörtes Land zurückgekehrt, um seine große Schuld wieder gut zu machen.

Erzählt wird die Geschichte aus Sicht von Amir, was das Buch für mich teilweise schon schwer gemacht hat, da Amir mit sich selbst hart ins Gericht geht und sich in keinem besonders positiven Licht präsentiert. Er ist eifersüchtig auf Hassan und irgendwo v. a. ein kleiner Junge, der die ganze Zeit versucht die Liebe seines Vaters zu erlangen und erst sehr viele Jahre später die Wahrheit erfährt.
Hassan lernt der Leser nur durch die Augen von Amir kennen und Hassan ist Amir treu ergeben und würde alles für ihn tun. Das macht er auch und egal was passiert, Hassan hält immer zu Amir.

Durch diese Ich-Erzählweise hatte ich das Gefühl die Geschichte viel näher zu erleben. Gleichzeitig hat es mich total berührt über ein Afghanistan zu lesen, wo zwar auch nicht alles perfekt war, aber Frieden geherrscht hat und die Menschen glücklich waren und dann über ein Land zu lesen, in dem in den Halbzeitpausen zwischen einem Fußball-Spiel einfach so zwei Menschen gesteinigt werden und die Oberanführer das wahrlich nicht aus irgendwelchem religiösen Gründen tuen, sondern einfach nur aus Spaß an der Macht und dem Schmerz anderer.
Die doppeldeutige Moral der Taliban-Anhänger wird ganz gut über ein Ekelpaket dargestellt, der schon zu Amir's Schulzeiten unmöglich ist und seine perversen Vorlieben unter der Taliban dann erst so richtig ausleben kann.

Das Ende ist dabei kein Happy End im wirklichen Sinne. Es ist ein Ende, dass Hoffnung macht, aber doch alles offen lässt.

Bis zu diesem Zeitpunkt habe ich noch nie ein Buch über Afghanistan gelesen und ich muss sagen, dass der Autor es geschafft hat, mich erstens sehr zu berühren und zweitens meine Neugierde zu wecken, mehr über ein Land zu erfahren, dass man derzeit nur aus den Nachrichten kennt, in denen man aber nie etwas Positives hört.

Ein ganz tolles Buch und das 2. Buch von Khaled Hosseini habe ich mir bereits bestellt! Für mich ein absoluter  :tipp:

Dafür gibt es  5ratten

Liebe Grüße
Tammy  :winken:
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StrawberryCupcake

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Re: Khaled Hosseini - Drachenläufer
« Antwort #37 am: 29. August 2011, 21:47:14 »

"The Kite Runner" gehört zu meinen absoluten Lieblingsbüchern.

Hier werd ich sicher auch SPOILERN, also wer das Buch noch nicht kennt, sollte das hier besser nicht lesen.  :zwinker:

Von Anfang an war ich total drin in der Geschichte und kam einfach nicht mehr raus, auch in den Stunden, in denen ich nicht gelesen habe.

Hassan hat mir das Herz gebrochen mit seiner Loyalität und Selbstlosigkeit. Wenn ich an die Szene mit den Granatäpfeln denke könnte ich schon wieder heulen.

Amir hab ich zu diesem Zeitpunkt wirklich gehasst. Dass er einfach nichts gesagt hat und zugesehen hat, wie sein bester Freund auf der ganzen Welt geht, hat mich so wütend gemacht. Vor allem die Tatsache, dass Hassan sogar hier so selbstlos war und für Amir gelogen hat.

Spoiler (Klick zum Anzeigen/Verbergen)

Aber das ist auch der einzige Punkt, den ich zu bekritteln habe. Das Buch ist wahnsinnig toll geschrieben, ich mag die Charaktere und die Geschichte von Afghanistan fand ich auch sehr faszinierend. Viel davon wusste ich davor gar nicht.

Und das Ende ist sowieso der Hammer finde ich. Da musst ich mit Tränen in den Augen lächeln.

Und der absolute Overkill war für mich sowieso der Satz "For you, a thousand times over."

Geniales Buch!

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« Letzte Änderung: 29. August 2011, 22:04:53 von Alfa_Romea »
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Alfa_Romea

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Re: Khaled Hosseini - Drachenläufer
« Antwort #38 am: 29. August 2011, 22:10:22 »

Hi StrawberryCupcake und herzlich willkommen im Forum!

Damit du künftig nicht mehr spoilern musst, verfügt dieses Forum über einen wunderbaren Spoiler-Button. Wenn du ein Posting schreibst, siehst du den Button in der Werkzeugleiste gleich unterhalb des Dropdowns für die Schriftgrösse - es ist der Knubbel mit dem  auf weissem Grund. Ich habe ihn in dein Posting reineditiert.

Falls du das Spoilern üben möchtest, haben wir dafür einen Extrathread. Tob dich aus  :zwinker:

Lieber Gruss

Alfa Romea
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StrawberryCupcake

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Re: Khaled Hosseini - Drachenläufer
« Antwort #39 am: 29. August 2011, 23:07:31 »

Vielen Dank für die Info! :)

Ich hab ja bei einigen anderen Beiträgen schon gesehen, dass es so etwas gibt aber ich hab beim besten Willen nicht alleine herausfinden können, wie man das macht.

Schön, dass ich das jetzt auch kann. Dann muss ich mir keine Sorgen mehr machen, dass ich jemandem unabsichtlich das Lesevergnügen versaue.  :smile:
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tina

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Re: Khaled Hosseini - Drachenläufer
« Antwort #40 am: 15. September 2011, 14:46:30 »

Khaled Hosseini – Drachenläufer


OT: The Kite Runner
OA: 2003
385 Seiten
ISBN: 978-3833301490

Inhalt:

Amir, Sohn eines wohlhabenden Paschtunen, verbindet eine enge Freundschaft mit Hassan, dem Sohn des Hausdieners. Die Jungen verbringen ihre Kindheit wie Brüder, und zu ihren Lieblingsbeschäftigungen gehört es, Drachen steigen zu lassen. Doch eines Tages begeht Amir auf furchtbare Weise Verrat an Hassan, ihre Freundschaft zerbricht. Jahrzehnte später sieht Amir dann die Gelegenheit, seinen schlimmen Fehler wiedergutzumachen. Doch gleichzeitig zweifelt er daran, die große Schuld, die er als Kind auf sich geladen hat, so viele Jahre später sühnen zu können.
(Quelle: Amazon)

Eigene Meinung:

Dieses Buch spielt teilweise in einem Afghanistan, welches wohl der Allgemeinheit eher unbekannt ist. Das Afghanistan von Amir und Hassans Kindheit. Das Afghanistan vor dem sowjetischen Einmarsch. Hier wird ein Bild einer liberalen und was Männer und Frauen angeht eher gleichberechtigten Gesellschaft. Allerdings werden wir auch hier konfrontiert mit Vorurteilen, Rassismus und Ungerechtigkeit gegenüber den Hazara, einer in der afghanischen Heimat vorkommenden Minderheit. Dies stellt jedoch für die Familie von Amir kein Problem dar. Die Hazara, Vater Ali und sein Sohn Hassan, welche in dieser Familie arbeiten, werden eher wie Familienangehörige behandelt, anstatt als Bedienstete. Auch ist die Familie Amir nicht gerade das, was man in muslimischem Sinne als religiös bezeichnet. Hosseini macht uns sachte mit diesem Afghanistan vertraut und umso erschreckender erscheinen dem Leser die Veränderungen, welche dieses Land durchmacht. Ganz besonders eindrücklich wird von dem Autor die Zeit nach der Machtergreifung der Taliban geschildert. Auch wenn der Inhalt dieses Romans mit seinem Protagonisten reine Fiktion ist, so jedoch nicht die Gewalt- und Schreckensherrschaft der Taliban. Diese Darstellungen sind erschreckend real und uns bekannt durch viele Dokumentationen über dieses Land. Jedoch bekommt, dieser Schrecken ein ganz persönliches Gesicht durch die Verbindung mit den Protagonisten, welche uns durch den Autor ans Herz gelegt werden. Somit ist es Khaled Hosseini gelungen, eine ganz besondere Sensibilität für die afghanische Bevölkerung zu schaffen und zwar durch alle Bevölkerungsschichten hindurch.
Noch eine andere wichtige Intension des Autors liegt in der Betrachtung hinsichtlich der Bedeutung der Heimat und Familie für jeden einzelnen Menschen und was es bedeutet diese Wurzeln, welche für unsere Identität so elementar sind, zu verlieren. Gerade so wie ein Drache, welcher von seiner Schnur getrennt wurde. Auch Themen wie Freundschaft, Vertrauen, Verrat und Loyalität sind unabdingbar mit dem Leben der Protagonisten verbunden.
Auch das Ende des Romans ist real und sehr glaubwürdig dargestellt.
Dieses Buch vermittelt in einer dramatischen und spannenden Geschichte sehr viel wissenswertes, über ein malträtiertes Land und die zerstörten Seelen seiner Einwohner.
Dieses Buch bleibt dem Leser auch nach dem Lesen noch lange durch seine eindrucksvoll vermittelten Bilder, im Gedächtnis.

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Tina
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