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Autor Thema: Sabriye Tenberken - Mein siebtes Jahr (Die blinden Kinder von Tibet)  (Gelesen 285 mal)

foenig

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Mein siebtes Jahr (Die blinden Kinder von Tibet)
Sabriye Tenberken



Kurzbeschreibung (von Amazon):
Vor sieben Jahren gründete Sabriye Tenberken in Tibet ein Zentrum für blinde Kinder. Dort leben und lernen Tashi, Tendsin und all die anderen, die von ihren Familien aufgegeben wurden. Denn auch heute noch hält man in Tibet Blindheit für eine Strafe für Vergehen in einem früheren Leben. Sabriye Tenberken erzählt die berührenden Lebensgeschichten ihrer Schützlinge und schildert die spektakuläre Besteigung des Siebentausenders Lhagpa Ri im Himalaja - eine neue Herausforderung für die Kinder, die ihre eigenen Gipfel längst bezwungen haben. Mit ihrer Geschichte beweist Sabriye Tenberken einmal mehr, dass Blindheit nicht bedeuten muss, vom Leben ausgeschlossen zu sein...

Meine Meinung:
Nachdem der blinde Bergsteiger Erik Weihenmayer den Mount Everest gemeistert hat, nimmt Sabriye, die selbst blind ist, mit ihm Kontakt auf. Durch diesen Kontakt kommt es zur Idee gemeinsam einen Berg zu meistern. Aber zunächst waren nicht alle ausgewählten Jugendlichen allzu begeistert von der Idee. Schließlich ist ein körperlich unglaublich anstrengendes Projekt, dass auch schon Monate vorher körperliche Vorbereitung bedeutet. Das ganze Projekt wird auch von einem Filmteam begleitet. Sehr amüsiert habe ich mich über die Beschreibung wie die amerikanische Regisseurin versucht hat ein Interview mit den tibetischen Jugendlichen vorab zu führen. Da sind einfach zwei völlig fremde Welten aufeinander getroffen!
Sabriye beschreibt einzelne Schicksale der blinden Jugendlichen, wie z. B. das von Gyendsen. Er war nicht von Geburt an blind, sondern bekam mit 9 Jahren eine Augeninfektion, die zu spät behandelt wurde. Seine Blindheit wird als Strafe von einem Dämon angesehen, weshalb seine Eltern ihn die meiste Zeit im Haus versteckt hielten um nicht ihr gutes Ansehen im Dorf zu verlieren. Selbst jetzt nachdem Gyendsen auf einer weiterführenden Regelschule intergriert ist, sagen seine Eltern über ihn folgendes: Er war der klügste Junge im Dorf und jetzt ist er zu nichts mehr nütze.
Etwas nervig fand ich, dass ein ziemlich lang gewordener Einschub über ein neues Projekt verhinderte, dass ich mehr über die Bergbesteigung erfahren habe. Ich bin davon ausgegangen, dass diese Bergbesteigung das Hauptthema des Buches sein würde. Das neue Projekt ist zwar auch interessant, aber eigentlich war ich viel neugieriger auf die Bergtour. Man begleitet aber Sabriye und eine Freundin mit vier Pferden viele Seiten lang durch halb Tibet. Die Pferde mussten zur neuen Trainingsfarm gebracht werden, wo die blinde Erwachsene die Möglichkeit einer Ausbildung bekommen sollen. Dieses Projekt klingt zwar sehr spannend, aber man erfährt leider kaum etwas davon.
Zum Schluss kehrt man aber doch wieder zum Aufstieg des Lhagpa Ris zurück! Die Beschreibungen des Aufstiegs und der zwischenmenschlichen Probleme fand ich sehr interessant und sie haben mich wieder versöhnt, so dass ich den Einschub mit der Pferdewanderung quer durch Tibet nicht mehr so schlimm finde! Nun bin ich sehr neugierig geworden und ich denke ich werde mir den dazugehörigen Film besorgen müssen!

Mein Fazit: Schonungslose Einblicke in die Welt tibetischer blinder Jugendlicher, die einen selbst motivieren seine Ziele und Wünsche zu verfolgen      4ratten :marypipeshalbeprivatmaus:

Zusatzinformationen:
Das erste Buch von Sabriye Tenberken (Mein Weg führt nach Tibet) beschreibt den Aufbau der Blindenschule in Tibet.


Das zweite Buch von Sabriye Tenberken (Das siebte Jahr) kenne ich nicht, aber es scheint sich hauptsächlich um die Besteigung des Lhagpa Ris zu drehen.


Das dritte Buch von Sabriye Tenberken ist das hier vorgestellte...

Der Film Blindsight beschäftigt sich mit den Jugendlichen, die die Besteigung des Lhagpa Ris wagen und dessen Besteigung selbst.
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