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Autor Thema: Eva Ibbotson - Das Lied eines Sommers  (Gelesen 211 mal)

Kiba

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Eva Ibbotson - Das Lied eines Sommers
« am: 11. Juli 2010, 23:18:09 »

Eva Ibbotson

Das Lied eines Sommers


A Song for Summer



Die intellektuellen Norchester-Schwestern sind emanzipiert. Als unerschrockene Suffragetten wurden sie beim Kampf für das Frauenwahlrecht sogar inhaftiert. Sie sind unkonventionell, vielseitig interessiet und ständig beschäftigt. Selbstverständlich haben sie große Pläne mit Ellen, der einzigen Tochter bzw. Nichte der Norchesters. Aber Ellen ist leider etwas aus der Art geschlagen. Sie freundet sich mit Henny an, der österreichischen Haushälterin/Lebensgefährtin des Großvaters, und ist begeistert vom Kochen, Backen, Putzen & Co. Auf den ersten Blick eine Anti-Emanze, geht Ellen aber sehr zielstebig ihren Weg, schließt die Hauswirtschaftsschule mit Auszeichnung ab und geht - in Erinnerung an die mittlerweile verstorbene Henny - nach Österreich, um Hausmutter in einem Internat zu werden.

In der recht ausgefallenen Schule, wo vor allem die künstlerischen Talente der Kinder gefördert werden, trifft Ellen jede Menge Exzentriker und Problemkinder. Mit ihrer freundlichen Art überzeugt Ellen aber sehr schnell, und bald ist sie die allseits beliebte gute Seele der Schule. Auch mit dem Gärtnergehilfen Marek schließt sie Freundschaft. Der Deutschböhme ist zwar manchmal etwas zugeknöpft, aber immer hilfsbereit.

Währenddessen wird die Lage in Europa immer kritischer, man schreibt das Jahr 1937. Marek hilft in riskanten nächtlichen Aktionen Naziverfolgten bei der Flucht ins (noch) sichere Polen. Als Ellen sich schon gründlich in Marek verliebt hat, erfährt sie, dass er ein erfolgreicher Komponist ist, dem die Musikwelt zu Füßen liegt und der sich bestimmt nichts aus einer einfachen Köchin macht... Marek ist zwar durchaus interessiert, aber nach ihrer Verlobung erleidet er einen schweren Schicksalsschlag und trennt sich von Ellen, weil er nur noch seine Rache im Kopf hat.

Dann beginnt der Krieg. Ellen ist wieder in London und leistet diverse freiwillige Hilfsdienste für ihr englisches Vaterland. Die Zeit vergeht, und schließlich gibt sie ihrem langjährigen Verehrer Kendrick das Jawort, wenn auch halbherzig. Marek war mehrere Jahre bei der Luftwaffe und kommt schließlich in ein englisches Internierungslager. Als er dort entlassen wird, heiraten Ellen und Kendrick gerade, aber Marek ist wieder als Pilot im Dienst und unternimmt nichts gegen die Heirat. 1941 wird er verwundet. Weil er nicht mehr kriegstauglich ist, soll er als Ausbilder nach Kanada gehen. Kurz vor seiner Abreise treffen er und Ellen sich zufällig wieder und stellen fest, dass ihre Liebe noch nicht vorbei ist...


An einigen Stellen ist die Geschichte etwas seicht, die Figuren zu flach. Alle anderen Romane, die ich von Eva Ibbotson bisher gelesen habe, gefielen mir besser als dieser. Außerdem ist der Klappentext gespickt mit sachlichen Fehlern. Trotzdem ist es ein nettes, unterhaltsames, humorvolles Buch, und es reicht gerade so eben noch für

 4ratten
« Letzte Änderung: 11. Juli 2010, 23:20:43 von Kiba »
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