
Klappentext:Odenwald, 1495. Eine Hebamme, auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Ein Hexensohn, den niemand will. Ein Mädchen zwischen Himmel und Hölle. Ein fanatischer Mönch auf der Jagd nach der Brut des Satans.Ein gnadenloser Burgherr mit einem entsetzlichen Geheimnis. Eine Geschichte aus dunkler Zeit, in der die Flammen des Hasses hell lodern.
Meine Meinung:Der Klappentext trifft es wirklich gut. Alles beginnt mit der Hexenverbrennung, wie üblich eine Hebamme, die sich mit dem Teufel verbündet haben soll.
Von der Familie bleibt nur Sohn Nicklas. Haus und Eltern werden ihm genommen. Und mit dieser Geschichte hat er auch kein einfaches Leben dort im Dorf.
Nur die kleine Herrad, die Tochter des Schmieds, kann ihm ohne Vorurteile in die Augen schauen und spricht mit ihm.
Bald werden beide unabhängig voneinander gezwungen, ein Leben in der Stadt zu versuchen, neu anzufangen. Das Schicksal verbindet sie aber.
Die Geschichte ist erschreckend und spannend. Zum Glück keine Spur von billigen, kitschigen Sprachverirrungen, bei denen einem die Spucke wegbleibt.
Ich fand das Lesen sehr angenehm und konnte kaum aufhören. Sehr anschaulich wird über die Hexenproblematik berichtet, die Zustände damals, die Ängste der Menschen und den Wahnsinn derjenigen, die über Leben und Tod entscheiden durften.
Positiv war außerdem, dass meine Nerven verschont blieben von Intrigen, die gern einmal übermäßig in die Länge gezogen werden. Dieser Roman hier ist stimmig.... stimmig was die Charaktere betrifft und die flüssige Handlung.
Fazit: Reicht nicht an Gablé und Co, aber für einen gemütlichen Lesesonntag sehr geeignet.
Oder sollte ich sagen... ein Lichtblick nach Marthe?

Es gibt sie noch... kleine historische Romane, die fesseln.

LG Kati
