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Autor Thema: John Ajvide Lindqvist - Menschenhafen  (Gelesen 1089 mal)

Stormy

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Re: John Ajvide Lindqvist - Menschenhafen
« Antwort #15 am: 16. August 2010, 19:11:41 »

@Stormcrow:
:kommmalherfreundchen: Wie ist die Sprache? WIE?                    :zwinker:

:breitgrins: Hihi, ist nicht böse gemeint, nur für mich so als nicht-schwedischkundige Person klingt es total seltsam. Wenn man es kann, ist es bestimmt spannend... Aber sprechen wir wieder von der Stimme, also ich finde sie suuper! Fast so toll wie die von meinem Traummann, oh, vielleicht auch etwas toller... :engel:
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Levia

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Re: John Ajvide Lindqvist - Menschenhafen
« Antwort #16 am: 16. August 2010, 20:07:40 »

Die Stimme ist wirklich toll und schwedisch sowieso. Auch wenn ich finnisch noch ein wenig schöner finde.  :breitgrins:
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HoldenCaulfield

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Re: John Ajvide Lindqvist - Menschenhafen
« Antwort #17 am: 10. November 2010, 23:02:38 »

Ich habe Menschenhafen abgebrochen. Das erste Mal das mir ein Roman des Autors überhaupt nicht gefallen hat. Es konnte mich nicht überzeugen. Ich glaube an der ein oder andern Stelle ist es mir zu sehr ins Fantasymäßige abgerutscht, das hat meiner Meinung nach überhaupt nicht zum Rest der Handlung gepasst. Irgendwie hat sich alles gezogen und ich wollte nur noch aufhören und nie wieder weiterlesen weil ich micht entsetzlich dabei gelangweilt hab.
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Sonnenschirm

Babsi

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Re: John Ajvide Lindqvist - Menschenhafen
« Antwort #18 am: 10. November 2010, 23:43:13 »

Wisst ihr eigentlich, dass Ajvide Lindqvist eine äußerst sympathische Stimme hat? Wahrscheinlich nicht; wenn ihr sie hören wollt, könnt ihr das hier tun. Er liest das Hörbuch zu "Menschenhafen" selbst, natürlich auf Schwedisch, aber um seine Stimme zu hören und auch mal einen Eindruck vom Klang der schwedischen Sprache zu bekommen, eignet sich dieses Hörbeispiel gut. (Auf "lyssna här" unter dem Cover von "Människohamn" klicken.)
Ich habe mich sofort in seine Stimme verliebt :herz: und werde wohl gleich der Bibliothek einen Besuch abstatten.

Tolle Stimme, was beneide ich Dich um die Möglichkeit einfach in die nächste Bibliothek gehen zu können und dort das Hörbuch gelesen von Lindqvist auszuleihen. Die Stimme ist der Wahnsinn.
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Liebe Grüße von Babsi

Stormy

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Re: John Ajvide Lindqvist - Menschenhafen
« Antwort #19 am: 11. November 2010, 12:42:55 »

Wisst ihr eigentlich, dass Ajvide Lindqvist eine äußerst sympathische Stimme hat? Wahrscheinlich nicht; wenn ihr sie hören wollt, könnt ihr das hier tun. Er liest das Hörbuch zu "Menschenhafen" selbst, natürlich auf Schwedisch, aber um seine Stimme zu hören und auch mal einen Eindruck vom Klang der schwedischen Sprache zu bekommen, eignet sich dieses Hörbeispiel gut. (Auf "lyssna här" unter dem Cover von "Människohamn" klicken.)
Ich habe mich sofort in seine Stimme verliebt :herz: und werde wohl gleich der Bibliothek einen Besuch abstatten.

Tolle Stimme, was beneide ich Dich um die Möglichkeit einfach in die nächste Bibliothek gehen zu können und dort das Hörbuch gelesen von Lindqvist auszuleihen. Die Stimme ist der Wahnsinn.

Das tun wir alle.  :breitgrins: Ich schätze, ich lese es anfangs nächstes Jahr.
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Nirika

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Re: John Ajvide Lindqvist - Menschenhafen
« Antwort #20 am: 11. November 2010, 22:24:33 »

Wisst ihr eigentlich, dass Ajvide Lindqvist eine äußerst sympathische Stimme hat? Wahrscheinlich nicht; wenn ihr sie hören wollt, könnt ihr das hier tun. Er liest das Hörbuch zu "Menschenhafen" selbst, natürlich auf Schwedisch, aber um seine Stimme zu hören und auch mal einen Eindruck vom Klang der schwedischen Sprache zu bekommen, eignet sich dieses Hörbeispiel gut. (Auf "lyssna här" unter dem Cover von "Människohamn" klicken.)
Ich habe mich sofort in seine Stimme verliebt :herz: und werde wohl gleich der Bibliothek einen Besuch abstatten.
Wer sind denn wir alle? Also ich zähle mich nicht dazu. Ich werde das Buch weder lesen noch hören. Ich glaube, das ist mir zu gruselig

Tolle Stimme, was beneide ich Dich um die Möglichkeit einfach in die nächste Bibliothek gehen zu können und dort das Hörbuch gelesen von Lindqvist auszuleihen. Die Stimme ist der Wahnsinn.

Das tun wir alle.  :breitgrins: Ich schätze, ich lese es anfangs nächstes Jahr.
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Stormy

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Re: John Ajvide Lindqvist - Menschenhafen
« Antwort #21 am: 26. Dezember 2010, 15:27:00 »

So, nachdem wir uns hier ausführlich über die tolle Stimme des Autors ausgelassen haben, hier meine Rezi zum Buch:

Zitat
Willkommen auf Domarö
Es ist ein Ort, den Sie auf keiner Seekarte finden werden, es sei denn, Sie schauen ganz genau hin. Die Insel liegt gut zwei Seemeilen östlich von Refsnäs in den südlichen Schären der Roslagen genannten Landschaft nördlich von Stockholm, in der Nähe des Festlands, weit entfernt von den Inseln Söderarm und Tjärven am Rande des offenen Meeres.
Sie müssen ein paar Inseln wegnehmen, leere Wasserflächen zwischen ihnen schaffen, um Domarö entdecken zu können. Dann werden Sie auch den Leuchtturm auf Gåvasten und all die anderen Landmarken sehen, die in dieser Geschichte auftauchen.

Auf dieser Insel verschwindet eines kalten Wintertages ein kleines Mädchen auf der freien Eisfläche vor dem Leuchtturm. Als ihr Vater Anders zwei Jahre später auf die Insel zurückkehrt, um dort sein aus den Fugen geratenes Leben wieder in den Griff zu bekommen, beginnt für ihn eine eindringliche Reise, die auch den Zuschauer/Leser zeitweise schlecht schlafen lässt.

Es ist kein klassischer Horrorroman mit viel Blut und Schockeffekten, dafür aber umso subtiler. Die Unterschwelligen Andeutungen und lange unerklärten Ereignisse sind es, die den Horror in diesem Buch ausmachen. Hinzu kommt die intensive emotionale „Reise“, die Anders durchmacht. Aber nicht nur Anders, sondern auch diverse andere Bewohner der Insel erleben Eindringliches. Sie alle werden ausführlich beschrieben und ihre Geschichten malerisch  und doch lebensecht geschildert. Man nimmt es ihm einfach ab. Man glaubt es. Alles, sei es noch so absurd, wirkt, als hätte es wirklich passieren können. John Ajvide Lindqvist ist ein Meister der Verwebungen von Fantasie und Realität.

Fantasie ist ein gutes Stichwort, denn vor allem gegen den Schluss hat das Buch durchaus fantastische Elemente. Dies tut der Faszination aber keinen Abbruch, im Gegenteil; Ajvide Lindqvist schildert das alles mit einer solchen Vorstellungskraft, dass es mir leicht gefallen ist, mir die teilweise wirklich sehr unwahrscheinlichen Bilder vorzustellen.

Der Schluss fegt auch gleich alle Fragezeichen weg. All die Dinge, die während dem ganzen Buch nicht erklärt werden und von denen man sich fragt, was sie sollen, werden am Schluss deutlich. Ich könnte es jemandem, der mich danach fragte, nicht erklären. Aber ich weiss, was er sagen will. Und das macht meiner Meinung nach auch einen Teil von Ajvide Lindqvists Meisterhaftigkeit aus. Nur eine Frage, bleibt nämlich
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Aber da es ohne das Buch nicht geben würde, braucht dies nicht beantwortet zu werden.

Ich kann nur 5ratten und einen  :tipp: für dieses Buch geben.

Es mag nicht ganz objektiv erscheinen, aber Schwachstelle habe ich tatsächlich keine einzige gefunden. Ich konnte es kaum noch aus der Hand legen und war zu keinem Zeitpunkt genervt – höchstens erschöpft von der Intensität.
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Kati

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Re: John Ajvide Lindqvist - Menschenhafen
« Antwort #22 am: 26. Dezember 2010, 15:42:03 »

Sind das eigentlich Einzelromane oder gehören die Bücher dieses Autors zu einer Serie?  :winken:
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HoldenCaulfield

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Re: John Ajvide Lindqvist - Menschenhafen
« Antwort #23 am: 26. Dezember 2010, 15:44:02 »

@Kati
Sie gehören alle nicht zusammen. :)
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Re: John Ajvide Lindqvist - Menschenhafen
« Antwort #24 am: 26. Dezember 2010, 15:46:28 »

@Kati: Kann Holden bestätigen, du kannst beruhigt einfach mit irgendeinem anfangen. :breitgrins: Wie kommst du denn darauf? Einfach so?
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Kati

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Re: John Ajvide Lindqvist - Menschenhafen
« Antwort #25 am: 26. Dezember 2010, 15:51:15 »

@Kati: Kann Holden bestätigen, du kannst beruhigt einfach mit irgendeinem anfangen. :breitgrins: Wie kommst du denn darauf? Einfach so?

Na man weiß ja nie... ein Autor - eine Serie...  :breitgrins:
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Hanni

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Re: John Ajvide Lindqvist - Menschenhafen
« Antwort #26 am: 17. November 2011, 16:30:24 »

Inhaltsangabe laut Amazon:

"Papa, was ist das? Da drüben auf dem Eis?" Ein strahlend schöner Wintertag. Anders steht mit seiner sechsjährigen Tochter im Leuchtturm der Insel Gåvasten und schaut aufs Meer hinaus. Eis, überall Eis. Und Schnee. Was hat seine Tochter da in der Ferne erspäht? Da ist doch nichts. Kurz darauf läuft Maja hinaus, um nachzusehen und der Albtraum beginnt. Obwohl sie auf der freien Eisfläche nicht verschwinden kann, passiert genau das. Plötzlich ist sie weg. Spurlos verschwunden. Anders und seine Frau haben kein Kind mehr ... Jahre später erreichen Anders plötzlich mysteriöse Botschaften. Lebt Maja etwa noch?

Meine Meinung:

Diese Geschichte hat meine Erwartungen weit übertroffen. Ich habe schon „So ruhet in Frieden“ und „So finster die Nacht“ gelesen, die mich beide überzeugt haben, aber dieses Buch hat mich fast noch mehr gefangen genommen. Wo die beiden anderen Geschichten doch von Anfang an sehr im Horrorbereich angesiedelt sind und zum Teil auch recht gruselige Szenen haben, beginnt diese Geschichte erst mal ziemlich normal. Ein kleines Mädchen verschwindet, ein Vater, der mit dem Verlust nicht umgehen kann und zum Ort des Geschehens zurück kehrt. Stück für Stück, ähnlich einem Puzzle, werden nacheinander die Geschichten von den einzelnen Personen erzählt und miteinander verwoben, bis man sich ein recht gutes Bild vom Leben auf der Insel machen kann.

Zu Anfang habe ich mich fast gefragt, ob diese Geschichte überhaupt irgendwann gruselig wird, denn lange Zeit wird nur erzählt, von einer Person zur anderen wandert der Leser durch Domorö und erfährt so einiges über seine Bewohner. Als dann endlich etwas Übersinnliches in die Geschichte hinein floss, habe ich mich fast gestört gefühlt dadurch, so sehr war ich gefangen genommen von den menschlichen Problemen auf der Insel. Doch auch das wurde ziemlich gut eingebettet und plötzlich nahm der Gruselfaktor zu und ich konnte das Buch fast nicht mehr aus den Händen legen, so spannend wurde es. Ich habe in der Zeit nicht allzu viel geschlafen, dafür habe ich mich herzhaft gegruselt und konnte wieder wunderbar mitfühlen und mitleiden mit den wundervoll gezeichneten Charakteren.

John Ajvide Lindqvist ist mit diesem Buch noch eine Stufe höher in meiner Achtung geklettert und ich möchte ihn direkt als meinen absoluten Lieblingsschriftsteller bezeichnen. Kein anderer schafft es, mich auf der Gefühlsebene so anzusprechen und mitzureissen. Dafür vergebe ich natürlich volle Rattenzahl:

 5ratten und den  :tipp:
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Liebe Grüsse
Hanni