Ich habe
David Grossman: Zickzackkind beendet.
Zum Schluß hin hat es mir noch einmal sehr gut gefallen. Zwischendurch fand ich es etwas zu übertrieben, zu phantastisch-märchenhaft, aber trotzdem wurde der sozusagen "reelle rote Faden" beibehalten. Wie gesagt, ging es um die Person der Mutter des Jungen, ihre Herkunft, wie seine Eltern sich kennenlernten und ihre Ehe, und um das Erbteil Nonos von seiten seiner Mutter (charakterlich gesehen). Am Ende stand dann die Erkenntnis, daß er zwar Erbteile von beiden seiner (sehr gegensätzlichen) Eltern in sich trägt, aber trotzdem ein eigenständiger Mensch ist und seine eigenen Entscheidungen treffen kann... und das fand ich schön.
Zwar blieben einige Dinge bis zum Ende unklar, aber ich kann mit dem Schluß des Buches sehr gut leben, zumal noch etwas eingetroffen ist, was ich mir von Anfang an gewünscht hatte. (Da Saltanah das Buch ja noch lesen will, bleibe ich diesbezüglich mal etwas im Undeutlichen.

)
Es sei nur soviel gesagt, daß Gabi eine der Personen ist, die mir im Buch am besten gefallen haben.
@SaltanahInteressant, daß in der englischen Übersetzung dieser Textstelle gar keine Rede vom Donnerstag ist... Aber im Original muß es ja gestanden haben, denn wie käme es sonst in die deutsche Übersetzung hinein? Ich habe es so verstanden, daß sie mindestens einmal im Monat nach Tel Aviv fahren, nicht nur wegen der Schokoladenfabrik, sondern auch weil Nono gern im Meer badet, und um vor der Tür der Schauspielerin Lola Chapparola zu warten bis sie heimkommt. Und ja, das muß dann wohl immer donnerstags gewesen sein, wobei mich das im Nachhinein etwas zum Grübeln bringt, denn hatte Nono nicht in der Regel donnerstags Schule? Oder fuhren sie nur nachmittags?
Wie auch immer, im Buch steht das nicht so genau und ist mir auch nicht als Ungereimtheit aufgefallen, da es die ganze Zeit über sowieso ziemlich phantastisch zugeht.
Rezis/Kommentare zu diesem Buch und zu
Die Geschwister Oppermann folgen in den nächsten Tagen, denn heute schaffe ich das sicher nicht mehr.
Grüße, kaluma