Hallo zusammen,
dank des herrlichen Wetters draußen habe ich das Buch heute ein bißchen vernachlässigt - lediglich dreiviertel des ersten Abschnitts habe ich bislang gelesen. Trotzdem gefällt es mir ziemlich gut - Ethan Whitaker ist zwar unsympathisch, aber ein gewisses Verständnis habe ich trotzdem für ihn.

Im Grunde weiß er ja, wie einsam er ist, wie gegensätzlich er zu seinem eigenen Gesülze vor Kameras und in Seminaren lebt...
Machen Sie das, was ich sage, aber nicht das, was ich tue. Er hat Geld wie Heu, ist berühmt und ihm liegen nicht nur die Frauen zu Füßen und trotzdem ist er offensichtlich alleine. Was ihn unausstehlich macht, ist sein extremer Hand zu Karriere, Erfolg und Ansehen. Ich habe keine Ahnung, wie man für solche Dinge restlos alles opfern kann!
Gespannt bin ich vor allem darauf, zu erfahren wo und wie er Céline wiedertrifft - denn er muss sie ja wiedersehen, wenn sie ihn -laut Klappentext- zu ihrer Hochzeit einlädt. Und auch die wahre Identität der "Callgirls" interessiert mich... Ob irgendjemand Ethan reingelegt hat? Alleine der komplette Filmriss könnte ja auf sowas hindeuten. KO-Tropfen beispielsweise.
An einer Stelle habe ich übrigens gestutzt:
"Vor seinem Kleiderschrank entschied er sich für seinen Lieblingsanzug aus Baumwolle und Seide, der er mit einem weißen Hemd und einem Paar edler Santoni-Schuhe kombinierte." (Seite 22)
... und dann...
"Stattdessen nahm er sich zusammen, blinzelte Richtung Monitor - sein blaues Hemd kam gut rüber [...]" (Seite 37)
Nachdem er sich mit seinem Anzug Richtung Fernsehstudio aufmacht, zwischendurch einen kleinen Umweg macht und dann nur noch einen kurzen Abstecher in die Maske machen kann, bevor er in die Show muss, nehme ich ihm einen Hemdenwechsel nicht ab. Hat da das Lektorat gepennt?

@ Dubh
Er scheint mir da recht schmerzlos zu sein. Was nicht in seine Lebensplanung passt, muss gehen. Der Eindruck ist bei mir jedenfalls bisher entstanden. 
Ja, kann sein. Irgendwie habe ich aber auch den Eindruck, dass da noch etwas anderes dahinter stecken könnte. Schließlich denkt er ja immer, dass er nicht gut für die anderen ist, dass es Céline schaden würde. Vielleicht klärt sich da noch etwas...
Ethan ist mir bisher nicht gerade sympatisch. Es ist ihm schnurz, das seine erste Verlobte vielleicht umkommt vor lauter Sorge. Keine einzige Erklärung gibt er ihr. Und ich stelle mir gerade vor, was sie wohl denken könnte, wenn sie Jahre später sein Gesicht irgendwo in Zeitschriften sieht, oder im Fernsehen.
Das habe ich mich auch gefragt! Sicher, sie kommen ja beide aus Boston und vielleicht lebt sie da noch, aber wenn er durch verschiedene Talkshows tingelt (und Loretta scheint Oprah Winfrey zu sein

) und einen großen Artikel in der New York Times landet, dann wird seine ehemalige Verlobte sicherlich von ihm gehört haben... Boah, wäre ich wütend!
Mir macht das Buch jedenfalls Spaß.
Liebe Grüße
dubh