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Autor Thema: Louise Erdrich - Von Büchern und Inseln  (Gelesen 321 mal)

Annabas

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Louise Erdrich - Von Büchern und Inseln
« am: 13. Mai 2010, 13:55:58 »


Louise Erdrich – Von Büchern und Inseln



Inhaltsangabe: (Klappentext)

„Seit mehr als zwei Jahrzehnten folgt die amerikanische Schriftstellerin Louise Erdrich in ihren Romanen der indianischen Erzähltradition ihrer Vorfahren. Jetzt hat sie sich mit ihrer jüngsten Tochter, der anderthalbjährigen Kiizhikok und deren Vater, einem Ojibwe-Medizinmann, aufgemacht, um ihre spirituelle Heimat neu zu entdecken und eine Anwort auf die Frage zu finden, warum sie sich von Büchern so unwiderstehlich angezogen fühlt. Ojibwe Country im Grenzgebiet zwischen Minnesota und Ontario ist ein unübersichtliches Gewirr aus Seen und Wäldern. Hier, wo ihre Vorfahren Jahrhunderte lebten, erkundet Erdrich mit dem Boot die zahllosen Inseln mit tausend Jahre alten Felsmalereien, beobachtet in der noch nahezu unberührten Natur Elche und Otter, hier erlebt sie ruhige Stunden des Reisens auf dem Wasser und besucht schließlich auch die legendäre, über 11.000 Bände umfassende Bibliothek, die der Forscher, Abenteurer und Philanthrop Ernest Oberholtzer vor hundert Jahren auf der Insel Mallard im Rainy Lake zusammengetragen hat. Stets ist sie auf ihrer Reise umgeben von den Geistern ihrer Ahnen, von ihren Geschichten, von dem, was sie mit ihnen verbindet. Jeder See, den sie mit ihrem Boot durchquert, ist für sie ein lebendiges Wesen, jeder Name hat für sie eine persönliche Bedeutung, jede Insel ist ein Buch und jedes Buch eine Insel.“

Der erste Satz:

„Meine Reisen konzentrieren sich inzwischen so auf Bücher und Inseln, dass die beiden für mich verschmelzen: Bücher, Inseln. Inseln, Bücher.“

Meine Meinung zum Buch:

Diese gut und flüssig zu lesenden Erinnerungen und Erlebnisse von Louise Erdrich habe ich gerne und mit großem Interesse gelesen. Man kann der Autorin auf ihrer Reise folgen und ihre Erlebnisse Tag für Tag mit erleben und durch ihre Augen sehen. Stets dabei stellt sich die Autorin die Frage: Warum Bücher? Und je nach dem, wo sie sich gerade befindet oder was sie gerade erlebt, findet sie unterschiedliche Antworten.

Leider blieb mir beim Lesen doch eine gewisse, unüberbrückbare Distanz zu der Reise und den Reflexionen der Autorin, so dass mich ihre Gedanken stellenweise nicht mehr berührten. Mir fehlte in dem Buch etwas die Leidenschaft bei der Suche. Für mich ging die Autorin sehr intellektuell an ihr Vorhaben heran. Nur manchmal konnte sich ein Funke auf mich übertragen – diese Stellen im Buch habe ich sehr genossen.

In meiner Ausgabe des Buches findet man auch einige kleinere Illustrationen, welche von der Autorin selbst stammen. Die fand ich sehr hübsch.

Zitat
“Bücher. Warum?
Damit ich mit anderen Menschen sprechen kann, ohne ihnen begegnen zu müssen.
Aus Angst vor Langeweile.
Damit ich nie allein bin.“

Gigaa-waabamin    :winken:
(Abschiedsgruß im Sinne von “Ich werde dich sehen” in Ojibwemowin)

Meine Bewertung: 3ratten       :marypipeshalbeprivatmaus:
Gespeichert
:blume:   "Dumme rennen, Kluge warten, Weise gehen in den Garten." Rabindranath Tagore (1861-1941)
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