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Autor Thema: Laurell K. Hamilton - Gierige Schatten  (Gelesen 250 mal)

Aeria

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Laurell K. Hamilton - Gierige Schatten
« am: 02. Mai 2010, 18:52:45 »



"Gierige Schatten" von Laurell K. Hamilton
4. Anita-Blake-Roman

Kurzbeschreibung lt. Amazon:

In St. Louis verschwinden immer wieder Leute, genauer gesagt: Werwölfe und andere Gestaltwandler. Der Leitwolf eines Werwolfrudels beauftragt Anita Blake damit, den Fall aufzuklären. Zugleich ist in seinem Rudel ein Kampf um die Anführerschaft ausgebrochen, und Anita gerät in die Feindseligkeiten, denn sie ist in den stärksten Konkurrenten des Leitwolfs verliebt. Sie hat schon somanches lebendig überstanden, diese Liebe jedoch könnte tödlich enden ...

Meine Meinung:

Der erste Band der Reihe gefiel mir überhaupt nicht, den zweiten fand ich toll, an den dritten kann ich mich nicht einmal mehr erinnern. Der vierte Band hätte, so mein Gedanke, wieder toll sein müssen. Vielleicht waren meine Erwartungen zu hoch, jedenfalls habe ich das Buch gestern enttäuscht zugeklappt.

Anita hat einen Freund - es ist der Werwolf Richard. Ich nehme an, der kommt schon im dritten Band vor, ich habe alles vergessen  :redface: . Aber so glatt läuft die Beziehung nicht, denn Anita lässt Richard nicht an sich heran, sie hat zu große Angst, verletzt zu werden. Dann ist da noch der Vampir Jean-Claude, der sein untotes Auge auf Anita geworfen hat und nicht bereit ist, sie kampflos einem Werwolf zu überlassen. Außerdem noch die Vampirin Gretchen, die nicht bereit ist, Jean-Claude irgendeinem anderen weiblichen Wesen zu überlassen.
Neben dem ganzen Beziehungsstress hat Anita noch alle Hände voll damit zu tun, die Polizei bei einem Mordfall zu unterstützen und im Aufttag des Chefs des Werwolfclans vermisste Gestaltwandlern zu finden.
Anitas Leben ist halt immer sehr abwechslungsreich.

Anita hat mich in diesem Band fürchterlich genervt. Man kapiert schon nach zwei Seiten, was für eine "harte" Frau sie doch ist, das braucht nicht immer noch weiter ausgeführt zu werden. Sie lässt sich von niemandem etwas sagen, schläft mit einer Waffe unterm Kopfkissen und ist besessen davon unabhängig zu sein. Ist an sich ja eigentlich nicht verkehrt, aber Anitas Buchfigur ist so überzeichnet, dass sie schon comichaft wirkt. Einfach mal einen Gang runterschalten, Frau Hamilton, das kommt sicher gut an. Und die Dialoge kürzer halten, bitte! Wie lange kann man denn über eine Sache diskutieren, verdammt?! Doch sicher nicht 15 Seiten lang!

Mir hat auch die Krimi-Handlung nicht gefallen, die kommt zu kurz. Eigentlich ermittelt Anita diesmal nicht einmal richtig. Dafür hat sie auch gar keine Zeit - sie fährt von A nach B, gerät in unangenehme Situationen, fährt nach Hause, zieht sich einen neuen Mantel über und zieht wieder los. Egal, wie schwer verletzt, Anita ist immer noch dazu in der Lage, eine Waffe zu ziehen... Ich habe mich auch während des ganzen Buches gefragt, wann die Frau denn mal schläft. Aber wer braucht schon Schlaf, oder? Doch sicher nicht Anita Blake, die kommt mit einer Stunde am Tag aus. Ja, wirklich sehr glaubwürdig.

In "Gierige Schatten" hat mir eigentlich überhaupt nichts gefallen, nicht einmal Jean-Claude. Der Witz, den ich im zweiten Band so gut fand, ist hier nicht vorhanden, und einen Sinn ergibt das Buch für mich irgendwie auch nicht...
Weitere Bände der Reihe habe ich erstmal von der Wunschliste gestrichen.

1ratten

***
Aeria
Gespeichert
Wenn schon Edward, dann Rochester!