Ich habe weitergelesen, bis zum
13. Kapitel und damit das
erste Buch ("Die Liebe") beendet.
Es gefällt mir gut, liest sich wunderschön und ich kann kaum aufhören.
Danke
Saltanah 
für die Erklärung zum Namen!

Ich bin nicht so mit isländischer Namensgebung vertraut, daß mir "Salka Valka" sofort als Namens-Kurzformen erkennbar gewesen wären.
Im
9. Kapitel (auf S. 73, Steidl) wird der vollständige Name Salkas erstmals genannt. Ich glaube, hier wäre dann bei mir auch der Groschen gefallen.
Salka freundet sich hier mit Arnaldur an. Das fand ich wunderschön, wie die beiden sich miteinander unterhalten und Arnaldur Salka einen Blick in seine Träume gestattet.

Der eitle selbstgefällige Lehrer übrigens, der Salka zuvor befragt, paßt für mich nahtlos in die Reihe der
"besseren Leute" des Dorfes (Arzt, Pfarrer).

Salka hat meine Hochachtung dafür, daß sie aus eigenem Antrieb und völlig selbständig in der Fischverarbeitung arbeiten geht. Donnerwetter! Hier erweist sie sich als eigenwillig im positiven Sinn, stark und ausdauernd. Wenn ich bedenke, daß sie nur wenig älter als meine Tochter ist (die zwar auch auf solche Ideen kommt, aber die Umsetzung vielleicht nicht ganz so hinbekommen würde...)
Der Kaufmann Bogesen überraschte mich positiv, als er Salka Kleidung schenkte. Das hätte ich nicht erwartet. Auf der anderen Seite hat er offenbar ein System von Lohn und Kredit aufgebaut, mit dem er zwar die Menschens des Dorfes versorgt (was öfter lobend erwähnt wird), aber auch in Abhängigkeit bringt, und für seinen eigenen Gewinn sorgt. Eine zwiespältige Angelegenheit, und Bogesen ist damit für mich eine zwiespältige Person. Immerhin scheint er eine Art gesellschaftlicher Verantwortung wahrzunehmen. Darin unterscheidet er sich von Gudmundsen aus dem "Fischkonzert".
Salkas Mutter hingegen überraschte mich negativ - kauft für sich selber ein von Salkas erarbeitetem Lohn!! Eigentlich müßte ihr doch klar sein, daß sie damit einen Keil zwischen sich und ihre Tochter treibt. Und dann denkt sie, wenn sie ihre Sünden bereut, ist alles wieder in Ordnung. So einfach ist es ja nun nicht.
Allerdings hat sie auch ihre Probleme, mit Steinthor.
Und was Steinthor am Endes des
13. Kapitels tut, war der erste Schock für mich in diesem Buch.

Das habe ich nicht kommen sehen! Arme Salka.
Und das alles lief noch unter der Überschrift
"Die Liebe".

Wenn das die Liebe sein soll, da frage ich mich doch, was das nächste Buch unter der Überschrift
"Der Tod" erst für uns Leser bereithält!
Ich hoffe aber, daß
"Die Liebe" sich auch ein bißchen auf Arnaldur bezog (mit dem Salka sich ja laut Klappentext anfreunden wird) und vielleicht auch auf die Liebe ihrer Mutter zu Jesus, oder gar zu Steinthor? (Übrigens bin ich nicht sicher, ob Sigurlinas Kind wirklich von ihm ist).