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Autor Thema: Fred Uhlmann - Der wiedergefundene Freund  (Gelesen 477 mal)

Jari

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Fred Uhlmann - Der wiedergefundene Freund
« am: 31. März 2010, 14:58:12 »

Als Konradin von Hohenfels neu in die Klasse kommt, ist Hans Schwarz sofort klar, dieser Junge wird sein Freund werden. Und das werden sie auch. Gemeinsam unternehmen sie alles, was 16-jährige Jungen so machen: Sie machen Ausflüge, unterhalten und streiten sich. Doch plötzlich droht die Freundschaft der beiden auseinanderzubrechen: Denn Hans ist Jude und die Geschichte spielt 1933...
 
Fred Uhlmans "Der wiedergefundene Freund" ist ein kurzes Buch. Ein sehr kurzes Buch. Man liest es in einem Atemzug durch, legt es weg und vergisst es. Zwar ist die Geschichte um die Freundschaft der beiden Jungen sehr berührend, ebenso das Ende, und auch die Sprache ist klar und lässt nichts offen. Doch ist das Buch beinahe zu offen: Man liest es durch und schlussendlich bleibt nur ein Achselzucken.
Dass es über das Buch ansonsten nicht viel zu sagen gibt, zeigt diese kurze Rezension. Für Schulen und diejenigen, die ein einfaches, klares Buch lesen möchten sehr praktisch, ansonsten jedoch ein sehr durchschnittlicher Titel ohne besondere Merkmale.



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Avila

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Re: Fred Uhlmann - Der wiedergefundene Freund
« Antwort #1 am: 13. April 2010, 17:36:27 »

Mir gefiel die Geschichte. Das Buch ist wirklich nicht sehr umfangreich. Es umfasst gerade mal 116 Seiten und teilweise sind die Seiten ja auch nur halb beschrieben, aber man weiß ja von Anfang an, worauf man sich einlässt.
Klar, man hätte natürlich einen paar hundert Seiten umfassenden Roman aus der Geschichte machen können, in der man alles noch detailierter beschreibt und auch das Ganze drumherm ein wenig mehr ausführt, anstatt es in kurzen Sätzen eben wieder zu geben, aber das macht den Reiz der Geschichte für mich aus. Der Autor beschränkt sich auf die Freundschaft zwischen dem Ich-Erzähler und Konradin. Alles andere spart er aus, weil es belanglos ist. Das Prägende war nicht die Hochzeit oder das Nazi-Regime, sondern die Freundschaft der beiden Jungs. Warum also großartig Worte darüber verlieren?
Mich hat das schon sehr bewegt und auch ein wenig nachdenklich (und natürlich traurig, wie immer bei dieser Thematik) zurück gelassen. Hitlers Herrschaft hat wirklich bis zum kleinen Mann hin gewirkt, erschreckend.


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