Ich konnte nach anfänglichen Zeitproblemen nun das 3. Kapitel des Buchs beenden.
Bis jetzt bin ich sehr positiv angetan, der Erzählstil ist anspruchsvoll aber ihm ist dennoch sehr leicht und flüssig zu folgen.
Das gesellschaftliche Umfeld ist meines Erachtens sehr gut beschrieben worden und man kann sich ohne Probleme in die Verhältnisse damals hineinversetzten, auch wenn sie teilweise doch sehr weltfremd wirken.
Der Beginn hat mich sehr beeindruckt, die Darstellung des Vaters hat einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Dabei kann ich nicht sagen ob mir der Vater nun eher sympathisch oder unsympathisch ist. Er erscheint stark verwurzelt in den bäuerlichen Gepflogenheiten.
Nach Ankunft in der Stadt ist für mich bewusst geworden das dem Vater sein Stolz arg im Weg steht. Er erscheint mir als ein Mann der seine Gefühle nicht zeigen möchte und auch für sich nicht sehen will, in letzter Konsequenz aber zu ihnen steht. Das merkt man vorallem an der Reaktion nach dem Vorschlag des Onkels.
Dabei hat mich die Wendung des Gesprächs sehr beeindruckt und von dem Vater menschlich überzeugt.

Was ich ganz vergessen hatte zu schreiben:
Schon im ersten Kapitel wird der sonderbare Titel des Buches angeschnitten:Es gibt wohl nichts Brutaleres als diesen jähen Gesichtswechsel einer Stadt. Es genügt, einen Häuserblock zu umrunden, und schon gelangt man vom Tag in die Nacht. (S. 26)
Der Tag, das ist das reiche Viertel, die Nacht die Slums und diese haben eine Schuld bei den Reichen einzufordern.
Die Einarbeitung des Titels hat mich auch sehr beeindruckt, finde ich sehr gelungen und auch bedeutend für das gesamte Buch!