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Autor Thema: Heinrich von Kleist - Die Marquise von O.  (Gelesen 399 mal)

Chibi

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Heinrich von Kleist - Die Marquise von O.
« am: 14. März 2010, 21:20:47 »



Meine Meinung

Nachdem mir "Aus dem Leben eines Taugenichts" so gut gefallen hat, obwohl es eine Schullektüre ist, habe ich von diesem Werk der Romantik erwartet, dass es mich wieder begeistert. Aber bereits nach einer Seite war mir klar, dass das nicht der Fall sein wird.

Was mir gar nicht gefallen hat ist, dass es keine direkte Rede gibt. Dadurch kamen mir diese Figuren und überhaupt die ganze Geschichte unnatürlich distanziert vor und jedes Mal, wenn ich das Buch weg gelegt habe, wollte ich nicht mehr weiterlesen, da ich eh keinen Zugang zu dem Buch finde.

Dazu kommt, dass ich das Buch einfach nicht verstanden habe.
spoiler Warum hat sie ihn nun sie abgewiesen und dann doch genommen?
In meiner Lektürehilfe steht, dass der letzte Satz das Rätsel löst, aber ich weiß es immer noch nicht. Vielleicht stehe ich auch einfach nur auf dem Schlauch...

Außerdem finde ich die Geschichte schon sehr unwirklich. Wie wahrscheinlich ist, dass einer Frau soetwas passiert? Und dann auch die Reaktion war mir vollkommen unverständlich, besonders, da sie bis zum Schluss ihre Meinung doch noch einmal ändern. Wären sie wenigstens bei ihrer Meinung geblieben...

Sonst fällt mir nur ein, dass mir die Sprache viel zu abgehoben war. Ich musste einige Sätze doppelt und dreifach lesen um das gelesene zu verstehen. Besonders nach dem Taugenichts, bei dem mir die Sprache viel lockerer vorkam, hat mir das gar nicht gefallen. Ich dachte ab der Romantik wären die Schullektüren endlich einfach zu lesen, aber falsch gedacht.

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Liebe Grüße
Chibi
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mondy

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Re: Heinrich von Kleist - Die Marquise von O.
« Antwort #1 am: 14. März 2010, 23:27:49 »

O, schade, dass du so einen schlechten Eindruck von Kleist bekommen hast! Ich liebe ihn ja heiß und innig und ganz besonders die Marquise! Die ist so herrlich verrückt und die weibliche Hauptperson ist einfach klasse!

Allerdings kann ich deine Abneigung verstehen, den Taugenichts fand ich, zum Beispiel, ganz furchtbar! Außerdem ist Kleist kein reiner Romantiker, sondern er steht zwischen Romantik und Klassik und ist allgemein eher ein "Ausnahmeschriftsteller" jenseits strenger Epochenmerkmale. Dass du bei ihm die erwarteten Romantikeinflüsse nicht wirklich gefunden hast, ist also nur verständlich.

Zur Lösung: Lies dir doch S.4 nochmal durch, das könnte eventuell zur Entwirrung beitragen! Man beachte den "Pausenstrich" in Zeile 26 ... in einer Pause kann so allerhand passieren!  :zwinker: 

Und zur Realitätsnähe: es geht ja um eine "unerhörte Begebenheit", da kann man nicht einfach eine altbekannte Geschichte wieder neu aufbrühen, da braucht es schon ein bisschen "Wow-Effekt".  :breitgrins:

Achja ... ich finds immer wieder spannend, wie unterschiedlich die Wahrnehmungen und die Geschmäcker doch sein können!  :winken:
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