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Autor Thema: Sir Ernest Shackleton - Mit der Endurance ins ewige Eis  (Gelesen 593 mal)

insekt

  • Gast
Sir Ernest Shackleton - Mit der Endurance ins ewige Eis
« am: 12. März 2010, 12:08:51 »

Sir Ernest Shackleton - Mit der Endurance ins ewige Eis: Meine Antarktisexpedition 1914-1917


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Zitat
Kurzbeschreibung
Im Sommer 1914 bricht der Brite Sir Ernest Shackleton auf, um als erster Mensch den antarktischen Kontinent mit einem Hundeschlitten zu durchqueren. Doch sein Expeditionsschiff Endurance steckt schon bald im dichten Packeis fest und zerbirst. Zurück auf einer Eisscholle bleiben siebenundzwanzig verstörte Männer und Shackleton, dessen Mission nun lautet, seine Mannschaft wohlbehalten über das Polarmeer nach Hause zu bringen. Einer der abenteuerlichsten Wettläufe mit dem Tod beginnt ... 
Über den Autor
Ernest Shackleton wurde 1874 in Irland geboren. Er gehört zu den größten Polarforschern des letzten Jahrhunderts: Er nahm an Robert Falcon Scotts Antarktisexpedition von 1901-1904 teil. 1907 leitete er eine eigene Expedition, um den Südpol zu erreichen. Doch kurz vor dem Ziel musste er aufgeben. Er lokalisierte den magnetischen Südpol und bestieg den Mt. Erebus. Fünf Jahre nach der Endurance-Expedition brach er 1921 zu seiner letzten Fahrt in die Antarktis auf. Er starb 1922 auf seinem Schiff Quest.

Ich:
Was bin ich froh das ich mich hier im Forum angemeldet hab! Sonst hätte ich die Geschichte vom guten Shackleton und der Endurance vielleicht nie erfahren! Danke diesen Thread und der sehr interessanten Leserunde. Danke. :daumen:

Das Buch von Alfred Lansing hatte ich schnell durch, denn es ist ja einfach unglaublich was man da liest! Was für eine Geschichte! Und da hatte mich das Shackleton Fieber auch schon gepackt. Ich wollte mehr! :breitgrins: Und so kam ich eben dazu mir den Bericht über die Ereignisse von Sir Ernest Shackleton zu kaufen.

Alfred Lansings Buch ist wirklich gigantisch und spannend erzählt. Der Bericht vom "Boss" selber ist weniger Romanartig geschrieben und mehr der Bericht den er auch sein soll. Was das ganze aber nicht weniger spannend und faszinierend macht! Bei Lansing sind einige Sachen ausführlich die beim Boss kürzer kommen und umgekehrt. Deshalb ist das Buch hier definitiv nicht eine Art Re-read nur mit anderer Satzbauweise. Man bekommt auch einen Einblick in Shackletons denken und handeln.

Was mich persönlich sehr interessierte beim Lansing Buch war, was denn eben mit dem anderen Schiff, der Aurora passiert ist die ja die Lager einrichten sollte. Bei Lansing bleibt diese Frage leider unbeantwortet, beim Boss wird auch deren Geschichte erzählt. Und die ist genauso abenteuerlich wie die der Endurance. Nur hatten die weniger "Glück" denn die verloren 3 Männer.

Ganz toll sind die vielen Bilder die immer wieder mal in die Seiten eingebaut wurden. Wenn auch manchmal etwas arg klein, sind sie doch alle sehr interessant! Auch sehr lobenswert ist das letzte Kapitel in dem Shackleton kurz den Werdegang der Männer nach ihrer Rückkehr in die Heimat erzählt.

Nur das (zum Glück kurze) Vorwort von Reinhold Messner hätte man sich sparen können, denn der gibt nur kurz die Geschichte wider und sagt 2, 3 Sätze dazu. Inhaltsangabe von Reinhold Messner, mehr nicht.

Für mich war auch dieses Buch ein absolut gelungenes. Wie gesagt Lansings Buch ist vielleicht besser geschrieben, aber dafür hat dieses Buch einiges zu bieten was beim Alfred unbeantwortet bleibt! Wer etwas über diese unglaubliche Geschichte erfahren will kann bei beiden Büchern bedenkenlos zugreifen. Man wird es nicht bereuen.
5ratten
« Letzte Änderung: 12. März 2010, 12:10:40 von insekt »
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Kati

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Re: Sir Ernest Shackleton - Mit der Endurance ins ewige Eis
« Antwort #1 am: 12. März 2010, 18:05:53 »

Schöne Buchvorstellung, danke!  :klatschen:

Das Tagebuch vom "Boss" wandert direkt auf den Wunschzettel  :winken:
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JaneEyre

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Re: Sir Ernest Shackleton - Mit der Endurance ins ewige Eis
« Antwort #2 am: 19. März 2010, 11:39:10 »

Wie gemein - das ist schon wieder so packend beschrieben, dass ich das glaube ich auch mal als Lesezeichen markiere und vormerke. Aber erst mal wird das erste gelesen!  :winken:
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Sookie

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Re: Sir Ernest Shackleton - Mit der Endurance ins ewige Eis
« Antwort #3 am: 19. März 2010, 14:39:17 »

Das hört sich ja sehr toll an! Wenn ich es beim Wichteln nicht bekomme, kauf ich es mir nach Ostern auch! :klatschen:
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Trevor

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Shackleton - Mit der Endurance ins ewige Eis - Meine Antarktisexpedition
« Antwort #4 am: 30. November 2011, 20:23:53 »

Sir Ernest Shackleton "Mit der Endurance ins ewige Eis - Meine Antarktisexpedition 1914-1917"





Das Buch ist zu großen Teilen aus den Aufzeichnungen des Antarktisforschers Shackleton, zu einem geringen Teil auch aus Aufzeichnungen anderer Expeditionsteilnehmer zusammengesetzt. Es beruht daher auf Ereignissen, die sich tatsächlich zugetragen haben.
Es nimmt nicht zu viel vorweg, wenn ich die Geschehnisse komplett beschreibe, da Reinhold Messner in einem Vorwort sowieso eine kurze Abhandlung dieser schildert.

Handlung:

Ernest Shackleton will als erster Mensch den antarktischen Kontinent mit Hundeschlitten überqueren. Dafür hat er sich ein Team zusammengesucht und folgenden Plan erstellt: Er nähert sich dem Kontinent mit einem Schiff von Südamerika aus, setzt auf das Festland über und startet die Überquerung. Das ist die Weddelmeer-Gruppe.
Von der anderen Seite (von Neuseeland aus) nähert sich ein weiteres Team, die Rossmeer-Gruppe, welches die Aufgabe hat, mehrere Depots für die von der anderen Seite ankommenden Hundeschlittenteams anzulegen.

Man kann im voraus sagen, dass beide Unternehmungen scheitern werden.

Die ersten zwei Drittel des Buches beschäftigen sich mit dem Scheitern der Weddelmeer-Gruppe. Diese gerät mit ihrem Schiff in schweres Packeis und jenes wird nach mehreren Monaten zwischen den Eisschollen zerdrückt. Die Männer müssen daher mit ihren Vorräten und den Hunden das Schiff verlassen und leben mehrere Monate auf einer Eisscholle auf der sie etliche Meilen weit v.a. nach Norden treiben.
Unterdessen schwinden die Kräfte, die Vorräte und die Hunde müssen, wenn nicht schon vorher an Krankheit gestorben, erschossen werden. Schließlich entscheiden die Männer, sich mit den drei Beibooten, die sie vor den zermalmenden Eismassen gerettet haben, auf das freie Wasser zu begeben und Festland zu erreichen.
Nach tagelanger Fahrt auf offenem Meer unter härtesten Bedingungen stoßen sie auf eine bisher nie von Menschen betretene Insel und gründen dort ein Lager. Ein paar der Männer begeben sich aber sofort wieder auf das offene Meer, in der Hoffnung, Hilfe holen zu können.
Sie erreichen schließlich auch South Georgia, welches sie aber noch durchqueren müssen, da sie auf der falschen Seite gelandet sind. Nach einem letzten tagelangem Marsch über Gletscher und sehr unwegsames Gelände erreichen sie die Walfangstation und können den auf der Insel zurückgebliebenen Männern Rettung schicken.
Im letzten Drittel des Buches geht es um das Scheitern der Rossmeer-Gruppe auf der anderen Seite des Südpols. Ihnen geht das Schiff im Sturm verloren, da sie sich auf dem Packeis befinden, als die Taue nicht halten. Monatelang quälen sie sich unvorstellbar, um die vereinbarten Depots für die Weddelmeer-Gruppe anzulegen, nur um danach weitere 10 Monate auf ihre Rettung zu warten.

Erzählstil:

Die Erlebnisse dieser Expedition sind kaum vorstellbar und sehr spannend zu lesen. Shackleton und auch die anderen beschreiben sehr eindringlich die Strapazen dieser Zeit. Ob Erfrierungen, der  oft nagende Hunger, durchnässte Schlafsäcke und Kleidung, Skorbut, Schneeblindheit...das sind nur einige der Hindernisse, die diese Männer erdulden mussten. Ich fand es erstaunlich, wie emotional und erzählend Shackleton zeitweise schrieb.
Ich hatte zuerst befürchtet, das Buch könne zu sachlich geschrieben sein, aber diese Befürchtung hat sich nicht bestätigt. Es werden zwar einige Fachbegriffe verwendet, doch die sind dann auch immer gut erklärt.
Auf den letzten Seiten befinden sich außerdem noch zwei Karten, auf denen man die Wanderung der Männer nachverfolgen kann.

Fazit:


 Ein empfehlenswertes Buch für Abenteurer, Südpolfans, Survival-Liebhaber und alle, die es noch werden wollen.
 5ratten

LG
Trevor
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