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Autor Thema: Charles Dickens - David Copperfield  (Gelesen 1463 mal)

foenig

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Re: Charles Dickens - David Copperfield
« Antwort #15 am: 03. Januar 2012, 09:41:31 »

Alles klar! Ich krame das Buch wieder hervor und steige mit ein.

Uriah Heep ist mir ehrlich gesagt sehr unsympathisch! Der ist so schleimisch und ich bin mir nicht sicher, ob er auch falsch ist oder einfach wirklich so seltsam ist.
Rosa Dartle finde ich extrem nervig. Die Gute sagt viele Worte, aber meist ohne jeden Inhalt und das noch auf eine entnervende Art!
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tjaa

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Re: Charles Dickens - David Copperfield
« Antwort #16 am: 03. Januar 2012, 21:09:05 »

Mist, ich kann mich an die ganzen Namen gar nicht mehr erinnern ;)

Aber Uriah Heep ist mir gut im Gedächtnis geblieben. Ich fand ihn auch ganz furchtbar  :entsetzt:
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tina

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Re: Charles Dickens - David Copperfield
« Antwort #17 am: 03. Januar 2012, 21:25:21 »

Uriah Heep ist mir ehrlich gesagt sehr unsympathisch! Der ist so schleimisch und ich bin mir nicht sicher, ob er auch falsch ist oder einfach wirklich so seltsam ist.
Rosa Dartle finde ich extrem nervig. Die Gute sagt viele Worte, aber meist ohne jeden Inhalt und das noch auf eine entnervende Art!

Das spricht doch für den Autor, dass seine Protagonisten so sehr im Gedächtnis bleiben. Auch ich habe noch ein lebhaftes Bild von Uriah Heep for mir. Sogar bildlich und ja, er ist nicht nur schleimig, er ist auch noch hinterhältig. Ein richtiger Kotzbrocken. Ich fand David Copperfield einfach klasse. Ein tolles Buch, das auf Fälle im Gedächtnis bleibt. Auch die Tante, die gefiel mir richtig gut, denn sie hatte richtig Power.
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Trevor

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Re: Charles Dickens - David Copperfield
« Antwort #18 am: 04. Januar 2012, 01:14:38 »

Ich muss mich vielleicht etwas korrigieren:
Ich mag Uria natürlich nur als Romanfigur. Im wahren Leben würde ich ihm aus dem Weg gehen, aber in einem Roman ist er für mich persönlich der perfekte Charakter. So lange er zwischen den Seiten meines Buches bleibt, finde ich ihn einfach sehr unterhaltsam.  :zwinker:

Zitat
Auch die Tante, die gefiel mir richtig gut, denn sie hatte richtig Power.

Die Tante ist mir ebenfalls sehr sympathisch. Sie ist so mitreißend energisch und für eine vornehme Lady kein bißchen zimperlich  :belehrerin:. Eine Dame zwar, aber kein zartes Püppchen wie die meisten anderen Frauenbilder in dem Roman



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Trevor

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Re: Charles Dickens - David Copperfield
« Antwort #19 am: 08. Januar 2012, 15:48:28 »

Mittlerweile bin ich bei Kapitel 38 und die neue Entwicklung gefällt mir sehr gut. Davids Charakter macht auf mich jetzt einen noch viel interessanteren Eindruck, da
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Das Einzige, was mich zur Zeit nervt, ist Dora und ihre Art. Ich komme mit diesen schwachen, zierlichen und unselbstständigen Frauenbildern nicht zurecht.
David ist zwar noch jung und wahrscheinlich voller Hormone, die ihr Übriges dazu tun, aber trotzdem mindert seine Schwärmerei für sie irgendwie meine Sympathie für ihn.
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tina

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Re: Charles Dickens - David Copperfield
« Antwort #20 am: 08. Januar 2012, 23:21:44 »

Dora hat mich auch immer genervt. Ich fand sie völlig unreif, überkandidelt, verzogen und ziemlich dumm. Ich konnte nie verstehen, was David so an ihr faszinierte, aber sie war wenigstens kein schlechter Mensch.
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foenig

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Re: Charles Dickens - David Copperfield
« Antwort #21 am: 24. Januar 2012, 15:53:25 »

So, ich habe auch mal wieder Zeit gefunden und mehrere Seiten am Stück gelesen, so dass ich nun Mitten im 39. Kapitel stecke. Mittlerweile lese ich das Buch auf englisch, was Dank des Ebookreaders gar nicht schwer ist.

Dora:
Bei den Annäherungsversuchen von David zu Dora bei dem Ausflug habe ich mich noch köstlich amüsiert. Besonders als ein möglicher Konkurrent aufgetaucht ist und einfach immer nur "Red Whisker" (roter Backenbart) bezeichnet wurde. :breitgrins: Nachdem die Sache mit Dora aber ernster wurde, konnte ich mich nur wieder über Davids Naivität wundern. Naja, im Bezug auf Dora ist er wahrscheinlich einfach blind vor Liebe. Aber nachdem er Dora von dem finanziellen Ruin der Tante erzählt hat, hat er doch selbst erkannt, dass sie praktisch unbrauchbar ist und es große Schwierigkeiten mit der Kommunikation gibt. Trotzdem bleibt er blind vor Liebe. :rollen: Sehr amüsiert habe ich mich aber über seine Idee mit dem Kochbuch für Dora. :breitgrins: Noch habe ich Hoffnung, dass Dora bald Geschichte sein wird. Besonders ihre Reaktion darauf, dass David nun arbeiten muss um Geld zu verdienen, hat mich einfach nur genervt. Ich glaube, die Gute weiß wirklich nicht, wie andere Leute an ihren Lebensunterhalt kommen.

Agnes:

Agnes ist ja meine Favoriten für David! Sie kennen sich ziemlich gut und verstehen sich. Außerdem versteht Agnes auch etwas vom wahren Leben und wo das Geld herkommt. Ich drücke die Daumen, dass David sich bald in Agnes verliebt und diese Schwärmerei für leere hübschanzusehende Hüllen aufhört.

Mittlerweile bin ich bei Kapitel 38 und die neue Entwicklung gefällt mir sehr gut. Davids Charakter macht auf mich jetzt einen noch viel interessanteren Eindruck...
Och, dieses Gefühl möchte sich bei mir leider nicht einstellen. Man bemerkt zwar, dass er älter geworden ist. Aber trotzdem ist er mir noch viel zu naiv.
Außerdem zieht sich die Geschichte ganz schön dahin. Mir wäre es lieber wenn Dickens weniger Worte benutzt hätte.
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Trevor

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Re: Charles Dickens - David Copperfield
« Antwort #22 am: 27. Februar 2012, 22:34:52 »

Charles Dickens – David Copperfield



Handlung:

Im Mittelpunkt dieses Romans steht natürlich David Copperfield, mit dessen Geburt alles beginnt. Man sieht ihn aufwachsen, erfährt seinen Bildungsweg, Schicksalsschläge, die erste Verliebtheit und schließlich die Familiengründung.
Auf seinem Lebensweg begegnet David so einigen Hindernissen und Widrigkeiten – nicht zuletzt seinem Erzfeind Uriah Heep. Für mich stellte die Figur Copperfields den roten Faden dar, von dem allerdings etliche Seitenpfade abgingen und so merkte man dem Roman im Ganzen doch an, dass er stückchenweise von Dickens veröffentlicht wurde, wie es damals gang und gäbe war. Die Handlungsstränge im Einzelnen sind unterhaltsam und machen neugierig, aber bisweilen fehlte mir der Gesamtzusammenhang sowie unvorhersehbare, überraschende Ausgänge.
Ich persönlich fand es schade, dass mir die Figur David Copperfield in diesem Wirrwarr an Erzählungen des Öfteren verloren ging.

Charaktere:
Hier kann ich Dickens nur ein großes Lob aussprechen. Er versteht es wunderbar, lebendige, schrullige, liebenswerte, ekelhafte, naive, selbstbewusste, starke und schwache Persönlichkeiten zu formen und zu beschreiben.
Ob man sich mehr an dem sich ständig anbiedernden, durchtriebenen Uriah Heep, dem liebenswert schrulligem Micawber oder an der eleganten, tatkräftigen Betsey Trotwood erfreuen kann, bleibt einem selbst überlassen. Dickens bedient nahezu jede Vorliebe mit allen denkbaren Klischees, die er in umfangreichem Stil ausstaffiert.

Schreibstil:
Ohne Frage ist der Erzählstil meiner Meinung nach gewöhnungsbedürftig und Geschmackssache. Man muss sich mit langen Sätzen und aus der Zeit gekommenen Formulierungen bzw. Begriffen auseinandersetzen, was der Geschichte andererseits, wenn man die Zeit, in welcher sie spielt berücksichtigt, einen besonderen Charme und Authentizität verleiht.
Dickens schreibt aber immer verständlich, nicht gestelzt oder hochtrabend; allenfalls die Dialoge wirken nach unseren heutigen Maßstäben eben etwas steif und unwirklich.

Fazit:
Das erste Drittel des Buches hat mich gefesselt. Im zweiten Drittel habe ich leichten Stillstand verspürt und das letzte Drittel hat immerhin noch einige Handlungsstränge aufgelöst. Mir persönlich ist Copperfields Werdegang im Laufe des Buches zu sehr untergegangen und ich hätte mir gerade bei ihm noch etwas mehr Ecken und Kanten gewünscht. Es gab wenig Überraschungen, nahezu alles war vorhersehbar und wirkte deshalb etwas platt.
Ich würde trotzdem nicht von dem Buch abraten, da es wie gesagt schon allein aufgrund seiner bunten Charaktere lesenswert ist. Wer allerdings spannende Unterhaltung und unerwartete Wendepunkte erhofft, dem würde ich andere Lektüre empfehlen.

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Re: Charles Dickens - David Copperfield
« Antwort #23 am: 28. Februar 2012, 11:19:51 »

Hallo Trevor,

mir ging es ähnlich wie dir. Zur Mitte des Buches hatte auch ich ein richtiges Tief und sogar überlegt, es abzubrechen. Die englische Sprache machte es noch anstrengender  :breitgrins:
Da ich es aber ja für eine Prüfung gelesen hatte, war nichts mit aufgeben. Und es hat sich gelohnt.

Mit den Charakteren hast du ganz recht, die hat Charles Dickens wirklich wunderbar gezeichnet und ausgeführt. Schon alleine deswegen sollte man das Buch lesen  :zwinker:
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