
InhaltAman beschreibt ihre Kindheit und Jugend in Somalia. Sie wächst in einer Welt von Stammesgesetzten und uralten Riten auf. Sie wird beschnitten und als sie einen weißen Freund hat werden sie von den Männern ihres Stammes fast zu Tode geprügelt. Mit 13 Jahren wird sie an einen wesentlich älteren Mann verheiratet. Er demütigt und misshandelt sie, will sich aber nicht von ihr scheiden lassen. So bleibt ihr als einziger Ausweg nur die Flucht nach Mogadischu, wo sie sich auf der Strasse durchschlagen muss. Für ihre Familie ist die fortan nicht besser als eine Prostituierte, auch wenn sie hauptsächlich zu deren Unterhalt beiträgt.
Meine MeinungAmans Geschichte ist schier unglaublich. Schon von frühester Kindheit muss sie sich in einer von Männern bestimmten Welt behaupten. Sie heiratet freiwillig, weil ein unverheiratetes Mädchen in ihrem Alter einen schlechten Ruf hat. Doch eigentlich weiß sie gar nicht was es bedeutet. Sie sieht nur die Geschenke die ihr der zukünftige Ehemann macht. Einmal verheiratet fühlt sie sich wie eine Gefangene. Zudem ist auch ihre Gesundheit in Gefahr, denn ihre Beschneidungsnaht muss noch geöffnet werden. Viele dieser Öffnungen ziehen Infektionen und oft auch den Tod des Mädchens nach sich. Sie kann fliehen, doch auch das Leben das sie danach führt ist gefährlich.
Aman erzählt ihre Geschichte der Autorin scheinbar ohne Punkt und Komma. Das macht es mir schwer, den Überblick über ihre Freunde und Verwandten zu behalten und die zeitlichen Abläufe richtig einzuschätzen. Trotzdem wird schnell klar dass sie schon in jungen Jahren Unglaubliches erlebt hat. Dass sie überlebt hat und die Rückkehr zu einem normalen Leben schaffte grenzt schon fast ein Wunder.
Trotzdem wurde sie mir nicht wirklich sympatisch, ohne dass ich erklären kann woran es lag. Ihre Geschichte war interessant, hat mich aber nicht nachhaltig berührt.

Liebe Grüße
Kirsten