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Autor Thema: Gottfried Bermann Fischer - Wanderer durch ein Jahrhundert  (Gelesen 404 mal)

schokotimmi

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Gottfried Bermann Fischer - Wanderer durch ein Jahrhundert



Kurzbeschreibung amazon:
Leben und Schicksal des Verlegers Gottfried Bermann Fischer sind in jeder Hinsicht exemplarisch; sein Blick zurück umspannt fast hundert Jahre deutscher Geschichte. Abgeklärt und leidenschaftlich zugleich erzählt er in Geschichten, Anekdoten und Reflexionen von der geborgenen Kindheit in einer bürgerlichen, jüdischen Familie, von den Schrecken in den Schützengräben des Ersten Weltkriegs, von nationalistischen und antisemitischen Exzessen in der Zeit der Weimarer Republik, als er, der Schwiegersohn S. Fischers, in den berühmten Verlag eintrat, von Exil, Flucht und wiederholtem Neubeginn, vom Festhalten an den moralischen und literarischen Idealen einer zäh verteidigten Humanität. Ein abenteuerliches, reiches Leben mit Büchern und Autoren wird noch einmal beschworen.

Inhalt:
Gottfried Bermann-Fischer schreibt hier über sein Leben. Es ist keine dicke, detaillierte Biografie, sondern eher eine Zusammenfassung wichtiger Stationen und Ereignisse, die sein Leben prägten. Man erfährt von den Stationen und Wendungen in seinem Leben und wie er darauf reagiert. Freundschaften und Probleme werden angerissen und man lernt Aspekte eines Lebens kennen, das von Kultur und Kunst geprägt war.

Meinung:
Ich habe das Buch innerhalb eines Tages gelesen - nicht gerade typisch für eine Biografie. Doch die Kürze habe ich im Inhalt ja schon angesprochen. Ich kann aber sagen, dass mich das nicht gestört hat - im Gegenteil. Ich kannte den S.Fischer Verlag vom Namen her und mich hat diese Biografie interessiert, weil ich mal etwas über einen Verleger erfahren wollte. Insgesamt haben mir die gelieferten Informationen dann voll ausgereicht - ich kann mir ein schönes Bild über Zeit und Familie machen und über die Arbeit, die er geleistet hat. Ich habe über Autoren gelesen die mit dem Fischer Verlag verbunden waren, so schloss sich für mich wieder ein kleines Bild in der Geschichte.
Bestimmte Ansichten und Meinungen haben mich überrascht, z.B. das man in den "höheren gesellschaftlichen Kreisen" die Armut und Probleme der einfachen Leute in der Weimarer Republik zwar wahrnahm, aber nicht wirklich darüber nachdachte oder sich sorgt. Eine Aussage, die viel über die unterschätzte Gefahr der Nationalsozialisten preisgibt.
Ein Buch, das mir Lust auf mehr macht - d.h. mehr Geschichten und Erinnerung aus dem 20. Jh.
Ob man es nun gelesen haben muss, kann ich nicht sagen - für mich waren es nette Informationen und Gedanken, die sich zusammen mit anderen Büchern in ein Gesamtbild einfügen (werden).

 3ratten :marypipeshalbeprivatmaus:

Viele Grüße
schokotimmi
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