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Autor Thema: Guy Gavriel Kay - Ysabel  (Gelesen 346 mal)

illy

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Guy Gavriel Kay - Ysabel
« am: 07. März 2010, 09:01:14 »


(ich habe das Buch in der vorderen Auflage, die nicht mehr erhältlich ist)


Neds Vater ist ein ziemlich berühmter Fotograf und diesen Frühling darf Ned ihn und sein Team auf eine Reise in die Provence begleiten. In der Kathedrale von Aix-en Provence lernt er nicht nur die amerikanische Austauschschülerin Kate kennen, mit der er sich anfreundet, sondern trifft auch einen geheimnisvollen Mann. Ehe er es sich versieht, wird er in einen uralten Konflikt hineingezogen und nicht nur sein eigenes Leben gerät in Gefahr.

Irgendwie hatte ich bei Guy Gavriel Kay immer im Hinterkopf, dass ich mal etwas von ihm gelesen habe, was mir nicht gefiel und ich den Autor deswegen blöd fände. Ich habe nicht die geringste Ahnung, welches seiner Bücher das gewesen sein könnte, aber „Ysabel“ konnte ich trotzdem nicht widerstehen. Glücklicherweise, wie sich herausstellte, denn es hat mir ausnehmend gut gefallen und ich habe meine Vorurteile gänzlich revidiert.

Nach den ersten paar Sätzen habe ich trotzdem überlegt abzubrechen, allerdings nur um abzuwarten, ob es bei mir dies Jahr etwas mit einem Frankreichurlaub wird – mein Wunsch das Buch womöglich vor Ort lesen zu können, war ziemlich groß. Jemand anderes hat übrigens tatsächlich das Buch mit auf eine Reise in die Provence mitgenommen und netterweise ein paar passende Photos ins Netz gestellt.

Ich kann noch nicht einmal genau sagen, warum „Ysabel“ mir so gut gefallen hat; wenn ich objektiv an das Buch herangehen will, kommt mir die Geschichte nicht sonderlich aufregend und originell vor, aber sie ist halt einfach wirklich gut geschrieben und ich konnte mich manchmal kaum losreißen. Am ehesten könnte man das Buch mit Susan Coopers „Wintersonnenwende“ (meinem Jugendfantasyklassikerliebling) vergleichen, allerdings ist Kays Zielgruppe schon ein paar Jahre älter als Coopers. Ein weiteres Buch von ihm ist mittlerweile schon auf meiner Wunschliste gelandet, ich bin neugierig, ob es mir ebenfalls so gut gefallen wird.

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Ein Buch, das man liebt, darf man nicht leihen, sondern muss es besitzen.  (Friedrich Nietzsche)

Grisel

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Antw:Guy Gavriel Kay - Ysabel
« Antwort #1 am: 07. März 2010, 12:30:07 »

@illy:
Wird spannend sein, ob Dir die anderen Kays gefallen, denn "Ysabel" ist schon recht anders. Sonst hat er ja einen historischen Hintergrund, den er auf seine Weise in einer Fantasiewelt umsetzt, außer bei "Fionavar", das war die HdR-geprägte Fingerübung.
Aber, die schöne Art zu schreiben hat er stets und ist deshalb auch einer meiner Lieblingsautoren in der Fantasy.

Ich war anfangs enttäuscht von "Ysabel", weil ich Fantasy in der Jetztzeit nicht schätze, aber GSD hat mich das doch nicht abgehalten, weil ich das Buch wunderbar fand. Und es ist zwar ein anderer Umgang mit Geschichte in der Fantasy, aber sie spielt dennoch wieder eine große Rolle. Ich kann mich da an einen Dialog der drei geheimnisvollen Herrschaften erinnern, wo ich mich extrem konzentrieren mußte, um ergründen zu können, von welchem historischen Ereignis und Personen sie sprechen. Zutiefst faszinierend. Ich habe damals nach dem Beenden auch gemeint, ich würde gern ein Prequel bei Kay in Auftrag geben, um über diese Vergangenheit der Drei zu lesen.

Sehr gut gefallen hat mir auch, daß nicht Ned und Kate als Superteenies alles allein bewältigt haben, sondern mit den Erwachsenen ihrer Umgebung schön zusammengearbeitet haben.
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Jedenfalls, ein schönes und gutes Buch und hat mich überzeugt, nicht mehr skeptisch zu sein. Kay ist nun mal Kay. Und jetzt schauen wir, ob es für Dich, liebe illy, eine Zukunft mit Kay gibt oder ob das ein einmaliges Erlebnis war.  :smile:
Auch, weil ich bei Kay eine Steigerung festgestellt habe, für mich. Mir kam vor, daß er sich von
Fionavar
Tigana
Arbonne
Al-Rassan

bis Sarantium sukzessive gesteigert hat in der Qualität. Nur "Last light of the sun" fand ich dann zwar auch sehr gut, aber keine neue Spitze mehr. Mit "Ysabel" ist ihm das durch das neue Herangehen an Geschichte vs. Fantasy doch wieder gelungen.
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