@illy:
Wird spannend sein, ob Dir die anderen Kays gefallen, denn "Ysabel" ist schon recht anders. Sonst hat er ja einen historischen Hintergrund, den er auf seine Weise in einer Fantasiewelt umsetzt, außer bei "Fionavar", das war die HdR-geprägte Fingerübung.
Aber, die schöne Art zu schreiben hat er stets und ist deshalb auch einer meiner Lieblingsautoren in der Fantasy.
Ich war anfangs enttäuscht von "Ysabel", weil ich Fantasy in der Jetztzeit nicht schätze, aber GSD hat mich das doch nicht abgehalten, weil ich das Buch wunderbar fand. Und es ist zwar ein anderer Umgang mit Geschichte in der Fantasy, aber sie spielt dennoch wieder eine große Rolle. Ich kann mich da an einen Dialog der drei geheimnisvollen Herrschaften erinnern, wo ich mich extrem konzentrieren mußte, um ergründen zu können, von welchem historischen Ereignis und Personen sie sprechen. Zutiefst faszinierend. Ich habe damals nach dem Beenden auch gemeint, ich würde gern ein Prequel bei Kay in Auftrag geben, um über diese Vergangenheit der Drei zu lesen.
Sehr gut gefallen hat mir auch, daß nicht Ned und Kate als Superteenies alles allein bewältigt haben, sondern mit den Erwachsenen ihrer Umgebung schön zusammengearbeitet haben.
Eine wunderbare Überraschung waren Tante Kim und Onkel Dave.
Die beiden sind Figuren aus der "Fionavar"-Trilogie und Dave war mein Liebling dort. Wie schön, sie wiederzusehen! Besonders begeistert hat mich Daves Deckname "Ivorson".
Ich weiß, das hier gibt nur Sinn, wenn man Fionavar gelesen hat.
Jedenfalls, ein schönes und gutes Buch und hat mich überzeugt, nicht mehr skeptisch zu sein. Kay ist nun mal Kay. Und jetzt schauen wir, ob es für Dich, liebe illy, eine Zukunft mit Kay gibt oder ob das ein einmaliges Erlebnis war.

Auch, weil ich bei Kay eine Steigerung festgestellt habe, für mich. Mir kam vor, daß er sich von
Fionavar
Tigana
Arbonne
Al-Rassan
bis Sarantium sukzessive gesteigert hat in der Qualität. Nur "Last light of the sun" fand ich dann zwar auch sehr gut, aber keine neue Spitze mehr. Mit "Ysabel" ist ihm das durch das neue Herangehen an Geschichte vs. Fantasy doch wieder gelungen.