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Autor Thema: Aileen P. Roberts - Thondras Kinder ~ Die Zeit der Sieben  (Gelesen 963 mal)

Avila

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Klappentext:
Sieben Schwerter, sieben Auserwählte, sieben Freunde: Der Kampf gegen die dunklen Mächte beginnt

Ihr Schicksal ist seit fünftausend Jahren miteinander verbunden, als der Kriegsgott Thondra sie auserwählte: die Sieben, die die Welt vor dem Zerbrechen retten sollen. Immer wieder werden sie wiedergeboren, um gegen das Böse zu kämpfen, doch bisher konnten sie die dunklen Mächte nie ganz besiegen. Auch Rijana, das Bauernmädchen, und Ariac, der wilde Steppenjunge, könnten Kinder Thondras sein. Zumindest scheinen sie füreinander bestimmt zu sein. Doch erst an ihrem siebzehnten Geburtstag werden sie eines der magischen Schwerter berühren, und es wird sich zeigen, ob die Zeit der Sieben gekommen ist …

Der Beginn einer zweiteiligen All-Age-Fantasy-Saga von einer brillanten deutschen Autorin.

Abenteuer, Magie und eine Liebe, die alles besiegt.

Mehr Information findet ihr hier. (Buchvorstellung bei leserunden.de von der Autorin selbst inkl. Link zu einer Leseprobe!)

Meine Meinung:
Mir hat das Buch wirklich sehr gut gefallen. Ich habe schon seit längerer Zeit kein Fantasy-Roman mehr zur Hand genommen, weil ich irgendwann das Gefühl hatte, mich mit Fantasy überlesen zu haben. Aber nun fand ich es wieder ausgesprochen schön, in eine fremde fantastische Welt abzutauchen und mich auf neue Charaktere, Wesen und Kriege einzulassen.
Die Entwicklung von der schwarz/weißen Welt zu einer  vielschichtigen grautönigen Welt hat mir sehr gut gefallen. Man wird quasi in eine Welt reingeschubst, die geordnet erscheint. Es gibt den Bösen und die Guten. Und entweder du entscheidest dich für den einen und wirst deine Seele verlieren oder du kommst zu den anderen und wirst als Held kämpfen (und hoffentlich überleben). So ungefähr, aber mit und mit erkennt man, dass nicht alles so ist, wie es scheint. Schön dabei ist, dass dies einem zusammen mit den Helden der Geschichte klar wird. Dabei bekommt nicht nur die Welt und Herrscherordnung um einen herum mehr Farbe, sondern auch die Charaktere. Wobei natürlich unsere zwei Protagonisten hinaus stechen, die ich aber sehr lieb gewonnen habe - mit all ihren Macken. Über die anderen Fünf der Sieben freue ich mich, wenn sie auch noch ein wenig mehr Farbe im nächsten Band (doch hoffentlich) bekommen werden.
Der Schreibstil ist ziemlich einfach gehalten. Ohne lange Erklärungen, Ausschweifungen, Ausschmückungen, Beschreibungen. Für die einen mag das oberflächlich sein, ich empfinde es als sehr angenehm. Lange Landschaftsbeschreibungen, Kämpfe über 100 Seiten, ewige Liebeserklärungen fangen irgendwann an, mich anzuöden und hat zur Folge, dass ich das Buch nur überfliege. Dem war in diesem Buch nicht so. Aufmerksam las ich jeden Satz. Smiley
An Spannung und Aktion mangelt es mir persönlich nicht. Zwar wird hier mehr Augenmerk auf die Entwicklung, das Zusammenleben der Sieben gesetzt, aber das gefällt mir. Auch die Kapitel bei den Elfen oder in der Steppe habe ich als angenehme Ruhe vor dem Sturm empfunden, in denen man sich nochmal schön zurück lehnen konnte, um ein wenig mit den Charakteren zu träumen. Ich lese eh lieber von Freundschaft und Zusammenhalt (oder meinetwegen auch Intrigen), als nur von einem Kampf in die nächste Schlacht zu geraten. Meistens verlier ich dann eh irgendwann den Überblick und warte dann auf den Satz "xy hat gewonnen".   :redface:
Hm ja. Was gibts noch groß zu sagen? Ich fands wirklich schön und freu mich auf den zweiten Band und dieses Buch hat übrigens die Alterklassifizierung "All-Age-Fantasy" verdient.  :winken:

4ratten 

« Letzte Änderung: 06. März 2010, 23:05:36 von Avila »
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Jaqui

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Antw:Aileen P. Roberts - Thondras Kinder ~ Die Zeit der Sieben
« Antwort #1 am: 09. März 2010, 11:52:47 »

Dann will ich meine Meinung hier auch nicht vorenthalten.  :winken:

Mir hat das Buch sehr gut gefallen, auch wenn der Einstieg etwas lang war. Nach rund 200 Seiten hatte ich noch immer das Gefühl es entwickelt sich nichts, die Charaktere bleiben entweder gut oder böse, aber das ändert sich dann sehr rasant  :breitgrins: was mir besonders gut gefallen hat.

Auch die zahlreichen Wesen die dann plötzlich nach und nach auftauchen haben das Buch für mich zu einem Highlight werden lassen. Ich hatte durch die leichte Sprache auch das Gefühl ein Jugendbuch zu lesen, aber auch das ändert sich mit der Zeit. Alles in allem habe ich mit den Sieben und vor allem mit meinen beiden Lieblingen Ariac und Rijana sehr mitgelitten und mitgefiebert.

Wer den für mich doch sehr zähen Anfang durchhält, wird mit einem unglaublich guten und tollen Buch gelohnt. Auch mir hat es super gefallen, dass die Kämpfe nicht im Vordergrund standen, sondern die Charaktere und deren Beziehungen.

Daher gibt es von mir  4ratten

Katrin
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YRachel

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Re: Aileen P. Roberts - Thondras Kinder ~ Die Zeit der Sieben
« Antwort #2 am: 12. März 2010, 00:05:26 »

Meine Meinung:

Um es gleich vorab zu sagen, ich bin begeistert von dem Buch. Anfangs musste ich mich auch in die doch ungewohnte Welt einfinden, aber sobald das Geschehen war, war das Lesen der reinste Genuss  :smile:

Auch mir hat es gut gefallen, dass man zunächst zwar den Eindruck hatte, es wäre eine weiß/schwarze Welt in der die Menschen entweder zur einen oder zur anderen Seite gehörten, aber sich mit der Zeit immer wieder herausstellte, dass dem so nicht war. Dadurch gab es immer wieder viele Überraschungen, wodurch das Lesen sehr kurzweilig wurde.

Mir haben auch die unterschiedlichen Charaktere sehr gefallen. Dadurch kam es immer wieder zu lustigen Begebenheiten. Da alle Charaktere eine unterschiedliche Herkunft haben, sind sie auch mit ganz anderen Wertvorstellungen und zu anderem Benehmen erzogen wurden. Sie sind auch alle vom Wesen sehr unterschiedlich, einige sind eher ruhiger, dafür sind die anderen viel lebendiger. Jedoch insgesamt hat es sich gut die Waage gehalten, sodass es sich alles zu einem runden Bild zusammengefügt hat.

Dadurch, dass man die Hauptpersonen alle schon von Kindesbein an begleitet hatte, hatte ich das Gefühl mit ihnen alles zu erleben und sie auch gut zu kennen. Dadurch konnte ich leichter das eine oder auch andere Verhalten nachvollziehen.  Schön fand ich, dass jedoch insgesamt ein Hauptaugenmerk auf zwei Protagonisten gelegt wurde. Dadurch war ich in der Lage die beiden kennenzulernen und eine Beziehung zu ihnen auf zu bauen. Besonders liegt mir Ariac am Herzen :herz: Mit ihm habe ich gelitten, gehofft, gebangt, mitgefiebert, gefreut, etc.

Der Schreibstil ist passend zum "All-Age-Fantasy". Er ist leicht und flüssig zu lesen. Roberts gelingt es, ohne ausschweifend zu werden, die Umgebungen, so gut zu beschreiben, dass man selbst das Gefühl hat, man sei dort. Besonders haben mir die Steppe und das Land der Tausend Flüsse gefallen.

Zusammenfassen ist es wirklich ein tolles Buch zum Mitfiebern und zum Glück geht die Geschichte in einem zweiten Band weiter  :smile:

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Tolpan

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Re: Aileen P. Roberts - Thondras Kinder ~ Die Zeit der Sieben
« Antwort #3 am: 12. März 2010, 21:24:04 »

Ich kann leider keine „richtige“ Rezension verfassen, da ich das Buch nicht zu Ende gelesen habe. Jedoch habe ich immerhin ca. 1/3 gelesen ohne damit warm zu werden, deshalb habe ich es abgebrochen. Ich hatte ein grundsätzliches Problem mit dem Erzählstil und glaube nicht das die Autorin diesen auf den weiteren Seiten plötzlich radikal ändert (ändern kann!). Deshalb habe ich mich dazu durchgerungen zum ersten Mal in meiner „Karriere“ ein Buch abzubrechen.

Mit der Geschichte und den Ideen hatte es wirklich wenig zu tun. Auch wenn es hier und dort sicherlich ebenfalls Kritikpunkte gibt (bzgl. der doch sehr arg übertriebenen Bösewichte) fand ich diese im Grunde gut. Rein von der Geschichte her hätte ich gerne weitergelesen.

Einige Schreiben das die ersten 200 bis 300 Seiten dahin plätschern und es danach besser wird. Vielleicht wird es das von der Spannung her tatsächlich. Allerdings habe ich auch schon eine Menge Bücher (auch viel Fantasy) gelesen, die sich am Anfang auch schrecklich zogen. Die ich aber bereits in diesen „langweiligen“ Passagen mit sehr viel Freude gelesen habe weil der Autor in der Lage war die Atmosphäre greifbar zu machen und mir die Charaktere nahe zu bringen. Nichts von beidem hat Aileen P. Roberts geschafft.

Die Atmosphäre leidet einfach darunter, dass sie anfangs nur so durch die von ihr erdachte Handlung rast. Man muss es sicherlich nicht übertreiben mit den Beschreibungen, aber hier fühlte ich mich teilweise mehr in einer Zusammenfassung als in einem Roman. Wenn man sich nicht die Zeit nimmt das Potential von Ideen auszuschöpfen sollte man sie besser gar nicht erst einbringen.

Das schlägt sich auch teilweise in Beschreibungen einfacher Handlungen nieder. In einem Absatz wird z. B. erzählt, dass ein Junge mit einem wesentlich größeren (?) Jungen kämpft – ein Übungskampf – und diesen schon nach kurzer Zeit überwältigt. Das wird nicht etwa genauer beschrieben, wie es sich durchaus angeboten hätte. Nein da steht mehr oder weniger nur das was ich oben schrieb. Da gab es leider keine genaue Beschreibung der Szene, keine Beschreibung des „Wies“. Solche Stellen sind mir auch häufiger aufgefallen. Kopfkino war dabei unmöglich. Ein Reinfallen lassen in die Geschichte – was man ja auch durchaus kann, wenns eigentlich noch „langweilig“ ist – war ebenfalls nicht möglich.

Unter dieser Erzählweise leidet dann auch die Beziehung zu den Charakteren, die ich nicht aufbauen konnte. Eigentlich war mir ihr Schicksal ziemlich egal. Eine richtige Einführung konnte ich höchstens bei dem Steppenjungen entdecken. Zwei Charaktere tauchen z. B. einfach mal auf und es wird lapidar gesagt dass sie ziemlich schnell gute Freunde mit den Übrigen werden (so wie auch vorher schon lapidar geschrieben wird das zwei der Charaktere bereits nach wenigen Tagen gute Freunde waren und sich vertrauten.) Dabei wird der Vorgang des Kennenlernens kein bisschen beschrieben. Er ist für mich also nicht nachvollziehbar. So kann das mit der Beziehung dann auch nicht klappen. Von Sympathie oder Mitgefühl ganz zu schweigen. (Ich hab’s versucht, ehrlich.)

Für den Teil, den ich gelesen habe, kann ich deshalb nur 1ratten:marypipeshalbeprivatmaus: vergeben.

Erfahreneren Fantasylesern, die gerne ausschweifende Fantasyliteratur lesen, empfehle ich dieses Buch ausdrücklich nicht. Alle anderen können es versuchen wenn sie die negative Kritik nicht schreckt.
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Ingroscha

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Re: Aileen P. Roberts - Thondras Kinder ~ Die Zeit der Sieben
« Antwort #4 am: 13. März 2010, 07:43:54 »

Sehr interessant, eure Meinungen zu lesen. Sie sind doch sehr unterschiedlich und bringen mich zumindest jetzt noch nicht dazu, das Buch ungelesen wieder auszusortieren.

[...] und dieses Buch hat übrigens die Alterklassifizierung "All-Age-Fantasy" verdient.  :winken:

Das macht mir allerdings eher Angst. Zur All-Age-Fantasy zählen zu dürfen, halte ich nicht unbedingt für positiv - zumindest hinsichtlich meines Lesegeschmacks. Ich werde das Buch aber erst einmal bei mir im Regal behalten und in den nächsten Monaten dann wohl auch beginnen. :winken:
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LG Ingroscha 
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Avila

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Re: Aileen P. Roberts - Thondras Kinder ~ Die Zeit der Sieben
« Antwort #5 am: 13. März 2010, 09:39:51 »

Hm, na gut, ich mag Kinder- und Jugendliteratur ja sehr gerne, von daher habe ich auch überhaupt nichts gegen All-Age-Fantasy.
Die Sprache ist halt recht schlicht, was ich aber gerne habe, da das Lesen dann mehr flutscht. Und da die Hauptcharaktere ja Kinder, dann Jugendliche und später junge Erwachsene sind, können jüngere Leser auch etwas damit anfangen.
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Ingroscha

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Re: Aileen P. Roberts - Thondras Kinder ~ Die Zeit der Sieben
« Antwort #6 am: 13. März 2010, 14:41:47 »

Ich habe auch nichts gegen All-Age-Fantasy, lese ich sogar recht häufig. Jedoch reißen mich die "erwachseneren" Bücher häufig doch mehr mit.
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Seychella

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Re: Aileen P. Roberts - Thondras Kinder ~ Die Zeit der Sieben
« Antwort #7 am: 14. März 2010, 10:42:17 »

Die sieben Auserwählten sind sehr verschiedene Charaktere, welche menschlich dargestellt werden und sich auch aufgrund ihrer Herkunft und den sie prägenden Werten unterscheiden. Es gibt auffälligere Figuren wie den wilden Steppenjungen Ariac und den "Piratenrotzlöffel" Rudrinn, aber auch ruhigere Vertreter wie Rijana und Tovion. Durch diese große Bandbreite dürfte eigentlich für jeden eine Person dabei sein, die  ihn anspricht - auch wenn in diesem ersten Teil der Schwerpunkt auf Rijana und Ariac gelegt wurde.

Der Schreibstil ist flüssig und eher einfach gehalten, was ja auch zum Alter der Protagonisten passt. Die Geschichte fesselte mich schnell, da mir sowohl der Hintergrund um Thondras Kinder als auch einzelne Figuren gut gefielen und ich einfach wissen wollte, wie es weitergeht. Die verschiedenen Landschaftsbeschreibungen fand ich gelungen, allerdings hätte ich mir vor allem während der Zeit auf Camasann ein paar mehr Infos zu den erlernten Kenntnissen gewünscht.

In "Die Zeit der Sieben" geht es um entstehende Freundschaften und die Erlebnisse einzelner Figuren während der Ausbildung, später aber auch um Kämpfe, Macht und die sich ändernde Sichtweise der Sieben. Außerdem trifft man im Lauf der Geschichte auf unterschiedliche Wesen, unter denen sowohl bekannte Völker als auch Eigenkreationen zu finden sind - und die mich gleichermaßen begeistern konnten. Überhaupt gab es hier für mich ungewohnt viele Lieblingsfiguren, und nur einer gehörte zu den Sieben - der Rest setzt sich aus einem Zauberer, weisen Frauen und verschiedenen Wesen zusammen.

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Nirika

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Re: Aileen P. Roberts - Thondras Kinder ~ Die Zeit der Sieben
« Antwort #8 am: 21. März 2010, 21:00:42 »

Hallo!

Aileen P. Roberts - Thondras Kinder - Die Zeit der Sieben



Inhalt:
„Die Zeit der Sieben“ ist der Auftakt zu einer zweiteiligen Fantasyreihe, in der es um Thondras Kinder geht. Diese sind Menschen mit einer besonderen Begabung für den Schwertkampf . Ihre Aufgabe ist keine Geringe, denn sie soll die Welt zum positiven verändern. Obwohl sie schon viele Mal wiedergeboren wurden, gelang es ihnen nicht das Böse vollständig zu vernichten. Nun ist die Zeit der Sieben erneut gekommen. Werden sie die dunklen Mächte diesmal gemeinsam besiegen können?

Bewertung:
Der Prolog reißt den Leser hinein in die Handlung und man weiß eigentlich hier schon, was man zu erwarten hat. Liebe, Spannung, Fantasywesen und Kämpfe, aber auch eine sehr einfache Sprache, teilweise nicht ganz schlüssige Geschehnisse und ein paar Klischés.

Der erste Teil des Buches beschreibt vor allem, die Suche nach Kindern, welche die 7 sein könnten. Während am Anfang noch viel über die gefundenen Personen zu lesen ist, erscheinen weitere später nur in Nebensätzen. Überhaupt haben die ersten 200 Seiten mehr von einer Zusammenfassung als von einem Roman. Das liegt daran, dass unheimlich viel auf nur wenigen Seiten abgehandelt werden muss, um zum wichtigeren Teil der Handlung zu kommen. Nicht nur das Aufspüren der Kinder muss geschehen, sondern auch deren Auserwählung. Beides kommt zu kurz.
Die Auswahl an sich und die Aubsildung ist eigentlich nur Mittel zum Zweck, aber soetwas beschreibt man entweder sehr ausführlich oder gar nicht. Bei ersterem hätte es sicher ein 3. Buch gebraucht, damit alle Charaktere genug Raum bekommen hätten. Bei letzterem wäre in diesem Falle der Einstieg abrupt gewesen. Trotzdem ist der Mittelweg nicht durchweg gelungen.

Störend wirkt sich auch die schwarz-weiß Zeichnung des Buches aus, die sich erst im hinteren Teil der Geschichte verläuft. Ein Leser, der nicht geduldig genug ist, kann hier schnell aufgeben.
Vor allem der Kontrast zwischen Camasann und Naravaack, den Ausbildungsstätten, ist überdeutlich.

Der Titel verrät es, in diesem Buch geht es um Thondras Kinder, 7 an der Zahl. Ließt man jedoch das Buch, kann man zweitweilen nicht den Eindruck verdrängen, es gehe eigentlich nur um zwei. Wenn man eine Gruppe wählt, die für das Gelingen der Handlung wichtig ist, muss man auch jedem Charakter genug Raum geben. Das ist hier leider nicht der Fall.
Immerhin haben vor allem die weiblichen Charaktere etwas gemeinsam: Sie sind schön. Unheimlich schön. So schön, dass es gefühlte 1000 Mal an allen möglichen Stellen erwähnt werden muss, bis es unweigerlich auch dem letzten Leser auf die Nerven geht. Nichts gegen Schönheit, aber hier ist es etwas zu viel des Guten.
Schönheit allein reicht nicht, um zu den 7 zu gehören, sollte man meinen. Manchmal scheinbar doch. Jedenfalls zeigt besonders eine Person keine besonders überragenden Fähigkeiten auf einem anderen Gebiet.
Trotzdem gelang es mir einige Figuren ins Herz zu schließen, wenn auch nicht die, auf denen der besondere Fokus lag. Im Gesamten kamen mir die meisten Charaktere nicht sehr nahe, weil sie vor allem auf wenige Eigenschaften beschränkt zu sein scheinen.
Wer die 7 sein werden, stellt kein Geheimnis dar. Dem Leser werden kaum Alternativen zum Spekulieren geboten. Hiedurch wird noch einmal betont: Es geht eigentlich nicht um die Wahl der 7, sondern das danach.

Sehr wichtig in diesem Buch ist die Liebe. Wer mit vor Liebe und Beziehungen übersprudelnden Büchern nichts anfangen kann, sollte die Finger von diesem lassen.

Größtes Mankon bleibt bei allem der fehlende Spannungsbogen zu Beginn. Nachdem kurzen Prolog, kommt die Handlung kaum voran. Der Gemütszustand ist nur noch knapp entfernt von Langeweile, bevor endlich etwas passiert.

Sprachlich lässt sich das Buch gut lesen, hat jedoch mit einigen sprachlichen Holperen zu kämpfen.

Die Kapitel sind manchmal sehr lang geraten. Mir persönlich liegen kürzere Kapitel mehr, da sie eher zum Weiterlesen verführen als Kapitel, die einfach kein Ende nehmen wollen.

Gefallen hat mir die nebenbei Einbindung der Götter. Jemand vom Steppenvolk wendet sich zuerst an einen anderen Gott als ein Pirat.

Angenehm in Erinnerung bleibt mir, dass die Pferde nicht nur Transportmittel nimmt. Ohne zu viel Raum in der Handlung einzunnehmen, was Leute mit Pferdabneigung abschrecken könnte, sind sie mehr als Tiere auf denen die Helden unterwegs sind.

Positiv erwähnen muss ich auch die Tatsache, dass die schilernden Helden auf ihren Reisen nicht unverletzt bleiben. Das hätte extrem unrealistisch gewirkt. Hierbei herscht jedoch ein Ungleichgewicht. Einige haben häufiger mit Verletzungen zu kämpfen als andere. Das liegt sicherlich auch daran, dass manche Personen häufiger die Gefahr suchen als andere.

Auch typische Fantasyvölker finden in der Geschichte ihren Platz, was mir gefallen hat.

Zurückgelassen wird der Leser mit einer fast filmreifen Schlusszene, die das Tor für Band 2 öffnet, auf den Band 1 eindeutig als Vorbereitung angesehen werden muss.

In Fantasybüchern kommt man heute fast nicht mehr um sie herum: Die Karte. Während ich sie sonst nützlich und auch optisch gut finde, gefällt sie mir hier rein optisch nicht.

2ratten und :marypipeshalbeprivatmaus: (Bonus für die schöne Leserunde)

Liebe Grüße

Nirika
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Jeg er vist kommet på en feil klode!
Her er så underligt …“

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Avila

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Re: Aileen P. Roberts - Thondras Kinder ~ Die Zeit der Sieben
« Antwort #9 am: 21. März 2010, 21:21:39 »

Der Titel verrät es, in diesem Buch geht es um Thondras Kinder, 7 an der Zahl. Ließt man jedoch das Buch, kann man zweitweilen nicht den Eindruck verdrängen, es gehe eigentlich nur um zwei. Wenn man eine Gruppe wählt, die für das Gelingen der Handlung wichtig ist, muss man auch jedem Charakter genug Raum geben. Das ist hier leider nicht der Fall.

Ja, da finde ich den Titel irgendwie auch ein wenig unpassend erwähnt. Das habe ich in meiner Rezi zum zweiten Band auch bemängelt. Die einzige Entschädigung ist für mich der Klappentext. Denn da werden wirklich nur die zwei erwähnt und die anderen nicht. Ich finde, der Klappentext schürt keine falschen Erwartungen. Das ist nicht oft so, von daher bin ich positiv überrascht.
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Tammy1982

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Re: Aileen P. Roberts - Thondras Kinder ~ Die Zeit der Sieben
« Antwort #10 am: 05. April 2010, 17:10:32 »

Hallo Ihr Lieben,

Immer wenn die Welt gerettet werden muss, werden die Sieben von Kriegsgott Thondra Auserwählten wiedergeboren. Wer die Sieben vereinigt bei sich hat, kann die Schlacht entscheiden und die gesamte Welt beherrschen. Seit 5000 Jahren werden die 7 immer wieder geboren, um in die entscheidene Schlacht einzugreifen. Jedoch waren sie die letzten Male erfolglos, da es immer einen Verräter unter ihnen gab. Jetzt bricht die Zeit der 7 wieder an und es wird sich zeigen, ob sie diesmal vereinigt sein werden.

Das Buch beginnt mit der Kindheit der 7. Ein bisschen schade fand ich, dass eigentlich schon nach den ersten Seiten klar war, wer zu den 7 gehören wird und wer nicht. Ihre Kindheit selber, v. a. die Gegensätze zwischen der unmenschlichen Ausbildung in Naravaack und der in Camasann, wurden gut näher gebracht. Ich finde es ja klasse, wenn ich Figuren über Jahre hinweg begleiten darf und daher hat mir hier die Beschreibung der Ausbildung, das Bilden der Freundschaft etc. sehr gut gefallen.

Was ich als störend empfunden habe, war, dass gerade den Mädels bei den 7 gar keine besondere Kampfkunst oder so gut geschrieben wird, sondern ihr Hauptattribut immer ihre Schönheit ist. Während sich dann im Laufe des Buches der Fokus stark auf ein Mädel richtet und es damit mehr an Inhalt bekommt, bleibt das andere Mädel eher blass und außer "schön" verbinde ich am Ende der Lektüre leider nichts mit ihr.
Ariac dagegen ist mir gleich sehr sympathisch, in ihn konnte ich mich auch gut hinein versetzen und auch im Laufe des Buches erhält er immer mehr an Substanz. Einer der 7, macht leider eine sehr negative und für mich nicht immer nachvollziehbare Entwicklung durch.

Teil 1 kann man eigentlich unter der Überschrift "Reise und Freundschaften" zusammenfassen. Wir begegnen den verschiedensten Fantasy-Wesen und ich denke in Teil 1 wird hier die Basis für die zukünfigen Verbündeten für die anstehende große Schlacht gelegt.
Schlachten selber sucht man in diesem Teil vergeblich. Fokus liegt auf der Ausbildung der 7 und wie gesagt auf dem Kennenlernen der Welt und v. a. ihrer Bevölkerung.

Das alles hat mir gut gefallen, jedoch richtig begeistert wurde ich von dem Ende, das einige Überraschungen parat hatte und ein kleines bisschen hat Durchblitzen lassen, dass die Guten doch nicht so komplett gut sind, was ich persönlich sehr ansprechend finde. Ein Ende, dass vieles noch offen lässt und einen daher gleich zu Teil 2 greifen lässt!  ;)

 3ratten

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Tikva

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Re: Aileen P. Roberts - Thondras Kinder ~ Die Zeit der Sieben
« Antwort #11 am: 25. November 2010, 01:17:12 »



Meine Meinung:

In einer Leserunde, die von der Autorin begleitet wurde, durfte ich dieses Roman lesen und genießen. Dabei beantwortete Aileen P. Roberts alle Fragen und gab uns einen Einblick in ihre Sicht auf ihr Werk. Dies war äußerst interessant und sehr informativ.

Das Cover zeigt im Hintergrund eine steile Felswand und im Vordergrund eine vermummte Gestalt, von der man nur das Profil sieht. Sie ist in einen roten Umhang gehüllt und stellt eine der Sieben auserwählten Krieger dar.
Meiner Meinung nach sollte es Rijana darstellen, was auch die Meinung von der Autorin war. Zum Ende des Romans konnte ich mir sogar eine Situation vorstellen, zu welcher dieses Bild passen könnte.

Um vom Inhalt nicht zu viel zu verraten möchte ich diese Angaben etwas kürzer halten.
Auch wenn das es eigentlich um sieben Jugendliche geht, merkte ich sehr schnell, dass dieses Buch die Geschichte von Rijana und Ariac erzählt.
Da es zwei Königshäuser gab, die unterschiedlicher nicht sein könnten, die die Kinder im Schwertkampf schulten, gab es auch zwei Ansichten.
Während die Jugendlichen unter König Greedeon neben dem Schwertkampf auch noch lesen und schreiben lernen durften, war es unter König Scurr ein reines Sklavenleben. Außer dem Training mit dem Schwert lernten diese Jugendlichen nichts und für jeden kleinen Fehler wurden sie aufs übelste bestraft.
Wie vielleicht schon vermutet, wuchsen wenige der Sieben bei König Scurr auf, während die anderen unter König Greedeon groß wurde.
Dementsprechend fielen die verschiedenen Schilderungen dieser Reiche und ihrer Methoden extrem unterschiedlich aus.

Nachdem ich fast von Anfang an Orks und Trolle als Kampfmaschinen bei König Scurr kennen gelernt hatte, durfte ich im Laufe der Geschichte auch Bekanntschaft mit Elfen und Zwergen machen sowie noch ein paar anderen Geschöpfe.
Wenn ich das Ende dieses Romans richtig deute, dann würde ich sagen, dass auch diese Wesen im zweiten Band noch eine größere Rolle spielen könnten ...
An einer entscheidenden Stelle, die für die Zukunft der Sieben äußerst wichtig ist, endet die Geschichte. Während der Leserunde hat uns die Autorin auch für ihren zweiten Roman zugesagt.

Bei der Seitenanzahl fragte ich mich zu Beginn, wie die Autorin es wohl schaffen sollte, mich bei Laune zu halten. Doch je länger ich diesen Roman las, umso unbesorgter wurde ich.
Die Protagonisten und ihre Mitstreiter kamen von einer spannenden Situation in die nächste. Ob einzeln, oder gemeinsam.
Es war einfach der unbeschreiblich, wie die Autorin die dramatischen Situationen immer sehr hoch halten konnte und das durch das gesamte Buch hindurch!

Meistens wechselten die Sichtweisen zwischen den beiden Hauptcharakteren. Aber ich durfte ab und zu auch die anderen fünf der Sieben begleiten: Saliah, Rudrinn, Falkhann, Tovion und Broderick.
Der Schreibstil war von Anfang an unglaublich fesselnd und spürbar spannend!
Die Autorin schilderte präzise die verschiedene Landschaften sowie gekonnt herausragende Situationen. Ich konnte mir alles sehr gut vorstellen.
Selbst die Dauer der Wanderungen wirkten zeitlich real und auch Emotionen kamen nicht zu kurz. So jubelte und trauerte ich mit den Protagonisten in allen Lebenslagen, die sie durchmachten. Um eine Figur bange ich über das Ende hin jetzt noch, da eine schwer zu deutende Vorhersage, die sich wohl in Band zwei erfüllt, sehr beängstigend anhörte.

Die Kapitel sind äußerst unterschiedlich, aber insgesamt alle sehr lang. Sie sind durch Abschnitte etwas aufgelockert, sodass ich immer wieder gut eine kleine Verschnaufpause machen konnte.
Die Schrift hat eine angenehme Größe die gut für meine Augen war.
Zum Schluss sei noch gesagt, dass es vorne im Buch eine Karte von der Gegend gibt, in der die Geschichte spielt. Im Anhang ist eine kleine Zeitskala über die Siege und Niederlagen der Sieben zu sehen.

Fazit:
Mit diesem Roman hat Aileen P. Roberts eine wunderschöne Fantasiewelt erschaffen, in der  Werte wie Zusammenhalt und Freundschaft eine große Rolle spielen.
Ich freue mich schon auf den zweiten Teil und vergebe fünf fantastische Sterne!

Thondras Kinder - Zweiteiler:
1. Die Zeit der Sieben
2. Am Ende der Zeit

© Tikva aka haTikva @ Nethas Schmökerkiste 23.11.2010
Dieser Text darf weder komplett noch teilweise ohne ausdrückliche Genehmigung verwendet oder veröffentlicht werden.
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gesegnete grüße, dine *wink* :schmetterling: